00:00:00: dass deine Beerdigung ein tolles Fest sein kann und du, wenn du dich vorab damit beschäftigst, erkennen kannst wie reich dein Leben ist.
00:00:11: Vor allen Dingen an Tiefe.
00:00:13: darüber spreche ich heute mit Yasmin Marx und Sebastian Bötcher und wir erkennen und lernen.
00:00:20: also Ich habe es gelernt in dem Gespräch das Vorsorge eigentlich für Sorge ist der Tod unserer Achtsamkeitslehrer.
00:00:31: Hallo und herzlich willkommen bei Bewegtrauern, Bewusstsein für alle die in der Trauer feststecken mehr über Trauer- und Traueren erfahren wollen und die wieder ein erfülltes Leben mit der Traur führen möchten!
00:00:43: Ich bin Dr.
00:00:44: Tanja Pfister selbst Witwe und Weise und ich begleite Trauerende durch meinen neuen Körperbasierten Weg.
00:00:49: Schön, dass du da bist – ich wünsche dir angenehmes Zuhören!
00:00:53: Ja, und heute gibt es eine Premiere hier bei mir im Podcast.
00:00:57: Ich habe nämlich zum allerersten Mal zwei Gäste hier bei Bewegtrauern, Bewusstsein Jasmin Marx und Sebastian Böttcher.
00:01:05: Jasmin hat in dem Jahr ist das Losungskonzept Colors of Death.
00:01:10: Warum es an deiner Beerdigung Konfetti regnen darf?
00:01:13: Als Buch im Eigenvertrieb auf den Markt gebracht.
00:01:16: Sie ist Mediengestalterin und Jasmin war lange selbstständig als erfolgreiche Hochzeits- und Event.
00:01:22: Planerin.
00:01:23: Sebastian ist Studierter Zahners, er hat viele Jahre und in fernen Ländern Teams im Marketing geleitet, Sebastian ist Traurädner und begleitet Jasmin seit dem Jahr zwei-tausend-einundzwanzig bei Callers of Death.
00:01:36: Seit drei Jahren führen sie ihr gemeinsames Unternehmen auf dessen Webseite unter anderem die folgenden Worte stehen.
00:01:44: Achtung!
00:01:45: Ende in Sicht.
00:01:46: Wenn du glaubst, so hast noch Zeit, dann täuscht du
00:01:49: dich.".
00:01:50: Mit meinen eigenen Worten würde ich Tanja sagen, Jasmin und Sebastian kümmern sich um das Leben vor dem Tod auf eine ganz besondere Weise.
00:01:58: wie das aussieht.
00:01:59: Dem wollen wir heute gemeinsam auf den Grund gehen!
00:02:03: Herzlich willkommen, Jasmine und Sebastian!
00:02:05: Die ganze
00:02:06: Meinladung, Tanja.
00:02:07: Danke schön!
00:02:09: Du schreibst, dass du nie außergewöhnliche Berührungspunkte mit dem Tod hattest.
00:02:14: Was du jedoch kennst ist die Erfahrung von Burnouts und du hast bei deinem Burnout-Erlebnis wie es ist wenn man hin und wieder dem Tod näher ist als dem Leben Und im Zusammenhang mit deinen Burnout Erfahrungen schreib'st du das dich schon damals die Vorstellung deiner eigenen Beerdigung voller Dankbarkeit ins Leben zurückkehren ließ.
00:02:35: Meine erste Frage an dich.
00:02:37: Wie stellst du dir deine eigene Beerdigung vor?
00:02:42: Hätte ich mir früher auch zu dem Zeitpunkt irgendwie ... Man denkt so erst mal nur dran, wer kommt denn da?
00:02:51: Da habe ich noch gar nicht angefangen wirklich auszumalen wie die denn aussieht.
00:02:54: das ist heute natürlich ganz anders warum auch dieses Konzept entstanden ist aber damals war es einfach nur die Vorstellung und dass es sowieso gesagt hat was mich Natürlich auch am Leben, also die Dankbarkeit im Leben hat auch wieder ankommen lassen ist.
00:03:09: Wer kommt denn da?
00:03:10: Ganz spannende Frage und da zieht ja dein Leben so ein bisschen an dir vorbei, wer war da und was waren es für bedeutende Menschen?
00:03:19: und vielleicht kommen auch Menschen mit denen du gar nicht mehr in Kontakt bist aber die eine wichtige Rolle hat.
00:03:24: Und dann habe ich damals für mich gemerkt, wow krass irgendwie wie reich ich in meinem Leben bin und nicht an Menge sondern an Tiefe auch.
00:03:34: Von daher war damals die erste Imagination tatsächlich mehr so, wer kommt denn da?
00:03:38: Heute wenn du mich heute fragst, so viele Jahre später weil das war Anfang zwanzig, heute bin ich ja schon, werde ich sechsundvierzig, also schon lange lange her und seit sechs Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Bestattung Vorsorgeleben bis zur Lebenszeit.
00:03:51: jetzt ist es einfach ein mega schönes Fest.
00:03:55: So ein bisschen traurig bin ich, dass ich nicht da bin aber so im Kopf bin ich natürlich trotzdem dabei und dann mir vor wie ich natürlich Menschen abhole wie es kreativ ist, wie es ganz viel Liebe und ganz viele Bewegungspunkte mit mir gibt auch wenn ich nicht mehr da bin und daher ist es ein
00:04:10: echt
00:04:11: schönes, schönes Abschlussfest kann man so sagen
00:04:13: Ja, das klingt gut.
00:04:15: Wir werden ja dann noch mehr tiefer einsteigen.
00:04:19: Davor möchte ich aber Sebastian meine nächste Frage an dich richten.
00:04:23: Du bist ja im Gegensatz zu Yasmin schon das eine oder andere Mal mit dem Tod in Berührung gekommen zum einen im Anatomik-Kurs, im Medizinstudium und auch bei der Sterbebegleitung einer ... Guten Freundin, was ist denn Sterbebegleitung für dich?
00:04:43: Für mich ist das ein intensiver Prozess der Verbundenheit.
00:04:50: Also in vielen, vielen Fällen wenn man so mit Menschen spricht und sagt ja man arbeitet im Hospiz oder man macht Sterbebekleidung oder sowas in der Richtung dann wird es immer sehr negativ um Gottes Willen dass du das kannst oder Gott ist das furchtbar oder das ist doch so traurig.
00:05:08: Aber es ist tatsächlich ein Begleiten eines Menschen und das ist nicht unbedingt nur einseitig, sondern es geht hier in beide Richtungen.
00:05:16: Und das beinhaltet für mich ganz viel Liebe und Verbundenheit.
00:05:20: Liebe und Verbundenheit!
00:05:21: Ja mir ist in der Vorbereitung auf unser Gespräch heute aufgefallen.
00:05:26: Das war mir tatsächlich bis dahin gar nicht so recht bewusst, dass ich ja meinen Mann... Dass ich da auch Sterbebegleitung gemacht habe.
00:05:34: Ich war ja auch bis zuletzt Dabei und das finde ich eigentlich einen wichtigen Gedanken, dass wir auch Sterbebegleitung als normalos in Anführungszeichen machen ohne die Ausbildung zu machen.
00:05:49: Die meisten sogar ja!
00:05:51: Wir begleiten die Menschen bei einem sehr, sehr wichtigen Schritt.
00:05:58: Jasmin du sagst der Tod wurde mir in die Wiege gelegt?
00:06:03: Seitdem ihr das bewusst ist, ist er mein bester Berater geworden.
00:06:07: Wann war denn das, als ihr das bewusst geworden ist?
00:06:11: Ja also wie du schon sagst wir sind in dem Sinne alle ich nenn es jetzt mal liebevoll normal aus und bis zur Hälfte meiner statistischen Lebensalters habe ich ja auch tot.
00:06:20: oder was ist das?
00:06:20: Ich war Hochzeitsplaner.
00:06:21: Also jeder hat dann gesagt, die kommst jetzt zu Hochzeit zu Tot.
00:06:24: Da war der Tod für mich auch so, ja hier gibt's aber nicht bei mir so und kommt irgendwann sowie wir halt alle irgendwie konditioniert sind von der Denke her.
00:06:36: Und dass ich ihn tatsächlich so sehe, wie du es auch beschrieben hast ist nachdem ich selber meine eigene Beerdigung dann wirklich intensiv geplant habe vor sechs Jahren oder sieben Jahren jetzt.
00:06:48: Da wurde mir natürlich irgendwie auch selber viel bewusst was mein Leben betrifft und die Endlichkeit meines Lebens wie der Tod mich eigentlich berät, hinsichtlich meiner Entscheidungen auch was ich warte.
00:07:01: Wie mutig ich auch in die Selbständigkeit gehe oder Projekte angehe?
00:07:07: Mich mit Menschen verbinde oder auch entzweier in Liebe.
00:07:11: das ist für mich so seitdem ich tatsächlich intensiv mich mit einer meine eigenen Beerdigung beschäftigt habe und dadurch natürlich ganz viele neue Perspektiven philosophisch emotional bürokratisch mit dem Tod arbeite.
00:07:26: Ja, bürokratisch.
00:07:27: Da hängt ja jede Menge dran.
00:07:29: Davon geht es auch oder da ist ein großer Teil von deinem Lösungskonzept wie du es genannt hast.
00:07:36: ich halte hier mal in die Kamera Colors of Death für die die YouTube-Video sehen, die uns im YouTube Video sehen.
00:07:45: das ist ja ein sehr sehr spannendes Buch.
00:07:47: Ich habe das ja auch in meinem eigenen Buch wenn die Trauer nicht Ende zitiert weil ich das eben unglaublich wichtig finde und deshalb seid ihr beiden ja heute auch hier, dass wir uns dem bewusst werden das das Leben endlich ist.
00:08:05: Und das war jetzt meine nächste Frage an dich Jasmin was bedeutet es denn?
00:08:12: Endlich zu leben!
00:08:13: Das ist ja ein Wortspiel aber vielleicht wachst du da selber etwas dazu sagen.
00:08:17: Ja total, endlich in sich leben so Das für mich bedeutet das.
00:08:24: Und Sebastian und ich gehen da auch immer wieder sehr, klar wir bekommen so ein bisschen mehr aus der Persönlichkeitsentwicklung.
00:08:32: also weil das eigentlich beheimatet in der Persöhnlichkeits-Entwicklung viel Mindset und Vorsorge und Nächsten.
00:08:38: die besitzen Prozesse die wir mit einbinden damit du einen guten Umgang kriegst.
00:08:44: Jetzt habe ich tatsächlich den Faden verloren.
00:08:47: Deswegen sind wir zu zweit!
00:08:51: Heißt der Spruch nicht, irgendwie du hast zwei Leben.
00:08:53: das zweite beginnt wenn du realisierst dass du nur eins hast oder so singemäß?
00:08:58: Das ist glaube ich genau der Punkt der uns irgendwie bewegt.
00:09:01: also wenn wir uns diese letzte Klammer unser Lebensende anschauen.
00:09:05: Also wenn du davon ausgehst was Klamma auf die Geburt ist und Klamm zu unserer Tod Wenn wir diese letzte klamma mehr beleuchten und mit einer gewissen Haltung daran gehen.
00:09:14: also wir versuchen schon Natürlich geht das jetzt nicht immer im Detail, aber wir versuchen schon immer zu sagen.
00:09:21: Was ist wenn du morgen stirbst?
00:09:23: Wenn heute dein letzter Tag ist?
00:09:25: und das verändert extrem bestimmte Entscheidungen.
00:09:29: Das heißt jetzt nicht dass wir jetzt hingehen und heute ein Porsche bestellen Schulden machen und dann nicht mehr arbeiten wollen.
00:09:34: Aber wir haben es geschafft in diesem Prozess Und auch unseren Kundinnen und Kunden oder wenn wir Retreats machen wie auch immer Du priorisierst anders verliert so ein bisschen diesen Ärger oder den Unmut über Kleinigkeiten, über die man sich sonst aufgeregt hat.
00:09:54: Das heißt, man geht mit vielen Dingen gelassener um und betrachtet seine Ressource-Lebenszeit ganz anders und gibt der, die man hat vielleicht auch einen höheren Zeitwert.
00:10:03: also das ist da so ein bißchen unser Ansatz.
00:10:05: Genau dazu weil dass es genau das... Sag mal wo häng ich denn heute eigentlich als?
00:10:12: Ich bin leider an dir, dass du das ausscheinen musst.
00:10:14: Aber ich weiß nicht wo ich mein Kopf verloren habe heute.
00:10:17: Jetzt wollte ich ja doch noch was ändern.
00:10:21: Das ist endlich!
00:10:21: Mein Kopf ist endlich...
00:10:23: Die Speicherkapazität deines Kopfes ist endlich.
00:10:26: Ich würde es auch einfach hinlassen?
00:10:28: Ja weil das ist ganz... Wir kommen einfach zur nächsten Frage.
00:10:34: Also wir müssen gar nichts zur nächsten Fragen kommen.
00:10:37: Ich muss einfach nochmal meine Begeisterung darüber aus... zurück, dass ich das jetzt gelesen habe dieses endlich zu leben.
00:10:46: Ja weil das ist ja das Beinhaltet der auch meine Arbeit.
00:10:50: So wie du es eigentlich gesagt hast Sebastian wenn uns klar wird, dass wir nur das eine Leben haben, dass die Trauerenden, die uns jetzt hier wahrscheinlich zuhören.
00:11:03: Die erleben ja die Endlichkeit oder haben es erlebt weil ein Mensch oder mehrere Menschen oder Wesen aus ihrem Leben gegangen sind und da wird uns klar das Leben ist endlich.
00:11:15: Wir haben ein endliches Leben und gleichzeitig dieses endlich Wiederleben!
00:11:20: Weil das wünschen sich ja so viele Trauerende auch.
00:11:25: Meine Arbeit ist sozusagen, wenn die Menschen das erfahren haben diese Endlichkeit und ihr kommt ja noch einen Schritt davor mit diesem Lösungskonzept.
00:11:34: Vielleicht mögt ihr mir das mal genau erklären und den Zuhörer drinnen was denn ein Lösungskonzept ist?
00:11:41: Das mir ist auch wieder eingefallen weil ich sagen wollte natürlich.
00:11:43: Weil genau das ist es ja im Endeffekt wenn bei uns der Tod im Umfeld quasi kommt, kriegen wir ja immer so einen Wachrüttler.
00:11:54: So wie der Sebastian auch gesagt hat und dann wird alles unbedeutend.
00:11:58: in dem Moment denkst du dir warum habe ich mich eigentlich gerade aufgeregt?
00:12:01: Und da ist es gar nicht so unlogisch dass wir natürlich mit dem Tod arbeiten und den versuchen mit einer angstfreien Bewusstheit im Leben zu integrieren damit du halt immer diesen Wachrüttler bitte hast und nicht wieder am Fuß deines Lebens einschläbst.
00:12:15: Deswegen ist das total wertvoll und dieses Lösungskonzept ist so im Laufe der Jahre entstanden.
00:12:21: Ich habe selber ja meine Beerdigung geplant und die war sehr bürokratisch, und als Kreativer Kopfbürokratee geht den meisten so, oh Gott, ey, mach was falsch!
00:12:32: Aber
00:12:32: ich hab dann wie ich immer so nett sage, meine Pupacken zusammengekniffen und hab das getan für meinen Eltern weil wenn nicht morgen sterben müssten sie mich aufbauen.
00:12:41: Es war aus der Selbstbestimmung und aus der nächsten liebe Fürsorge Motivation heraus.
00:12:46: Und diesen Prozess der Beerdigungsbahnung, der ist schon ganz schön krass.
00:12:49: Also da müssen wir ja schon ganz schnell viel füreinander tun und das ist mir dann klar geworden wie viele Fragen wir beantworten müssen über Menschen die wir lieben und vielleicht manchmal auch doch nicht kennen weil ich Lieblingslieder meiner Eltern jetzt auch nicht so wüsste und sie wüssten sich auch schon mir zu.
00:13:06: Und dann wurde da das Konzept raus dass ich das halt meine Erfahrungen selber auf geschrieben habe, ermutigt habe zu schauen wieviel Möglichkeiten es gibt.
00:13:16: Wie viel kreativen Heilungsspielraum du auch hast bei der Bestattung deiner Liebsten und wie du auch wenn du nicht mehr da bist in helfen kannst.
00:13:26: also der Blickwinkel auch immer was müssen deine liebsten für dich tun?
00:13:31: Zeitgleich kriegst du natürlich ganz viel Wissen.
00:13:34: Du kriegest Klarheit über einen Prozess, der vorher wie so eine Black Box war weil du nie hingeguckt hast.
00:13:38: das kommt ja irgendwann mal.
00:13:40: nur irgendwann bist du dann in dem Moment damit überfordert weil wir nicht Verlust verlassen.
00:13:45: Du weißt es ne?
00:13:45: Du hast es selber auch natürlich auch für dein Mann tun dürfen und dass ist natürlich wenn du dir Klarheit verschaffst kriegste weniger Angst.
00:13:55: also in diesem Sinn ist es überhaupt nicht schlimm eine Beerdigung zu sprechen, was man sich wünscht.
00:13:59: Es ist eigentlich total schön, wenn man kreativ auch etwas über sich erfahren darf und dann passiert was in deinem Kopf.
00:14:04: Und das ist dieses Lösungskonzept dass wir auch nicht eine Base schaffen auf erst mal.
00:14:10: Was macht ihr Angst?
00:14:11: Wenn du an der Tod denkst wie kannst du neu denken Wie kannst du neue Gefühle für den Umgang mit der Endlichkeit finden dass du stirbst, aber auch deine Liebsten.
00:14:20: Und das geht natürlich stückweit auch damit, dass du dich damit beschäftigst.
00:14:23: und dann ist die Vorsorge, wie wir liebevoll Fürsorge nennen weil sie wirklich mit kreativen Aspekten noch bestückt ist außer eine Bürokratie.
00:14:30: Dann wird es zu einem Konzept.
00:14:32: Weil dann gehst Du nach diesem Prozess Mit einem neuen Mindset daraus.
00:14:38: Ja, man geht mit dem neuen Mind-Set daraus.
00:14:41: Bei mir war's ja tatsächlich so mein Mann war ja viele Jahre sehr schwer krank.
00:14:45: Natürlich beschäftigt man sich da mit solchen Themen wie Patienten Verfügung und Vorsorgevollmacht, ihr sagt dann für Sorgevoll macht wahrscheinlich.
00:14:54: Und dennoch haben wir das ein oder andere Thema vergessen darüber zu sprechen?
00:15:00: Oder ist uns nicht so wichtig erschienen?
00:15:02: und in dem Moment als mein Mann an tut war, dann stand ich davor der Frage was wollen wir denn machen beispielsweise Urne oder Erdbestattung.
00:15:12: Und bei mir war es ja damals so, dass mein Sohn da mit im Raum war als die Bestatterin mich das gefragt hat und dann wollte er den Unterschied wissen.
00:15:21: und dann hat er gleich gesagt ich will nicht, dass der Papa verbrannt wird.
00:15:25: Und lieber, er möchte lieber, dass die kleine, kleinen Tierchen und so sich um ihn kümmern.
00:15:31: und dann war das klar.
00:15:33: Also die Kinder haben ja einen schönen Blick auch darauf.
00:15:37: Wenn ich jetzt da nochmal so reinschau in euer... Also du hast es ja als Leben gerufen, Ersmine des Buchs.
00:15:43: Du hast das geschrieben.
00:15:44: aber ihr seid jetzt gemeinsam unter den Namen Callers of Death unterwegs und wenn ich da reinschaue hier noch mal in dieses Inhaltsverzeichnis dann stehen da solche Sätze wie Ab in die Kiste, die Arbeit mit Callers of Death oder das Leben der Todaufraten.
00:16:01: Das klingt ja schon ein bisschen gruselig wenn wir ehrlich sind.
00:16:03: Muss man denn zum gewissen Grad Morbide- oder Markaber sein um sich so den Tod ins Leben herzuholen wie ihr das mit euren Kunden macht?
00:16:13: Nö, oder Sebastian?
00:16:14: Nein
00:16:14: würde ich jetzt
00:16:15: auch nicht sagen.
00:16:16: Ich glaube dass was wir machen wir bedienen uns teilweise an anderen Sprachen weil in diesem präventiven Mindset und ich meine das ist ja auch das was ich als Zahnarzt eigentlich mag.
00:16:26: Du gehst nicht erst hin, wenn's weh tut sondern es wäre ja schön, wenn du vorher mal so gucken lässt und machst vielleicht eine Zahnreinigung Und ein bisschen darf der Prozess auch sein.
00:16:36: das heißt wir benutzen teilweise transformatives Vokabular Wir gehen weg von bürokratischen Begriffen und Ja!
00:16:44: Wir sind auch an der einen oder anderen Stelle so ein bisschen provokant um eben die Leute mein dazu zu bringen neugierig zu werden, weil wir wissen das neugirige menschenlänger leben.
00:16:57: Das ist ja grundsätzlich ein guter ansatz und klar es soll so ein bisschen So ein klein dass das darf auch mal zucken Ja aber wenn ich dann die taschelampe drauf richte Dann ist es gar nicht so schlimm.
00:17:09: also wir haben natürlich da aspekte drin.
00:17:11: dies ist jetzt kein Totenkult in irgendeiner Form oder irgendetwas mobiles aus meiner Sicht, sondern es ist tatsächlich eher etwas lebensbejahendes.
00:17:24: Und das ist der Punkt den du vorhin hattest mit diesem endlich Leben.
00:17:30: wenn man sagen wir mal konsequent diesen Konzept oder unserem App-Programm oder dem Retreat folgt und das nicht so isoliert betrachtet treffen Menschen in ihrem leben ohne dass der Tod in irgendeiner Form akut ist oder trauer akut, ganz andere Entscheidungen fangen an endlich zu leben.
00:17:49: Das heißt das hat sogar eine ganz unterschiedliche Tiefe und Ebene was spannend ist.
00:17:54: Das heisst wir haben auch Kundinnen die sagen ich ändere meinen Job weil ich möchte endlich Leben.
00:18:01: vielleicht trenne ich mich von meinem Partner umendlich zu leben Und wir schnappen uns halt immer diesen Entgegner tot Und versuchen dann Verknüpfung herzustellen, die in ganz andere Bereiche gehen und da lang.
00:18:17: Das heißt wir haben auf der einen Seite tatsächlich diesen Aspekt okay was passiert?
00:18:21: Tatsächlich also Planungen.
00:18:23: welche Fragen werden gestellt?
00:18:24: Was möchte im Bestatter wissen?
00:18:26: Die Menschen sind so wenig aufgeklärt allein über die bestattungsformen die wir haben mit Reerdigung und so weiter und So weiter und Auf der anderen seite gibt es immer diese transfer Leistung hin zum hier und jetzt damit du heute schon davon profitierst und nicht erst wenn Dieser Krisenfall eintritt.
00:18:43: Also die Transferleistung heißt, die Menschen kommen zu euch beschäftigen sich mit ihrem eigenen... Mit ihrer eigenen Beerdigung wie die aussehen soll was sie alles im Vorfeld erledigen können ums den Hinterbliebenen leichter zu machen.
00:19:01: auch und auf der anderen Seite sorgen sie auch gut für sich, weil das dann der Abschied dann so gefeiert wird wie Sie sich das selbst vorstellen und selbst
00:19:09: wünschen.
00:19:10: Und im Zuge dessen erkennen Sie vielleicht dass sie Ein anderes Leben vor dieser Abschiedsfeier führen möchte.
00:19:22: Oder sagen wir mal so, dass Sie zumindest das Leben reflektieren?
00:19:26: Weil es kann ja sein, dass eine Person sagt hey du ich bin total glücklich!
00:19:30: Ich mache alles richtig und ich möchte einfach möglichst viele Infos kriegen... ...und brauche ne kreative Idee was ich tue.
00:19:37: Aber andere sagen hei ich habe vielleicht tatsächlich weil ich gedacht hab ich lebe ewig.. ..und hab diesen Tod aus meinem leben so rausgeschoben.
00:19:46: Ich habe vielleicht meine Zeit.
00:19:49: Verschwendet bisher an irgend etwas.
00:19:54: Also es wird eher so eine Art Reflexion nennen, weil ich jetzt nicht unterstellen möchte dass jeder oder jede Grundlegend in ihrem Leben was falsch macht und muss das umkrempeln.
00:20:06: also diese Art Coaches sind wir nicht die dann sagen das funktioniert nur wenn du jetzt selbstständig bist und du machst was in Bitcoins und außerdem bist du startlos und reißt durch die Gegend.
00:20:16: Es kann ja jemand sein, der total happy ist und sagt hey ich kann arbeiten in der Gärtnerei.
00:20:20: Ist mein Traumjob.
00:20:22: aber ich reflektiere mal ob die anderen Sachen so stimmen.
00:20:25: also da sind wir offen weil wir eben sowohl.
00:20:29: Ich sage mal von den Menschen her geschlechtsoffen Religions Offen usw.
00:20:33: es sind eher so Impulse die besitzen.
00:20:36: das ist halt eine starke Achtsamkeit die du trainierst eigentliches.
00:20:39: Also der Tod ist für mich eine riesige Achtsammkeitslehrer.
00:20:42: Ähm, wie ich meine Zeit verbringe.
00:20:44: Wie Sebastian auch schon sagte, wenn man sich mich aufrege und da passt das was du im Anfang gesagt hast der ist für mich mein bester Freund und Berater weil wenn ich vor Entscheidungen stehe als ich College of Death ins Leben gebracht habe war ich noch in einer BtoB Agentur angestellt.
00:20:58: So dann hab' das quasi so als... war mein Lebenswerk, ich hab damit keinen Plan gehabt.
00:21:02: Und dann hat er es aber so seinen Lauf genommen und hat verschiedene Preise gewonnen.
00:21:06: Ich habe Förderer gefunden die gesagt haben, das muss raus jasminen.
00:21:09: Dann stehst du da und sagst, weil meine Ressource Zeit ist endlich!
00:21:14: Weil du gehst noch arbeiten.
00:21:16: Eigentlich ist es für dich nicht Sinnstiften und was du gerade für dich entdeckt hast der Game Changer für dein Leben gewesen.
00:21:22: Was machst du jetzt?
00:21:23: Ich kann mich noch erinnern, ich saß mit Sebastian und wir haben ein bisschen gebrainstompt, weil er ja in den Prozessen schon drin war Und er schrieb das Wort Endlichkeit auf dem Flipchart.
00:21:31: und ich gucke da drin, dann sage ich es mir, was willst du eigentlich?
00:21:34: Du weißt doch wie's geht.
00:21:35: Wenn du morgen stirbst, was willst du getan haben?
00:21:39: Dann ist die Antwort klar!
00:21:40: Dann machst du nicht mehr das auf, was du tun.
00:21:42: Dann gehst vielleicht auch ein Risiko an, dann gehst du vielleicht für etwas los wo halt keine Sicherheit dritten hinten dran ist.
00:21:49: aber am Ende ist halt nur Sicherheit der einzige, der sicherste ist ja tot Das andere, die Sicherheit existiert in dem Sinne so ja nicht.
00:21:56: Es ist auch ein Konstrukt für uns wo wir das Gefühl haben Wir können uns irgendwie bewegen und seitdem ist es für mich das Sicherheitskonzept eigentlich nur das einzige sicher aus der Tod Und alles Andere darf ich vorher gestalten
00:22:08: Und das geht dann in Richtung und dann wird spannend mit diesem Wort Inrichtung Endlichkeitskompetenz und dass wird mehr als nur der Tod oder Trauer oder eine Beerdigung an sich.
00:22:20: Aber das weißt du ja auch, ne?
00:22:21: Du bist ja auch mit Trauer.
00:22:23: So, Trauer ist nicht nur wenn der Tod kommt!
00:22:26: Wir trauern über ganz viele Dinge so.
00:22:28: die Emotion ist vom Grundprinzip her immer dasselbe.
00:22:31: Das heißt natürlich in Teil unserer Trainings auch immer Ja was ist denn eigentlich Trauer?
00:22:36: Was bedeutet das denn?
00:22:38: und war dahin zu gucken?
00:22:38: Nicht wenn du traurig bist dann wenn du einfach da bist Und dich mal zu erforschen innerhalb deiner Emotionen.
00:22:44: Es hat viel auch mit emotionaler Intelligenz zu tun wie du da trainierst.
00:22:49: Das hilft dir natürlich, dich zu verstehen.
00:22:52: Und es hilft dir im Gegenzug auch andere zu verstehen den du begegnest die Trauern weil wie oft und das wirst du auch immer wieder haben Wie oft sagen Menschen ich fühle mich nicht verstanden Die menschen verstehen mich nicht Ich bin alleine so
00:23:04: Absolut!
00:23:05: Ich habe heute mit mit jemandem gesprochen.
00:23:07: die hatte heute ihren letzten Arbeitstag und geht in Rente und Auch dass ist eine Endlichkeit.
00:23:13: Und da haben wir dann über Transformation und Identifikationsprozesse gesprochen, weil das ist ja auch was.
00:23:21: Ich denke mal du wirst es bestätigen.
00:23:23: Wenn so etwas Tragisches passiert wie der Verlust eines Partners, eines Kindes, was auch immer kann das Haustier sein?
00:23:31: Du musst dich irgendwie neu finden!
00:23:33: Du musst eine neue Identifikation vielleicht schaffen und es ist zeitgleich aber auch ein transformativer Aspekt, der da rein spielt Und das ist natürlich super spannend.
00:23:44: Ja, es ist super spannend und eine echte Bereicherung fürs Leben.
00:23:47: also mein Vater sehr gestorben als ich zehn Jahre alt war und zwar völlig überraschend und ab dem Zeitpunkt war mir klar auch mein Leben kann morgen vorbei sein und natürlich lebt man dann anders und ich habe das hin und wieder schon mal erlebt.
00:24:01: Also wenn ich dann Dinge mit einer Begeisterung mache, dann mache ich die auch.
00:24:05: ja wenn ich jetzt zum Beispiel an einem schönen Ich habe für mich beispielsweise wieder das Tauchen entdeckt und das Schnorcheln.
00:24:11: Wenn ich dann irgendwo bin, wo ich das machen kann, dann kann ich da schon mal stundenlang im Wasser sein und Fische beobachten oder andere sagen, oh Mann jetzt geht die Tasche wieder ins Wasser!
00:24:22: Und ein Freund von mir hat dazu gesagt es wirkt für mich fast so wie so einen FOMO also four of missing out.
00:24:28: und da sage ich ne!
00:24:30: Es ist genau das Gegenteil, weil ich bin ja nicht nach außen gerichtet, dass ich im Außen irgendwas verpasse.
00:24:36: Sondern ich kümmere mich um mich!
00:24:38: Ich mache das was mich glücklich macht und wenn es drei Stunden lang Fische anschauen ist.
00:24:46: Und du nimmst dir bewusst diese Zeit?
00:24:48: Diese Ressource-Lebenszeit darf
00:24:49: ich.
00:24:49: Ganz genau also... Das glaube ich, das ist das Schöne, was ihr macht, dass ihr da den Menschen diese Bedeutung für bestimmte Dinge wiedergibt.
00:25:02: Und da habt ihr ja auch auf eurer Webseite den Steve Jobs zitiert und ich fasse es jetzt in meine eigenen Worte, der hat mal gesagt das fast alles im Angesicht des Todes seine Wichtigkeit verliert.
00:25:18: nur die bedeutendsten Dinge bleiben übrig.
00:25:21: was sind denn für euch beide mit der Erfahrung die ihr habt?
00:25:27: Dinge.
00:25:28: Persönlich oder generell so in der Erfahrung, die wir auch mit Menschen gemacht
00:25:31: haben?
00:25:31: Also gerne persönlich und in der Erfahrungen mit Menschen also wie du antworten möchtest.
00:25:37: Für mich sind's und bleiben ist die Momente und das ist glaube ich aber kann Sebastian auch noch mal korrigieren sicherlich auch dass was bei unseren Kundinnen auch ist so was bleibt denn und deswegen wird es bei mir auch wo viele immer gesagt haben Hochzeitsplaner und Toti kommt das zusammen.
00:25:52: natürlich kommt das unglaublich dafür stehe verbindende Momente zu kreieren, die sichtbar fühlbar sind und aber hier ihren Platz haben.
00:26:04: Also quasi überdauern egal was draußen passiert, die im Herzen sind.
00:26:10: Darum geht es ja, dass wir Erfahrungen sammeln und natürlich möchten wir ganz viele schöne Erfahrungen Sammeln.
00:26:16: Und die kannst du ja schöpferig selber bestimmen.
00:26:18: Negative Erfahrungen suchen uns heim!
00:26:21: Die gehören dazu.
00:26:21: auch die dürfen betragen lernen und erfahren lernen.
00:26:25: aber wie kann ich einfach auch diese schönen Dinge in mir konservieren?
00:26:30: Und zeigt gleich den Will immer rein für Menschen auch kreieren das sie sich in sich konserviert wenn du morgen weg bist Und das ist für mich das Lebensmomente, Verbundenheit.
00:26:42: Wir kommen immer wieder auf das Wort Verbundenkeit zu kreieren die möglichst zu Lebzeiten schon einfach stattfindet dass du wenn du gehst reich reich, reich!
00:26:53: Und
00:26:57: diese Verbundenheit kannst du natürlich ganz unterschiedlich gestalten.
00:27:00: Also ich glaube so individuell wie trauer ist, ist das in dem Fall auch.
00:27:05: Ich meine jeder Mensch hat andere Prioritäten und andere Dinge sind wichtig.
00:27:10: Die einen machen das um plakativ zu bleiben vielleicht mit Fotos und schaffen Erinnerungen über Bilder.
00:27:16: Andere haben Verbundenheit über Orte, über Musik.
00:27:22: Ja, alles möglich und machbar.
00:27:23: Das ist also unglaublich vielfältig Und für Jasmin und mich ist es in dem Fall wirklich sehr ähnlich dass wir sagen Wir nehmen was soll bleiben wenn wir gehen?
00:27:34: Also das sind vielleicht ein paar lustige Geschichten und Schöne Erinnerungen und Momente Für jeden also sowohl jetzt für die Hinterbliebenen wie auch vorher.
00:27:44: für mich.
00:27:45: also ich sag mal so man kann sich Es ist nicht da sich nicht auf bestimmte Arten von Ich sage Luxusstil, für mich ist es guter Wein und leckeres Essen zum Beispiel.
00:27:55: Also auf sowas verzichte ich jetzt nicht um Gottes Willen aber ich bin auch nicht mehr so attached to things wie es vielleicht früher war weil ich gedacht habe okay jetzt ist doch ein Urgeil oder dies das also das hat auch eine gewisse Das.
00:28:10: letztendlich hat keine Taschen, also ich sollte hier so Tassen drucken mit diesen ganzen Karlhauern.
00:28:14: Also was hinst du mit?
00:28:16: Am Ende juckt das keinen Menschen ob da etwas übrig bleibt oder nicht.
00:28:19: aber wenn ich einen Brief für meinen Sohn habe oder ein Video und eine kleine Erinnerung und ihm sage dass ich ihn liebe Und sicher bin, dass er sein Lebensweg geht ist es glaube ich viel mehr wert als der ETF-Fonds auch wenn er den vielleicht kauft fürs Studium.
00:28:39: Aber im ersten Schritt ist es was anderes.
00:28:41: Was wiegt schwerer?
00:28:42: So, was hilft dir mehr?
00:28:43: Hilft ihr hier Zehntausend Euro oder hilft ihr so wie der Sebastian sagt in der Nachricht von dem Mensch, der sie bewusst zu den Moment aufgenommen hat und dahinterlegt hat wo ganz klar noch Moderin steht ich liebe dich Ich bin stolz auch Dich!
00:28:55: Ich weiß dass du dein Weg gehst, ne?
00:28:57: Es ist okay das ich weg bin.
00:28:59: Gehe deinen neuen Weg dran also... Den hatten wir auch gerade im Workshop gehabt, Legacy statt Lebenslauf mit Unternehmern.
00:29:09: Was wiegt am Ende?
00:29:10: Wenn du auf dem Sterbebett liegst das vielleicht damit kriegst oder halt nicht mehr da bist?
00:29:14: was bleibt?
00:29:16: und was haben wir?
00:29:17: Ihr beiden seid ja das beste Beispiel dafür.
00:29:19: erwart ihr mal Nicht das Verraten dafür, weil der mal verliebt, verlobt und sogar miteinander verheiratet.
00:29:24: Und heute seid ihr geschieden und führt dann zusammen Callers of Deaths.
00:29:29: Ich finde es ist doch ein schönes Beispiel dafür wie man sich trennen kann und trotzdem verbunden bleibt.
00:29:35: Reiche an Verbundenheit hast du vorhin gesagt!
00:29:38: Wie hilft euch das denn bei eurer Arbeit?
00:29:41: Weißt du, was wir geschehen sind?
00:29:44: Die Erfahrung dass man sich trennen kann.
00:29:48: Dass man etwas beendet das etwas endet und man dennoch eben in dieser Verbundenheit bleibt?
00:29:54: Also man muss ja dazusagen Wir sind schon sehr lange geschieden Lange bevor Carlisabeth entstanden ist Bevor der Tod den Anführungszeichen überhaupt in meinen und Sebastianes Leben In der Form wie er jetzt präsent ist da war.
00:30:05: Das heißt die Trennung war zuvor.
00:30:06: Und ich glaube dass es das und Du hast es am Anfang auch so gesagt Diese Endlichkeitskompetenz, die wir so nennen.
00:30:13: Die haben wir beide wahrscheinlich ein Stück weit ausgeprägt schon gehabt, die uns natürlich auch einen anderen Zugang für unsere Tänung gegeben hat.
00:30:24: aber auch im Umgang mit Tod und das ist für uns immer das total Entscheidende dass diese Kompetenze bei eigentlich jeder in sich hat Weil, ja so wie du es gesagt hast der Tod wurde nicht nur mir in die Wiege gelegt.
00:30:35: Er wurde auch dir und jedem in die wiege gelegt.
00:30:38: Und jeder der zu mir sagt na so Speed und das könnte ich nicht.
00:30:41: Ich dachte ich du unterschätzt dich.
00:30:43: Du kannst dass weil du nämlich auf die Welt gekommen bist und sterben wirst und deswegen hast du alle Emotionen alle Stärken wie auch Schwächen Indieses.
00:30:54: aber die Frage wie du sie trainierst ausbauen willst wie du dich befähigen möchtest
00:30:59: Und auch wie viel du abtrainiert bekommen hast über die Zeit.
00:31:02: Weil wir merken, dass Kinder häufig mit diesen Themen ganz anders umgehen.
00:31:06: So wie dein Sohn, ne?
00:31:10: Die können das und du kannst das auch!
00:31:12: Deswegen ist es so eine Begegnung auf Augenhöhe.
00:31:14: Wir kommen ja jetzt nicht hier wie die Fünfzigtausend Zertifikats-Experten sondern sagen Du stirbst ich sterbe.
00:31:20: lass uns zu besprechen Lass uns Klarheit gewinnen lasst uns über das Thema verbinden bevor der Tod ist.
00:31:26: für viele Trennung ist eigentlich das verbindende Element, wenn wir es mal wieder vorher reinholen.
00:31:32: Und dann wird ganz viel Mariet raus.
00:31:35: Dann wird ganz viele Menschlichkeit, weil wir uns nackt begegnen, weil auf einmal ... Wir uns mit Bewertungen auf einmal völlig im Raum wechseln.
00:31:44: Da bewertest du niemandem mehr wie er aussieht?
00:31:46: Sondern da ist klar, wir sterben beide so nackts, völlig nacktes!
00:31:51: Und wir können die Zeit nicht anhalten auf dem Weg dorthin zu unserem Tod.
00:31:55: aber wir können eben entscheiden die Zeit, die wir haben bewusst erleben und wenn uns auch so was passiert.
00:32:01: Und ich finde da seid ihr einfach ein tolles Beispiel dass man eben in dieser Zeit auch erkennen kann das ist jetzt die Ehe beispielsweise.
00:32:12: es ist nicht die Form die zu unserer Art von Verbundenheit passt und wir gehen da getrennte Wege.
00:32:18: das heißt aber nicht dass wir nicht auf einer anderen Weise verbunden bleiben können und sogar eine so befruchtende und inspirierende Arbeit gemeinsam machen kann, wie ihr das
00:32:32: macht.
00:32:33: Und das finde ich einfach toll.
00:32:35: Also seid ihr ein schönes Vorbild?
00:32:37: Ja
00:32:38: also die sind auch stolz drauf auch wenn es so nicht geplant war.
00:32:41: Wir sind natürlich nicht im Jahr zwei tausend siebzehn haben wir jetzt getrennt um dann zu sagen hey lass uns doch zweitausend dreiund zwanzig viermal gründen.
00:32:48: Das war nicht die Idee aber Es hat sich entwickelt und es zeigt auch, wie viel Raum es gibt eben bei diesen Endlichkeiten sich zu entwickeln.
00:32:56: Und für uns beide war's glaube ich auch von der Persönchkeitsentwicklung eine wichtige Zeit, dass wir nicht zusammengeblieben sind.
00:33:03: Kleine Disclaimer!
00:33:04: Wir planen jetzt einen Konkret zu unserem zehnjährigen Scheidungsdatum weil das mit den zehnjährigem Hochzeitseier hatten.
00:33:11: Man muss halt gucken, wie man das Beste rausschlägt.
00:33:16: Das finde ich super, das finde ich toll, das gefällt mir.
00:33:19: Weißt du, das Schöne ist wenn du fein damit bist dass dein Leben endet.
00:33:24: Wann wirst Du fein, damit das irgendwie alles endet?
00:33:26: Weil es endet!
00:33:27: Alles Materialistische und wir gehen halt mit dem Körper rein...endet.
00:33:33: So und von daher ist es für mich eher weniger Angst etwas zu verlieren auch einen Job zu verliern eine Partnerschaft zu verlier'n.
00:33:40: Wir sind halt so krass systemisch darauf getrimmt etwas zu machen was für ewig hält.
00:33:46: Aber für mich persönlich ist das eigentlich die schwerste Bühne in meinem Leben gewesen, etwas aufbauen zu müssen.
00:33:54: Was bleibt?
00:33:54: Weil was hast du dann?
00:33:55: Dann hast du Angst vom Scheitern und Du hast Angst von Versagen!
00:33:59: Und heute jede Partnerschaft, die ich eingehen würde – so wie wir auch damals geheiratet haben – würde ich sagen Ich gehe jetzt mit vollem Herzen und mit vollen Bewusstsein ein.
00:34:07: aber es ist auch einfach in Ordnung wenn sie irgendwann endet.
00:34:12: Und das heißt nicht, dass die Zeit bis dahin nicht tief und nicht berührend sein darf.
00:34:15: Sondern sie ist ein Teil meiner Reise und es darf sich alles verändern.
00:34:20: Es darf sich Alles verändern!
00:34:21: Und ihr sagt auch dein Leben, dein Abschied, deine Entscheidung.
00:34:27: Ich arbeite überwiegend mit trauernden Menschen den geliebtes Wesen verloren haben.
00:34:34: Da kann ich mir ganz gut vorstellen Dass da viele der Menschen, die zu mir kommen andere Meinung haben, weil sie ja vielleicht jemanden eben begleitet haben in den Tod hinein.
00:34:47: Ist denn unser Abschied wirklich unsere Entscheidung?
00:34:51: Oder wie meint ihr das?
00:34:53: Ja, dumm oder ich?
00:34:55: Also ich glaube der Aspekt, der jetzt da so raus zitiert ist, ist das Thema Selbstbestimmung.
00:35:01: und da geht es jetzt nicht in erster Linie darum dass wir die Diskussion führen über aktive Sterbehilfe oder Ähnliches sondern ist es tatsächlich so, dass wir der Überzeugung sind Die meisten von uns, auch wenn wir auf einer Bühne stehen würden sagen ich führe ein selbstbestimmtes Leben.
00:35:15: Ich entscheide was ich anziehe, wann ich in Urlaub fahre
00:35:19: etc.,
00:35:20: all diese Dinge tue ich aber in vielen vielen Fällen und das sehen wir ja an den Zahlen.
00:35:26: wer hat eine Patientenverfügung?
00:35:27: Wir hatten Testament und dann rutschen wir dieses Bürokratische ab.
00:35:31: Das schlimmste was du hören kannst ist eigentlich mir es doch egal was passiert Wenn ich tot bin bin ich ja eh weg Und daneben steht ein geliebter Mensch.
00:35:41: Das ist für uns ganz klar einen Schlag ins Gesicht, weil du sagst mir völlig egal wie es dir geht, ich merke es eh nicht mehr.
00:35:48: Du machst das dann schon?
00:35:50: Ja und ja in gewisser Weise muss die Person toten Fürsorge recht, Totenfürsorge berechtigtet, dass tun.
00:35:58: aber warum sollte meine Selbstbestimmung, die ich zu Lebzeiten habe enden Weil wie auch weiß und wie sicherlich auch die Hörerinnen und Hörern wissen Trauer erlebt haben in einem Trauerprozess sind.
00:36:10: Der Tod, ich sage jetzt mal eines Menschen endet nicht mit dem letzten Herzschlag sondern erst dann wenn alle Kapitel die geöffnet wurden auch wieder geschlossen sind.
00:36:19: Seien das Versicherungen seien das Abos sein das Wohnungsmiete alles was es da gibt und wir gehen da in die Diskussion uns sagen warum sollst du das nicht auch selbst bestimmt bis zu einem gewissen Teil über deinen Tod hinaus
00:36:35: gereden?
00:36:36: Regeln oder was heißt beeinflussen aber so ein bisschen mitbestimmen um eine lasz zu nehmen für die Die nämlich genau diesen raum brauchen zu trauern.
00:36:44: und das geht nicht darum dass du denen was wegnimmst sondern wir geben den mit unserer bestattungs verfügung Mit unserem kleinen erbe.
00:36:52: Ja, das hier Den geben wir potkrum an die hand.
00:36:58: Also das kleine Erbe, du hast es gerade hier in die Kamera gezeigt für die, die jetzt zuhören.
00:37:03: Das ist ein Büchlein und was finden wir in dem Büch-Lein?
00:37:07: Genau!
00:37:08: Das ist ja sogar mein persönliches Büchler mit ihm...das liegt auf meinem Schreibtisch weil sollte mir jetzt etwas passieren wird meine Schwester und Jasmin kommen und wird da drin die eine oder andere Info finden Dingen, die geregelt werden müssen.
00:37:24: Fragen, die ihn bestatterstellt.
00:37:26: Vielleicht die wichtigsten Kontaktpersonen so ein paar Ideen, die ich habe und das ist so ein Leitfaden wo sie mich nochmal fühlen und dass nicht nur bürokratisch sondern auch emotional weil es aufgebaut mit der persönlichen Ansprache usw.
00:37:42: Das sind alles Dinge, die in der ersten Zeit gereglt werden müssen und da würdest du zum Beispiel drin finden hey Ich möchte gerne verbrannt werden und danach möchte ich, dass das passiert.
00:37:56: Meine Lieblingslieder sind auf meinem Handy in der Playliste Bestattung und ich habe ein super Gefühl wenn ihr daraus welche aussucht.
00:38:02: Das heißt ich gebe noch nicht mal alles so vor wie die Mutter will ich sondern ich gebe Hinweise und einen Raum und dann ist hier steht zum Beispiel weitere Wünsche zu Musik tanzt singt lacht
00:38:16: Das hast du hingeschrieben, das sind deine Worte.
00:38:20: Ah ja, schön!
00:38:22: Meine Gedanken um Kerzen und Düften, Jassi entscheidet.
00:38:25: So... Also jetzt
00:38:28: ist es so genimmst?
00:38:30: Das ist genau dieses transformative Vokabular von dem wir sprechen.
00:38:33: bei uns heißt das Dein kleines Erbe weil wir sagen dass es ein so emotional wertvolles Erbe und es immer bei den Werttingen erholen waren.
00:38:41: Bürokratisch ist das seine Bestattungsverfügung, besser gesagt eine erweiterte Bestattung zur Verfügung.
00:38:45: Weil die Bestattungen zur Verfügung dort legst du zu Lebzeiten wie wo war es dieses Abschluss fest und all die Bestatterungsdinge für dich umgesetzt werden sollen?
00:38:58: Und das ist Teil des Lösungskonzepts, weil das Buch was du hochgehalten hast, das Workbook, das kriegst du in ein Paket.
00:39:04: Da war dieses kleine Erbe damals nicht losgelöst zu bekommen.
00:39:08: Das heißt du hast in dem Workbook dir deine Antworten für dich erarbeitet mit, was du dich wohlfühlst und was du dir vorstellen kannst... Dann motivieren wir dich mit dem Mensch, der das für dich morgen tun müsste.
00:39:19: Weil meistens ist er E-Mann bei mir waren es die Eltern so oder weh auch immer du da zu nehmen möchtest weil das in Deutschland tatsächlich du bestimmst dasselbe.
00:39:28: wer das sein kann deswegen musst du das auch in diese Bestattungsverfügung reinschreiben kann dein bester Freund sein und ja auch immer.
00:39:34: kleine Anmerkung an der Stelle Du bist noch verheiratet aber getrennt von deinem Mann oder deiner Frau und ihr seid zerstritten ist nach deutschem Recht der noch verheiratete Ehepartner, der Totenfürsorge berechtigte und kümmert sich darum wie du unter die Erde kommst.
00:39:51: An dieser Stelle sind immer ganz viele Menschen bei uns wach und sagen oh da sollte ich doch nochmal... Ganz eine Sekunde drüber nachdenken.
00:39:59: Es macht einfach ein Mensch, der das nicht in deinem Sinne macht mit dem du nicht mehr kannst.
00:40:02: und eigentlich gibt es viele leere Personen die das machen möchte weil's für sie auch wichtig ist so.
00:40:07: Auf jeden Fall das was du quasi mit deinen Gedanken, mit deiner eigenen Erfahrung, mit deinem Wissenschafts im Gespräch mit diesen Menschen.
00:40:14: und deswegen ist der Dialog die Kommunikation so wichtig dass wir anfangen über das Thema zu sprechen.
00:40:19: Was will ich?
00:40:19: Kannst Du damit gehen?
00:40:21: dann hast du das quasi dort schriftlich festgelegt.
00:40:24: Ich nenne jetzt mal Endprodukt nach deiner Reise.
00:40:28: Mal losgelöst, was du für dich an inneren Prozessen Aufklärung, Wissen für dich aufgesammelt hast, dass du da etwas.
00:40:36: und deswegen lieben wir dieses Konzept, das du etwas für andere gemacht hast.
00:40:40: Du tust in erster Linie was für dich?
00:40:42: Du beschäftigst sich mit Deiner Endlichkeit, du kriegst ein neues Mindset, gehst mit Deine Ressource um.
00:40:46: Du gehst natürlich auch im Verlustfall wahrscheinlich auch anders damit um weil du weißt, Und du machst halt was für andere.
00:40:53: Also so viele Ebenen, deswegen sind wir immer so.
00:40:56: ah ja so schön eigentlich wenn man das machen will.
00:41:00: Schöne Arbeit, schöne Aufgabe und ihr habt da vollkommen recht.
00:41:05: so wie du vorhin gesagt hast Sebastian in dem wir da vorausschauend sind uns gut um uns kümmern Dinge in einem gewissen Rahmen festlegen.
00:41:17: Da können wir den Menschen die bleiben Dadurch den Raum geben, ihre Energie und da ist ja erstmal ganz wenig Energie nur noch danach so ein Verlust eben für die Trauer zu verwenden.
00:41:33: Und nicht in endlosen Grübeleien.
00:41:36: Wie hätte er sich das gewünscht?
00:41:39: das gewollt, dann Nachfragen suchen.
00:41:43: So wie du das sagst auf dem Schreibtisch liegt es.
00:41:47: Das kann da leicht gefunden werden.
00:41:49: und ihr habt auch noch eine Sache die ich auch spannend finde.
00:41:54: vielleicht mögt ihr uns noch verraten was ist denn eine Person of a person of trust Notify Karte?
00:42:03: Ja!
00:42:08: Wir möchten dieses Wort Totenfürsorge berechtigter oder Totenfürsorgeberechtigte nicht verwenden, weil wir haben gemerkt in unserer Arbeit.
00:42:18: Das sorgt für so eine gesunde natürliche bürokratische Ablehnung.
00:42:22: Wie leichen Schmaus ist ein bisschen komisch halt?
00:42:24: Wir haben natürlich Menschen und das ist das Schöne.
00:42:26: Wir haben ja so verschiedene Eintrittstore.
00:42:28: die einen kommen rein über das Abarbeiten.
00:42:30: Die arbeiten so ein Buch in zwei Stunden durchlegen sich das hin und sagen zack fertig.
00:42:34: andere gehen den emotionalen Weg.
00:42:36: also es ist für jeden was dabei.
00:42:38: Und das Schöne ist, dass ja des körperliche Ende auf Erden uns alle eint.
00:42:41: Das würde bei dem Mindset auch sicherlich die eine oder andere politische Handlung beeinflussen.
00:42:47: und wir sagen halt, dass diese Person der ich mein Leben anvertraue wenn nicht gestorben bin, einer Person ist der ich vertraue.
00:42:55: Der möchten wir Wertschätzung entgegenbringen und nicht ein bürokratisches Wort.
00:43:00: Deshalb haben wir die person of trust genannt.
00:43:02: so findest du es auch in dem Workbook.
00:43:04: Es ist ne ganz ganz wichtige Person So wie dieses Notfallkärtchen, wir haben im Workbook-Paket da zwei drin.
00:43:11: Eines für den Kühlschrank und eines fürs Portmoney.
00:43:12: Ich habe in meinem Portmonee die Kontaktperson.
00:43:15: Das heißt neben meinem Organspendeausweis ist klar dann muss keiner das Handy durchsuchen sondern meine Person.
00:43:21: of Trust steht der Name und die Handynummer.
00:43:24: Und wenn die dann angerufen wird weißt ihr wo mein kleines Erbel ist?
00:43:28: Dann weiß sie was zu tun ist wer wird informiert usw.
00:43:31: Die kennt dem Bestatter
00:43:34: Dinge, das ist natürlich im Vorfeld abgestimmt.
00:43:38: Also da trägst du hoffentlich niemanden ein, wo du so denkst, komm, dann nehm ich den Nachbarn.
00:43:43: Sondern das ist besprochen und dazu animieren wir auch in unseren Workshops.
00:43:47: Und deshalb heißt es so eingeenglisch Vertrauenspersonen.
00:43:52: Das hat uns... Es ist halt so ein englischer Begriff geworden also Person auf Trust.
00:43:57: dieser Person vertrauen wir irgendwie nicht nur unsere Beerdigung sondern auch ein Teil unseres endlichen Lebens an.
00:44:04: Also bei mir kommt es jetzt so an, dass ihr versucht dem Ganzen eine gewisse Struktur zu geben und gleichzeitig auch eine Leichtigkeit.
00:44:14: Weil ich kann mich ja selbst erinnern... Ich saß damals mit meinem Mann, wir saßen uns am Schreibtisch gegenüber Und haben die Vorsorge vollmacht gemeinsam ausgefüllt, dann in dieses Register eingetragen.
00:44:26: Da gibt es ja einige Schritte, die jetzt nicht so angenehm sind und am nächsten Tag haben wir uns hingestellt diese Patientenverfügung jeder für sich gemacht.
00:44:36: also ich bin ehrlich wirklich Spaß macht das ja nicht sich damit zu beschäftigen.
00:44:42: Das kann schon mühsam sein.
00:44:45: Ja vor allem in einer Situation halt Völliges Verständnis, weil also wir sind ja auch Trauerbegleiter und wir arbeiten nicht mit Menschen in akuten Trauerphasen zusammen.
00:45:00: Also das checken wir.
00:45:01: natürlich gibt's die diesen Sagen ich kaufe schau mal in das Buch rein.
00:45:04: aber wir brauchen schon so einen gewissen Abstand.
00:45:06: Ja dass entweder jemand sagt Ich habe was erlebt was ich so nicht mehr erleben möchte deshalb kümmere ich mich darum Das zu machen Weil es darf anders werden bei mir oder meiner Familie.
00:45:18: Oder es ist der Abstand da, dass man es wirklich aus vollem Bewusstsein, aus der Bewusstheit hier und jetzt macht ohne das Ohne Diagnose im Raum steht.
00:45:28: Was nicht heißt, dass wir das jetzt nicht mit einer lieben Freundin die zwanzig ist gerade gemacht haben und das auch von Herzen.
00:45:33: aber das ist nicht der Ansatz eigentlich dieses Konzeptes weil das nicht dieses Präventive ist Und ich weiß jetzt nicht Ich hoffe ich habe dich dann nicht unterbrochen als ihr das gemacht habt dein Mann und du Da war ja schon Diagnose und so da.
00:45:48: Das heißt, es ging in Richtung... das war nicht so, hey komm lass uns das klären!
00:45:53: Wir sind beide gesund und fit sondern da war schon dieser Druck da wo man sich natürlich ganz andere Gedanken macht weil man da schon der Endlichkeit in gewisser Weise begegnet.
00:46:04: Und das versuchen wir vorne wegzunehmen.
00:46:06: dass wir halt sagen Hey beschäftige dich so früh wie möglich damit ohne dass du in so einer Situation bist um halt auch deinen Kopf frei zu kriegen
00:46:14: Das würde ich auf jeden Fall unterstreichen, beschäftige dich so früh wie möglich damit.
00:46:22: Und du hast vollkommen recht!
00:46:23: Wenn man dann schon betroffen ist, wird es natürlich umso schwerer.
00:46:28: und was sich jetzt an eurer Arbeit auch toll finde dass ihr ja auch in die Unternehmen geht und dort die Themen tut und trauert da auch mal ansprecht, also überhaupt mal ein Thema draus macht und dort zeigt wie man das respektvoll im Unternehmen diese Themen integrieren kann.
00:46:50: Wie ist denn eure Beobachtung?
00:46:52: Ich weiß es nicht ob ihr dann da nur punktuell reingeht in die Unternehmen oder immer mal wieder im gleichen Unternehmen auftaucht.
00:47:00: habt ihr denn das Gefühl dass dadurch des Arbeitsumfeld Ja, nicht tödlicher sondern menschlicher wird.
00:47:11: Also bei den Unternehmen die offen sind tut es das tatsächlich weil ich mein ein Employee Life-Seitel wenn man das jetzt mal so ganz nüchtern betrachtet der endet nicht mit der Rente da kann auch dazwischen Ende.
00:47:26: Wir haben Studien von ganz lieben Kollegen.
00:47:29: wir wissen ja jeder zehnte Person ist mindestens in dem Trauerprozess.
00:47:33: Das heißt wenn ich ein Unternehmen habe von hundert Mitarbeitenden Da hast du nach Parma-Fragen, Autounfall-, Krebserkrankungen, Familie, Kind verloren, Schwangerschaft, Riesenthema und so weiter.
00:47:45: Und wir sind gesellschaftlich immer noch sehr häufig nicht bei allen an dem Punkt das man sagt Wir müssen aber dieses Privat und dieses berufliche so trennen.
00:47:54: Du nimmst aber deine Emotionen Trauerverlust Das alles nimmste mit auf die Arbeit!
00:48:00: Und es hat eine unglaubliche Strahlkraft.
00:48:02: ohne jetzt soweit ins Detail zu gehen das Team auf deine Kolleginnen und Kollegen vielleicht auch Kunden.
00:48:09: Und so wie wir das im privaten Kontext merken, merken wir bei Unternehmen die sich damit beschäftigen dass natürlich der Umgang miteinander ein bisschen in Richtung Compassionate Leadership da schon einiges passiert weil Unternehmen können tatsächlich viel tun was nicht immer Geld kostet unbedingt.
00:48:29: sie können aber ganz viele Mitarbeitenden Benefits erarbeiten, wenn die sich mit dem Thema mal intensiv beschäftigen.
00:48:36: Und wir versuchen es nicht über eine Fingerzeigpolitik.
00:48:39: hier ist sowas wie so ne SOP, so ein Standard Operating Procedure Ding sondern auch das darf aus einem Gefühl und bisschen Emotionalität kommen ohne unternehmliches Interesse aus dem Fokus zu verlieren.
00:48:53: Die Herausforderungen, die wir haben sind Menschen wie ich nämlich Männer weil wir merken und da mache ich auch keine Klischeeschublade auf, sondern es ist so dass natürlich in vielen Führungspositionen eine gewisse Altersstruktur von Männern ist die in vielen fällen nicht alle aber in vielen Felden abgelehnt so einem Thema gegenüberstehen.
00:49:14: Weil die dann nämlich sagen sie beschäftigen sich mit ihrer eigenen Endlichkeit nicht, die gehen nicht zur Vorsorge, die denken sie klären Probleme mit Rotwein Und dann sagen die das hat in meinem Unternehmen aber nichts verloren Und das ist ein Challenge.
00:49:27: Das heißt, Yasmin ist ganz viel... Wir waren jetzt bei einem Führungskräfte-Training für Frauen.
00:49:32: Wir hatten jetzt wirklich die erste Männergruppe ohne Namen zu nennen.
00:49:35: Die haben sich aber mit Persönlichkeitsentwicklung und sowas beschäftigen.
00:49:38: Das war mega spannend!
00:49:40: Aber es sind noch zu wenige.
00:49:41: Ja?
00:49:41: Es ist eine Bereicherung natürlich.
00:49:43: Ist eine riesen Bereicherung wenn die Menschen da was machen.
00:49:45: Und es gibt so coole Möglichkeiten weißt du?
00:49:47: Du kannst willig angesprochen werden.
00:49:49: ja nein vielleicht du kannst über Teams so viele Sachen machen.
00:49:52: weiß sie weil Gott, da könnte man eine eigene Podcastfolge zumachen was im Unternehmen alles für Kürden sind.
00:50:00: Für Unsicherheiten und wie man das gut lösen kann.
00:50:04: Was ist ein gesellschaftliches Tabu nach wie vor?
00:50:06: Und wir alle sind konditioniert zu sagen der Tod gibt es nicht!
00:50:09: war bei mir nicht anders, der kommt irgendwann habe ich nichts mit zu tun ist mir egal.
00:50:13: So und so ist es bei Unternehmer natürlich auch die haben Tomaten auch den anderen.
00:50:17: teilweise gehen mit Scheuklappen durchs Leben.
00:50:20: aber wenn du die einmal weggenommen hast und das ist der Effekt wenn du auf einmal in so einem Team bist und diese Scheuchlappen wegnimmst dass du krass menschlich dich verbindest und das total teamstärkend is und weil du auch merkst gar nicht so schwierig ist wie viele immer klauben sich zu begegnen wir sind halt anders konditioniert.
00:50:39: das ist ein bisschen training aber grundprinzipiell ist der umgang miteinander eigentlich relativ simpel.
00:50:44: nur wir machen da so einen riesen ding draus.
00:50:46: also es gibt unglaublich viele effekte wenn du dich dann raus
00:50:50: und es stärkt auch die verbundenheit zwischen.
00:50:54: Kulturen, Hinterkunde und so weiter.
00:50:56: Wir reden dann über Trauersprachenmodelle.
00:50:57: Warum trauern Menschen anders?
00:50:59: Wie sieht Trauerschsprache aus?
00:51:01: Warum reagiert eine dreißigjährige Frau aus der Türkei anders als ein sechzigjähriger Mann aus Italien um so ein bisschen Bewusstsein zu schaffen und mal querzudenken und zu sagen okay dass wir rauskommen aus dieser Wertung du trauerst, du traurst falsch Hast du vielleicht auch schon.
00:51:22: Das haben bestimmt die Hörerinnen und Hörern teilweise gehört, wenn sie in der Trauergruppe waren oder... Du hast das jetzt ... Wenn du jetzt nicht das machst dann trauerst du nicht richtig?
00:51:30: Oder jetzt ist doch mal gut!
00:51:31: Die Zeit,
00:51:32: ne?!
00:51:32: Also da gibt es ja so viele Punkte.
00:51:34: Das ist ja Wahnsinn.
00:51:36: Ja, das ist ja auch meine Mission.
00:51:38: Dass jeder Trauer so wie's für ihn passt genau.
00:51:44: Und deshalb ist eure Arbeit ja so So wichtig das anzuerkennen, dass es da nicht eine richtige Trauern gibt.
00:51:53: Sondern die Trauer ist so individuell wie die Menschen individuell
00:51:59: sind.
00:52:00: Also wir sind halt in dem Sinne nicht typische Trauerbegleiter.
00:52:02: Die Trauerschulen, sondern wir schulen Endlichkeit nach wie vor.
00:52:06: Trauer is eine Säule davon.
00:52:07: Trauers ein ganz wichtige Grundlage zu verstehen was Endlichkeiten erzeugen weil sie Erzeugendrauer aber sich hier auch Viel Selbstermächtigung, viel Selbstklarheit zu bekommen über Endlichkeit.
00:52:20: Das ist das was davor geht und da ist Trauer natürlich ein wichtiger Teil davon.
00:52:24: aber traurig wird es bei uns nicht, was viele immer denken.
00:52:27: Oh Gott, danach sind alle Führungskräfte traurige und dann kommen die zwei Tage nicht zur Arbeit.
00:52:32: Meistens
00:52:33: finde ich
00:52:33: lustig weil Yasmin hat so viele Witze vorbereitet und so.
00:52:37: ne also das wird... Ach nee, das war ich!
00:52:39: Also es wird immer lustig Wir haben schon Spaß.
00:52:42: Also, das ist schon... Man darf ein ernstes Thema auch humorvoll mit der nötigen Tiefe begleiten um einfach die Menschen abzuholen.
00:52:53: Ohne Tiefen keine Höhen und wenn man mal hinschaut was einem Sorge macht oder es einem Angst macht und das wird einem ja bestimmt auch begegnen Wenn man sich mit der eigenen Endlichkeit beschäftigt.
00:53:05: dann wie wir ja am Anfang gesagt haben können wir das eigene Leben ganz anders wahrnehmen und erleben.
00:53:13: Ich habe mir jetzt hier in dem Gespräch mit euch beiden so ein paar Notizen nebenbei gemacht, was ich aus dem so spannenden Gespräch bei euch beiden für mich mitnehme werde.
00:53:25: auf jeden Fall und auch nochmal erinnern möchte die Hörerinnen und Hörern beschäftige dich so früh wie möglich mit deiner eigenen Endlichkeit.
00:53:35: Du darfst für neues Vokabular nutzen, dass ihr beiden ja schon so schön vorgegeben habt beispielsweise statt Bestattungsverfügung mein kleines Erbe.
00:53:45: Ja klar fühle ich mich da ganz anders wenn ich das liegen habe.
00:53:49: wir wollen endlich leben also eben endlich leben.
00:53:55: Das finde ich schön, also darf ich mich auch in Zukunft jetzt öfter dann erinnern und wir dürfen statt Vorsorge sagen es ist Fürsorge für Sorge für mich und für die die bleiben.
00:54:09: Und Jasmin du hast das auch so schön formuliert der Tod is ein Achtsamkeitslehrer.
00:54:14: wenn mit ihm vor Augen haben Dann zeigt er uns eigentlich was wirklich wirklich wichtig ist und was wirklich wichtig für euch in eurem Leben ist, habe ich jetzt für mich so erkannt ist dieser Schatz an Verbundenheit der auf jede und jeden von uns wartet.
00:54:37: Mögt ihr da noch etwas ergänzen?
00:54:45: Ja, dann bedanke ich mich ganz herzlich für euren Besuch.
00:54:48: Für die Premiere hier zu dritten Podcast zu bestreiten.
00:54:52: und dann komme ich heute zum Ende und ich freue mich wenn du noch hier zuhörst oder auf YouTube zuschaust nächste Woche im Podcast wieder dabei bist.
00:55:02: bis dahin herzliche und bewegte Grüße Deine Tanja und Jasmin!
00:55:08: Dein Sebastian.
00:55:09: Wenn dir mein Podcast gefallen hat, und er hilft euch für dich war dann das gerne eine Bewertung oder einen Kommentar da.
00:55:15: damit hilfst du mir weil ich dann bei so von Du Dir mehr wünscht.
00:55:18: aber vor allem hilfso anderen Trauerenden die sich auch Orientierung in ihrer Trauer wünschten.
00:55:24: wenn du mehr über mich um meine Arbeit wissen möchtest, dann findest du alle Informationen auf meiner Webseite www.doktor-tania-fister.de und da kannst du dich auch für meinen wöchentlichen Newsletter eintragen.
00:55:38: und natürlich das haben wir jetzt vorhin im Gespräch nicht gesagt werde ich alle Informationen zu Callers of Death und zu Yasmin und Sebastian auch hier unten in den Show Notes verlinken.
00:55:52: Und wahrscheinlich, ich bin mir ziemlich sicher findet man euch genauso wie mich auf den sozialen Medien bei Instagram Facebook und LinkedIn.