bewegt trauern. bewusst sein. Der Trauerpodcast.

bewegt trauern. bewusst sein. Der Trauerpodcast.

Transkript

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00:00:00: Für die heutige Folge darfst du dir ein bisschen Zeit nehmen.

00:00:04: Diese Folge dauert ein bisschen länger und vielleicht führt sie dich auch in das Thema hinein, dass einen großen Anteil in dem Gespräch hat er sich heute für die Ruhe Trauer-und-Ruhe.

00:00:19: es geht auch um Trauer und Scham wie die beiden zusammenhängen.

00:00:24: Es

00:00:25: geht um Schockstarre im Zusammenhang von Trauer in der Kindheit und wie wir, wenn wir abwachsen sind unser Nervensystem nutzen können um uns selbst in der Trauer zu unterstützen.

00:00:52: Hallo und herzlich willkommen bei Bewegtrauern-Bewusstsein für alle die in der traur feststecken mehr über Trauer und Trauren erfahren wollen die wieder ein erfülltes Leben mit ihrer Trauer führen möchten.

00:01:04: Ich bin Dr.

00:01:05: Tanja Pfister, selbst Witwe und Weise und ich begleite trauende durch meinen neuen körperbasierten Weg.

00:01:11: Schön

00:01:12: dass du

00:01:13: da bist!

00:01:14: Heute ist Theresa Ackermann bei mir zu Gast.

00:01:17: weniger müssen mehr

00:01:20: Mensch

00:01:20: sein das steht auf Ihrer Webseite ganz oben.

00:01:24: Theresa ist Wirtschaftsingenieurin, ehemalige Unternehmensberaterin und war lange Jahre im Automobilkonzern tätig.

00:01:32: Heute ist sie Trainerin für emotionale Intelligenz, Nervensystem-Coach und sie begleitet Teams in Kultur Veränderungsprozessen Und sie ist Tänzerin und daher rührt auch eine unserer Verbindungen.

00:01:47: Da werden wir sicher noch drauf zu sprechen kommen.

00:01:51: Herzlich willkommen, Theresa!

00:01:53: Vielen lieben Dank, Tanja.

00:01:54: Teresa ich starte gleich mit der ersten Frage Was bedeutet es das fünfte von sechs Kindern zu sein?

00:02:02: Spannende Frage Vor allem, also vielleicht für die Zuhörer.

00:02:06: Ich bin das Fünfte von sechs Kindern und gleichzeitig aber im Patchwork.

00:02:11: Also das heißt ich habe zwei ältere richtige Geschwister, zwei älter Stiefgeschwister und dann einen jüngeren Heilbruder.

00:02:19: Ich war bei meinem Vater aufgewachsen und dementsprechend diese Kombination dass wir wirklich alle in einem Haushalt groß geworden sind zumindest mal ab meinem siebten Lebensjahr.

00:02:28: Und für mich war es echt eine Herausforderung weil mich eigentlich in dieser Konstellation oft selber verloren habe, weil ich mit meiner Stiefschwester insbesondere Klasse war, also wir waren ungefähr ein Alter, sie fünf Monate älter.

00:02:47: Also etwas älther als ich und dadurch waren wir halt extrem gut vergleichbar und ich hatte halt oft dieses Bild von mir das sich nicht gut genug bin dass ich nicht intelligent genug bin, dass ich schlechtere Noten als sie schreibe usw.

00:03:02: Und bin tatsächlich obwohl ich in Abi von eins Komma Sieben gemacht habe was ja wirklich ein super Abi ist mit dem Selbstbild aus der Schulzeit rausgegangen dass ich eigentlich dumm bin weiter und sofort.

00:03:13: Und ja, ich würde sagen das hat viel auch mit dieser Konstellation zu tun gehabt.

00:03:18: Ja also ich habe deshalb gefragt weil ich bin die älteste da ist man einfach in einer anderen Rolle und so wie ich dich jetzt verstanden hab es kann dann schon sein dass man in so einer großen Familie gerade wenn man dann vergleichen wird auch mit der Schwester dass man eigentlich so die eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr so spürt.

00:03:43: Also führt es dann dazu, dass man die Verbindung zu sich selbst auch ein bisschen verliert?

00:03:48: Würdest du das so beschreiben?

00:03:49: Das würde ich ganz genau so beschreiten.

00:03:51: Ich weiß nicht genau ob's jetzt nur an den Geschwistern liegt.

00:03:54: Es hat sicherlich auch mit vielen anderen Faktoren zu tun aber ich habe halt früh in meiner Kindheit gelernt ich halt eher funktionieren muss, wenn nicht mal meine eigenen Bedürfnisse kommuniziert habe.

00:04:06: und mir ist das witzigerweise.

00:04:07: Ich war kürzlich noch mein so Patchwork-Familienurlaub und selbst da ist mir das wieder aufgefallen dass meine Stiefmutter das heute auch manchmal macht.

00:04:15: also da hab' ich irgendwie diese Idee ausgesprochen ich könnte irgendwann ja mal ein Buch schreiben und das könnte vielleicht.

00:04:20: wir waren im Wallop auf Norderney und dann dachte ich, ich könnte ja einfach drei Monate auf Nordernay verbringen und dort meinen Buch schreiben.

00:04:26: dann sagt sie zu mir ne Theresa?

00:04:28: Das geht nicht weil da gibt's keine Lektoren!

00:04:30: Dann dachte

00:04:30: ich so,

00:04:31: also ich habe es in dem Moment auch gar nicht kapiert und hab gedacht sie hat recht.

00:04:34: Und dann hinterher dachte ich erst das stimmt überhaupt nicht, dass du heutzutage noch ein Lektor vor Ort brauchst.

00:04:40: Also solche Dinge habe ich halt oft nicht nur von meinen Geschwistern sondern auch irgendwie von meinen Eltern erlebt, was ich gesagt habe wie so weggefischt wurde.

00:04:51: Und als Kind passiert es ja dann oft, wenn so was oft weggewischt wird, dass du irgendwann deine eigene Wahrnehmung infrage stellst.

00:04:59: Also du stellst nicht die Frage der Eltern infrage, sondern du stellts dir eine eigene Wahrnehmungen infrage weil jetzt aus Bindungstraumersicht... Es für dich als Kind ja überlebenswichtig ist, dass du quasi die Verbindung zu den Eltern nicht verlierst.

00:05:17: Und da habe ich sicherlich meine Bedürfnisse oft hinterfragt und dachte, dass sie halt nicht so wichtig sind oder falsch sind usw.

00:05:25: Also ich bin da sicherlich mit vielen Schamthemen rausgekommen.

00:05:28: Das ist wirklich total spannend wie Menschen.

00:05:32: Ich gehe jetzt mal davon aus, dass deine Stiefmutter selbst noch nie ein Buch geschrieben hat.

00:05:37: oder hat sich schon weit ins geschrieben?

00:05:40: Nee, hat sie nicht.

00:05:40: Ne eben!

00:05:41: Meine Mutter aber meine Stiefmutter nicht.

00:05:44: Also ich habe ja zum Beispiel meinem Buch geschrieben komplett und dann bin ich erst zum Verlag gegangen da war es schon komplett fertig.

00:05:53: und das heißt auch immer man soll immer zuerst nur ein Exzerpt dahin schicken.

00:06:01: Ich wusste aber beispielsweise bei mir, ich möchte mir diesen Druck nicht antun.

00:06:06: Dass sich dann liefern muss mit den beiden Kindern hier.

00:06:09: Sondern ich möchte das Buch in meinem Tempo schreiben und die Lektorin, die kam bei mir erst ganz am Schluss als das Buch längst fertig war.

00:06:18: Deshalb hätte ich mir die Frage gar nie gestellt um das Thema soll es ja gar nicht gehen.

00:06:22: Aber es ist schon wirklich spannend dass uns diese alten Muster aus der Kindheit dann doch begleiten.

00:06:30: Und wenn du da jetzt heute als Nervensystem-Coach nochmal draufschaust, weil das ist ja eines deiner Spezialgebiete und noch mal – weil du hast uns gerade geschildert mit deiner Schwester.

00:06:46: Welchen Einfluss hat denn diese Art von Vergleichen

00:06:49: auf

00:06:50: unser Nervensystem?

00:06:51: Also erstmal ist ja immer die große Frage, was ich ganz wichtig finde.

00:06:55: Ist der Vergleich wirklich von außen gekommen oder habe ich das nicht auch gemacht?

00:06:59: also einen Teil davon hab sicherlich auch als Kind gemacht aber irgendwo auch weil es mir vorgelebt worden ist.

00:07:04: Aber ich glaube schon auch immer dass ein Teil der Wahrnehmung unserer Kindheit auch nur unsere Wahrneemungsfilter sind.

00:07:11: Das find' ich immer mega wichtig Weil ich hab auch ein paar Sachen in meiner durch die Aufwand meiner Kindheit herausgefunden, die ich als Kind ganz anders wahrgenommen habe.

00:07:20: Weil mir auch zum Beispiel Informationen gefehlt haben wo ich mir einen Teil der Geschichte hin zugedacht habe was gar nicht stimmt und dadurch war ich dann vielleicht auch in einer Geschichte die gar nicht stimmte.

00:07:31: also das finde ich immer ganz ganz wichtig.

00:07:34: so jetzt noch mal zurück zu deiner Ursprungsfrage.

00:07:36: also formuliert ihn nochmal genau

00:07:39: welchen Einfluss dieses vergleichen auf unser Nervensystem

00:07:43: hat.

00:07:45: Also was in meiner Wahrnehmung passiert und ich beschäftige mich gerade viel mit dem Thema Bindungs- und Entwicklungstrauma ist halt, was ich eben schon mal gesagt habe.

00:07:56: Wir priorisieren als Kinder wirklich diese Bindung zu unseren Eltern und wir schauen halt, dass wir da Strategien entwickeln.

00:08:05: Und dieses Vergleichen ist im Prinzip ja schon eine Strategie.

00:08:08: Dieses oh Gott ich muss mich irgendwie vergleichen und ich muss in diesem Vergleich gut abschneiden.

00:08:13: Es ist auch schon eine Strategie die sich auch im Nervensystem manifestiert.

00:08:19: das heißt... Ich habe vielleicht auch heute noch die Tendenz und ich würde sagen, ich war ja eine Zeit lang mal auf Instagram.

00:08:24: Jetzt bin ich nicht mehr mit meiner Selbstständigkeit dort.

00:08:27: Das war schon auch ein Ding was sich da weitergelebt hat das heißt diese ganzen Muster, die wir in der Kindheit entwickeln.

00:08:33: Und bei mir war es einmal vergleichen aber auch dieses anpassen People-Pleasing zu schauen Was sind die Bedürfnisse aller anderen?

00:08:39: Also jetzt mal um ein paar mehr Beispiele zu nennen Nicht nur das Vergleichen Das sind alles Strategien, die ich in meiner Kindheit entwickelt hab Um die Bindung zu meinen Eltern nichts zu verlieren Und die mache ich im Prinzip, wenn mir das nicht bewusst bin dann als Erwachsene immer noch so weiter.

00:08:57: Meine Beobachtung ist heute dass sich immer mehr da rauskomme.

00:09:01: je mehr mein System beim Stress-Modus ist umso leichter gelange ich auch wieder in die alten Muster rein weil sie sind einfach alt bewährt.

00:09:10: Da sagt der Nervensystem halt also am Ende hey das hat meinen Leben lang funktioniert.

00:09:15: warum soll es nicht heute wieder funktionieren?

00:09:19: Da ist an Anstrengung den anderen Weg zu gehen, aber wichtig ist halt dass es uns bewusst ist.

00:09:23: Moment mal ich gehe wieder hier auf die auf der alten Wege.

00:09:27: Jetzt hast du uns ja schon einiges erzählt zu deinem Aufwachsen.

00:09:31: deine Eltern haben sich getrennt also sechs Jahre alt warst und genau Ich spreche immer davon das wir immer dann trauern wenn wir etwas uns lieb gewonnenes verlieren.

00:09:44: Kannst du dich denn noch an diese Zeit erinnern, als du dein Elternhaus also so wie du es eben bis dahin gekannt hast verloren hast.

00:09:54: Gab's da eine Trauer schon in dem Alter und wie sah die

00:09:58: aus?

00:09:59: Also ich glaube ich habe die Trauer damals nicht wahrgenommen.

00:10:02: Zumindest man vergisst ja auch viel gerade mit sechs Jahren.

00:10:06: Ich glaube ich war eher in so einer Schockstache weil einfach meine Eltern Ich habe das nicht damit gar nicht gerechnet.

00:10:15: Also als Kind gibt es ja so, dass man vielleicht vorher schon mal merkt, dass die Eltern sich ständig streiten und so weiter und sofort.

00:10:21: aber das hab ich alles nicht wahrgenommen.

00:10:22: also ich hatte nicht das Gefühl, dass da irgendwas nicht passen könnte.

00:10:25: Ich war ein bisschen wie aus meinem heile Weltleben irgendwie plötzlich rausgestoßen.

00:10:33: Die Herausforderung ist ja, mit einem sechsjährigen bespricht man auch viele Dinge nicht.

00:10:37: Das heißt was bei mir so angekommen es ist okay die besprechen mit mir ganz viel nicht die erzählen mir alle nicht wie's ihnen geht wie sie sich fühlen die fragen mich aber auch nicht wie ich mich eigentlich fühle.

00:10:47: also hatte ich das Gefühl ok dass hat hier alles gar keinen Platz Ich muss das alles irgendwie weg organisieren.

00:10:53: Also meine vielleicht Fragen meiner Ängste Meine Traurigkeit Meine Wut meine Was weiß ich?

00:10:58: Ich hatte halt irgendwie das Gefühl das muss ich alles wegorganisieren und ich habe das alles in weg organisiert und am Ende würde ich sagen, ist das am Ende.

00:11:06: Weil um das alles weg zu organisieren braucht man ja wahnsinnig viel Energie.

00:11:10: also der Körper braucht ja wahnsinnig viel energie um es alles irgendwie zu unterdrücken.

00:11:17: und dadurch bin ich in so eine Schockstache gefallen weil diese Schockstarre einfach dann auch sichergestellt hat dass ich mich weiter im griff halten konnte weil auf einer anderen Ebene habe ich natürlich funktioniert und bin jeden tag weiter schön in die schule gegangen geguckt, dass ich keine Ahnung mit sechs Jahren die Zahlen lerne und das Alphabet lerne.

00:11:37: Und so weiter und sofort.

00:11:39: Ja also eigentlich wie bei Erwachsenen auch da kommen ja ganz viele in eine Schockstarre und parallel dazu in diesen Funktionsmodus um die Gefühle nicht zu spüren.

00:11:49: So wie du das beschreibst, so ähnlich war es ja bei mir auch dieses Gefühl als Kind.

00:11:53: für meine Trauer ist hier kein Platz.

00:11:55: Meine Trauer Und ich muss das irgendwie alleine mit mir ausmachen.

00:12:03: Die anderen, die sehen das gar nicht oder es existiert eigentlich gar nicht für die Anderen.

00:12:08: Ja genau und ich habe auch nicht mitbekommen wie meine Geschwisterdarm.

00:12:12: also so richtig bewusst kann ich nicht sagen wie meine geschwister damit eigentlich umgegangen sind.

00:12:15: oder auch meine Eltern dass die mal gesagt haben weil ich bin jetzt gerade eigentlich überfordert und traurig oder so das hab ich auch nie gehört.

00:12:22: die haben einfach auch uns Kindern gegenüber und ich glaube das ist aus was als Eltern ganz oft machen einfach weiter funktioniert in der Entscheidung, die sie getroffen haben.

00:12:31: Und dadurch kam natürlich bei mir auch die Botschaft an, oh ich muss

00:12:34: funktionieren.".

00:12:35: Klar es gibt sicherlich auch Kinder, die da rebellisch drauf reagieren und dann anfangen zu rebelieren aber das war nicht der Weg den irgendwie... Ich bei meiner Familie also jetzt nicht nur bei mir sondern auch jetzt bei meinen Geschwistern habe ich das nicht beobachtet.

00:12:48: Ja und dann sind ja deine Eltern vor über zwanzig bzw.

00:12:52: fünfzehn Jahren schon beide gestorben.

00:12:56: und du sagst, nach dem Verlust deiner Mutter hast du angefangen dein Leben zu hinterfragen.

00:13:04: Ich genau sah das aus Theresa.

00:13:06: Also vielleicht erst mal für die Zuhöhreise mein Vater ist gestorban als ich neunzehn war und ich bin ja wie gesagt bei meinem Vater aufgewachsen und meine Mutter ist dann gestorgen als ich siebenzwanzig war und jetzt heute zweiundvierzig.

00:13:19: Genau Und ich sage eigentlich immer, nach dem Tod meines Vaters habe ich angefangen zu reden.

00:13:27: Nach dem Tod meiner Mutter hab' ich angefangt zu fühlen.

00:13:29: Was schon mal total gut war, nachdem Tod des Vaters meines vaters war... Ich hatte nie geredet!

00:13:33: Ich hatte ja nie gesagt wie es mir geht welche Fragen ich habe und tatsächlich würde ich sagen nach dem Tot meines Vater sehr viel auch mit meiner Stiefmutter aufgearbeiteten, indem wir über Dinge gesprochen haben wo ich vielleicht mit neunzehn oder zwanzig Jahren dann vielleicht auch bereit zu war, was man mir mit sechs Jahren vielleicht auch noch nicht erzählen wollte oder mit sieben.

00:13:53: Das heißt da habe ich viele Dinge auch erfahren die ich so noch nicht wusste und das hat mir sicherlich damals auch schon irgendwie so diese ersten Schubsa in die Richtung gegeben dass sich mehr dinge hinterfragt habe Und es gab einen Schlüsselmoment, würde ich sagen.

00:14:09: Und zwar hat meine Stiefmutter mal zu mir gesagt in dieser Verarbeitung des Todes meines Vaters – wo meine Mutter noch gelebt hat – dass mein Vater immer überlegt hatte ob er nicht mit mir einmal zu einer Kindertherapultin geht und das war für mich wie so eine Erlaubnis.

00:14:26: Ich darf also mir Hilfe holen!

00:14:28: Also wenn mein Vater schon diese Ideen hat, dass sich zu einer Kinder dann darf ich also mir Hilfe holen.

00:14:34: Dazu muss man jetzt sagen, eigentlich von innen hatte ich nicht gar nicht das Gefühl, dass ich jetzt wahnsinnig viel Hilfe brauche.

00:14:41: Weil auf einer anderen Ebene habe ich ja total funktioniert mein Studium schnell durchgezogen, hab dann eine Unternehmensberatung angefangen war da auch erfolgreich und so weiter und sofort.

00:14:50: also auf einer andere Ebene kann man ja jetzt gar nicht sagen, wofür brauchte sie denn überhaupt ne Therapie?

00:14:55: Aber überhaupt dieser Samen war in mir gepflanzt.

00:14:58: Ich könnte mir Hilfe holen weil Ich immer wusste, meine Mutter hatte Suizidversuche in meiner Kindheit.

00:15:06: Und da dachte ich halt irgendwie schon immer ja irgendwie wäre es vielleicht ganz gut da mal hinzuschauen so oder was schon immer ist vielleicht falsch aber ich habe schon irgendwie nach dem Tod meines Vaters gedacht das wäre vielleicht schon gut wenn ich irgendwann mal dass aufarbeite.

00:15:18: und dann ist meine mutter gestorben als ich sieben zwanzig war und die hat tatsächlich Suizide begangen.

00:15:24: also sie genau im Juli merke auch jetzt, dass meine Stimme ein bisschen brüchiger wird.

00:15:31: Also das da einfach gleich wieder so eine Scham, obwohl ich das schon sehr verarbeitet habe aber so ein bisschen ist doch immer wieder gleich ne Scham und merke aber auch immer... Das ist das was ich heute mache!

00:15:42: Ich spreche es an und direkt ändert sich wieder etwas und merken meine Stimmen sind wieder da.

00:15:52: dass der Scham bei dir kommt.

00:15:54: Wieso?

00:15:55: Bei mir kommt die Scham, also die war natürlich in meiner Kindheit schon da.

00:15:59: Also im Sinne von mich für meine Mutter schämen.

00:16:01: was habe ich für eine Mutter?

00:16:03: auch so Sachen wie der Apfels halt nicht weit vom Stamm Gedanken kenne ich von mir sehr gut.

00:16:09: So auch eine Latente Angst vielleicht manchmal, die ich gehabt hab als Kind als Jugendliche.

00:16:14: heute habe ich sie gar nicht mehr aber als Jugendlicher habe ich auch manchmal gedacht ob ich wohl auch depressiv werden könnte.

00:16:20: Also solche Ängste und schon eine Scham, weil das natürlich in der Gesellschaft auch als Markel gesehen wird oder so.

00:16:28: Die Mutter hat sich umgebracht

00:16:29: usw.,

00:16:31: wenn man das mal mitbekommen hat in einer Gesellschaft jetzt vor meiner Mutter, das wurde ja schon immer ein bisschen tuschelig drüber geredet.

00:16:40: Und dadurch krebs ich natürlich als Kind auch immer diese Botschaft gekriegt.

00:16:46: Irgendwie ist da was mir falsch, wenn meine Mutter sich umbringt Weil Scham ist ja grundsätzlich dieses Gefühl von ich bin falsch.

00:16:53: Eben, deshalb habe ich jetzt auch gerade nachgefragt weil das ist ja glaube ich auch immer super wichtig zu verstehen.

00:17:02: Gerade wenn wir so einen Fall in der Familie haben von Suizid geht ja die andere Person es eine eigenständige Person und ich bin ich wieso soll ich für das Verhalten der anderen Personen Schämen?

00:17:16: und das ist schon wirklich interessant.

00:17:18: Also vielen Dank für deine Offenheit hier, Theresa an der Stelle, dass wir da eben so vermuten von außen liegen.

00:17:25: Da liegt dann Markel vor aber vielleicht hast du es auch geschildert?

00:17:30: Du hast es tatsächlich so erlebt auch, dass getuschelt wurde Und das sind natürlich solche tiefen Erfahrungen die nimmt man mit und bleiben dann Wobei ich es persönlich immer ganz wichtig finde für die Trauernden.

00:17:47: Es halt auch zu sehen, da ist ein eigenständiger Mensch und die Person entscheidet für sich.

00:17:53: Weil ja... Ich habe mich jetzt entschieden am gelben Pullover anzuziehen!

00:17:59: Du hast dich für'n blaues

00:18:02: Schört

00:18:03: entschieden Und ich hoffe du schämst sie nicht für mich weil ich einen gelbes Schört anhabe.

00:18:07: Weil das ist ja meine Entscheidung wie ich mich... wie ich mich kleide.

00:18:12: Und ich glaube, das kann vielleicht in der Trauer, wenn es eben Suizid in der Familie gibt oder auch im Freundeskreis sich daran immer noch mal zu erinnern.

00:18:20: Das sind eigenständige Personen?

00:18:23: Absolut!

00:18:23: Also es sind eigenständige Personen und trotzdem kicken da natürlich genau wo du mich am Anfang nachgefragt hast die alten Nervensysteme-Muster rein und das ist natürlich auch ein altes Nerven System Muster von mir.

00:18:36: so dieses Oh Gott wenn irgendeiner in meiner Familie, weil wir ja auch eine gewisse Identifikation oft mit unseren Eltern haben und dadurch durch diese Identifikations die wir mit unseren Eltern haben kommt dann natürlich auch auf dieses Oh Gott.

00:18:50: Wenn die so sind was ist denn mit mir?

00:18:54: Genau!

00:18:55: Aber deine ursprüngliche Frage war... Wir haben jetzt ein bisschen ausgeholt aber deine Ursprünglich habe sie mir gemerkt.

00:19:05: dass ich quasi mit dem Tod meiner Mutter dann mein Leben verändert habe oder diese Entscheidung getroffen habe.

00:19:12: Und wo ich auch, also was ich noch genau weiß ist das ich wirklich an dem Tag des Todes meiner Mutter gesagt hab so und jetzt schaue ich hin Weil ich hatte schon während meinem Studium immer mal gedacht, naja, ich könnte ja so was machen.

00:19:27: Aber ich war ein bisschen gehemmt weil ich erstmal nicht so genau wusste wo soll ich überhaupt hingehen?

00:19:31: Also es gibt ja auch so viel Angebot und dann gibts bei den Therapeuten ja so viele Namen.

00:19:36: Ich hab das alles nicht verstanden.

00:19:37: Was ist jetzt eigentlich eine Verhaltenstherapie?

00:19:40: Inzwischen ist es noch komplizierter geworden Weiß ich ja auch immer wieder neue Therapiemethoden entwickeln aber ich habe da immer nicht gewusst wohin.

00:19:48: Und dann hab' ich immer gedacht Naja, jetzt hab'n kein Geld.

00:19:50: Und dann war ich eine Unternehmensberatung, da habe ich mir gesagt, naja jetzt hab' ich keine Zeit.

00:19:55: Und nach dem Tod meiner Mutter habe ich gesagt so und jetzt nehme ich mehr die Zeit.

00:20:00: Krasserweise habe ich wirklich auch... einen Tag vor der Beerdigung meiner Mutter ein neues Jobangebot bekommen, sodass ich dann auch wirklich... also das war halt dann vielleicht auch Divine Timing an dem Moment.

00:20:14: Sodass ich da halt wirklich wieder mehr Zeit hatte weil ich aus der Unternehmensberatung rausgegangen bin und dadurch auch wieder einen Job mit weniger Reisen oder gar nicht mehr Reisen und geregelteren Zeiten usw.

00:20:28: Genau.

00:20:29: Und diese Entscheidung habe ich getroffen und ich glaube, dass sich dann wirklich mein Leben so verändert hat und das ist dann erst Schritt für Schritt einfach durch die ganzen Reflexionen, die ich dann gemacht habe entstanden.

00:20:40: Das war noch nicht in dem Moment.

00:20:42: Es war eher die Entscheidung, ich arbeite jetzt meine Kindheit auf, die Ich damals getroffen habe.

00:20:48: Ja.

00:20:48: Ist interessant, dass so ein Verlustes- und Startschuss sein kann zum einen?

00:20:52: endlich zu reden und zum anderen, so sagen jetzt schaue ich wirklich mal genau hin.

00:20:57: Was ist denn da so in mir?

00:20:59: Ja was ich auch spannend finde, dass du ja einen sicheren Job hattest im Automobilkonzern und dann verlierst du erst deinen Vater, dann die Mutter.

00:21:11: Da bricht er schon ein bisschen Sicherheit weg oder die Generation so vor uns ist ja dann ist er dann weg.

00:21:20: Da bricht also zuerst mal die Stabilität in der Familie weg, dieses Wissen.

00:21:25: Ich bin ja immer noch das Kind meiner Eltern zu einem... ich bin jetzt allein ohne Eltern und damit muss man erstmal klarkommen.

00:21:34: Und dann bringst du kurz drauf sozusagen noch mehr Unsicherheit in dein Leben nachdem du dich nach fünfzehn Jahren im Konzern selbstständig gemacht hast?

00:21:46: Wie kam es dazu?

00:21:48: Witzigerweise, als ich noch in der Unternehmensberatung war.

00:21:52: Da habe ich auch mal so mitbekommen dass sich andere selbstständig machen und dann habe ich immer gedacht Ich mache mich nie selbständig und habe immer gedacht So selbst und ständig Und dann muss man irgendwie nur noch arbeiten und so weiter und sofort und hab damals ja schon in einer Unternehemsberatungen gespürt dass wenn der Fokus in meinem Leben nur auf arbeiten liegt, dass das irgendwie für mich nicht der Weg sein kann.

00:22:16: Das habe ich damals gespürt und dann habe ich diese ganze Arbeit gemacht wo wir ja auch noch zukommen.

00:22:22: Ich habe ganz viel getanzt, ich hab tatsächlich das ist ja echt ein bisschen verrückt, nie eine klassische Therapie gemacht und jetzt bin ich in einer therapeutischen Ausbildung, wo ich auch Therapiesetzungen haben will aber es sind die allerersten in meinem Leben jetzt mit zweiundvierzig dass ich klassische Therapiesetzung habe weil ich wirklich vorher viele viele andere Wege gegangen bin.

00:22:38: verschiedene Workshops aber vor allem tanzen.

00:22:40: Tanzen war ja mein totaler Weg und dadurch hat sich halt immer mehr in mir verändert.

00:22:45: also einerseits habe ich ja auch ne etwas andere Ausbildungen als du gemacht hast aber auch ne conscious movement aus Bildung gemacht.

00:22:51: Und dadurch kam ja schon mal so diese grundsätzliche Idee, euch will das gerne weitergeben und witzigerweise haben wir bei der sogar dieselbe Coaching Ausbildung gemacht zwar in anderen Jahrgängen.

00:23:04: dann habe ich noch eine Coaching-Ausbildung gemacht und ich würde sagen in mir ist und es hat auch wieder viel mit dem Nervensystem zu tun weil wenn man mit des Nerven System regulieren Das ist ja mein Fachgebiet.

00:23:16: Mein Währs-Nervensystem regulieren und das Nervenssystem wird im Prinzip disreguliert, einerseits durch Trauma, durch chronischen Stress und durch ungefühlte Gefühle.

00:23:26: Und ich würde sagen, chronischer Stress war immer noch mein Leben.

00:23:29: aber Trauma und ungefüllte Gefüle hatte ich halt schon sehr stark irgendwann durchgefühlt und dadurch hat sich in meinem Nervensystem immer mehr diese innere Sicherheit gebildet.

00:23:42: Und irgendwann war dieser Punkt, wo ich dann das auch total gespürt habe.

00:23:47: Dass ich jetzt gerne ziemlich selbstständig machen würde und gleichzeitig hab' ich irgendwie auch so klare Botschaften vom Leben bekommen.

00:23:56: also... Ich habe einen Kooperationspartner, du hast ja gesagt am Anfang, dass ich Tredex für Emotionale Intelligenz gebe.

00:24:04: Und ich hab einen Kooperationspartner und die hatten irgendwie schon mal zu mir gesagt, ja, Therysas könnte vielleicht irgendwann mal eine Möglichkeit sein, dass du bei uns auch als Trainerin einsteigst?

00:24:14: Und dann hatten sie das mal irgendwann angesprochen und dann aber nie wieder davon gesprochen.

00:24:18: Dann habe ich schon gedacht, ach, vielleicht haben die auch kein Interesse mehr!

00:24:21: Und dann war es aber bei denen in einem Seminar... Und an dem einen Tag, es hat geregnet.

00:24:28: Sonst wäre ich spazieren gegangen aber es hat geregnet!

00:24:31: Dann dachte ich mir auch, ich gehe mal schön früh um meine Rechnung zu bezahlen weil ist ja immer gerne eine lange Schlange.

00:24:37: wenn man am Seminarende dann irgendwie... So dann war da keine Schlange.

00:24:41: das heißt ich habe sofort bezahlen können.

00:24:43: so dann war ich fertig und bin super früh in den Raum gegangen irgendwie noch was Geschäftliches geredet und dann habe ich gesagt, oh ihr redet noch irgendwas Geschäftliches soll ich wieder gehen.

00:24:55: Und dann sagen die zwei zu mir, nee Theresa bei dir haben wir eh das Gefühl du bist schon Teil des Teams?

00:25:00: Und dann dachte ich so wie crazy dass es jetzt passiert ist weil sich das hat so geführt an Gefühl, dass dieses Gespräch jetzt so entstehen sollte.

00:25:09: Ich könnte dazu noch mehr Geschichten erzählen also so Geschichten wo ich einfach das Gefühl hatte, dass mir das Leben wirklich die Botschaft gegeben hat, ich soll das jetzt tun.

00:25:19: Und plus natürlich dieser Kooperationspartner hat mir natürlich auch geholfen, mit einer gewissen Sicherheit in die Selbstständigkeit zu gehen.

00:25:25: Ja ich kenne es auch und das ist auch das was sich den Menschen immer sagt, die bei mir im Coaching sind wenn wir offen sind.

00:25:33: also du hast ja gerade berichtet Du warst schon so ein bisschen offener in Richtung Selbstständigkeit und plötzlich passiert eine Sache nach der anderen wo man sich denkt wow Wie kommt es jetzt?

00:25:45: Ich mach gar nix und alles kommt zu mir.

00:25:48: Aber indem wir offen sind und bereit sind, dann passiert plötzlich ganz viel.

00:25:53: Du hast gerade eben den Begriff Conscious Movement fallen lassen – ich weiß natürlich was das ist aber magst du mal unseren Zuhörerinnen nochmal kurz erklären, was wir da machen, du und ich wenn wir Conscious movement betreiben?

00:26:10: Ja, das ist echt eine super Frage weil... Jetzt kommen wir zum Thema.

00:26:14: Ich weiß immer auch nicht, was ich sagen soll.

00:26:16: Ob ich Conscious Movement sagen soll?

00:26:17: Weil das versteht kein Mensch oder ob ich Tanzen sagen soll!

00:26:21: Weil beim Tanzen kommen wir wieder zurück zum Thema Scham.

00:26:25: In der Gesellschaft ist das Thema Tanzen einfach sehr stark mit Charme oftmals auch belegt und im Prinzip geht es ist es eine Art von freiem Tanzen.

00:26:37: Und in diesem freien Tanz für mich, ist das wie so ein Raum wo's kein richtig oder falsch gibt und da vielleicht der Raum wo es am wenigsten richtig oder falsch gibt.

00:26:46: Und ihr habt ja vielleicht schon gehört oder verstanden von mir dass ich als Kind viel dieses Gefühl hatte oh bin ich... Ich bin falsch!

00:26:54: Also plötzlich gab's dann einen Raum wo ich es kein richtig or falsch gibt hat mich auch erst mal bisschen überfordert weil das war gar nicht meine Welt und gleichzeitig hats mich total entspannt ich plötzlich dort einfach sein konnte, wie ich bin.

00:27:07: Ich konnte dort meine Gefühle fühlen, ich konnte dort eine Bewegung machen, wie sie wollte.

00:27:12: Ich könnte irgendwie mit Menschen im Kontakt sein oder auch nicht und es war einfach so immer mehr dass ich gemerkt habe wow das ist so der Gegensatz zu dem was ich sonst in meinem Leben lebe.

00:27:25: Ich bin halt sonst wirklich eher so angepasst vielleicht Kontrollanteile, die drin sind und so.

00:27:30: Und ich habe so das Gefühl im Tanzen kann ich auch lernen und auch mein Körper, meinen Nervensystem.

00:27:34: Aber wie fühlt sich das denn eigentlich an?

00:27:35: Weil die Kontrolle vielleicht auch loszulassen.

00:27:38: Das heißt, ich konnte dort sehr viele Dinge im Körper erfahren, die am Ende erst mal nur auf einem Tanzboden passieren.

00:27:49: Und meine Erfahrung ist aber dass wenn wir Dinge immer wieder erfahren in dem Leben dann können wir sie immer mehr mit ins echte Leben jetzt mal, sag ich mal leben.

00:27:59: Also ins wirkliche Leben nehmen.

00:28:01: und das habe ich halt auch erlebt.

00:28:02: also ich hab bald erlebt wie dieser Tanz mehr und mehr mich verändert hat und Ich immer besser meine Bedürfnisse gespürt habe.

00:28:10: und ich die auch immer besser ausdrücken konnte heißt nicht dass mir das heute immer super gelingt.

00:28:15: es gibt auch Momente wo wir das heute noch nicht gelingt aber in Summe habe ich gemerkt dass mir dies immer besser gelingt.

00:28:23: Ja, also das würde ich sagen ist ein Faktor erstmal um es zu erklären was wir da eigentlich machen und ich habe dann halt eine Zeit lang auch wirklich jede Woche ein zweieinhalb Stunden getanzt.

00:28:33: Und das war gefühlt immer so wie meine wöchentliche Waschmaschine, also so nenne ich das gerne weil einfach Einfach alles, was ich von der Woche so aufgeschaut hatte war sei es Stress, sei es irgendwie Traurigkeit, sei ist irgendeine Wut.

00:28:45: Irgendwas von irgendeinem Konflikt oder von irgendem Angst die ich vielleicht hatte weil ich irgendwie nicht wusste was ich im Job irgendwie wie ich das jetzt lösen sollte all das was irgendwie in mir rumwaberte und das haben wir ja oft sehr viel.

00:28:57: Wir haben ja viele Dinge die in uns rumbarbern und was dadurch passiert ist dass wir oft wie so Stresszyklen nennt man das haben die nicht richtig beendet sind.

00:29:09: Und das Schöne ist, beim Tanzen habe ich das Gefühl diese ganzen Stresszügeln werden wie in so einer Waschmaschine mal beendet und dadurch ist man danach auch wieder frei offen.

00:29:19: kommt wieder eine andere Präsenz.

00:29:21: Und das habe ich einfach dadurch, dass ich das eine Zeit lang wirklich jede Woche zweieinhalb Stunden gemacht habe.

00:29:27: Habe ich das so oft erlebt und es war immer so cool bei meinen Tanzen, weil man am Montag und zwar immer so am Sonntag dachte ich morgen ist wieder Montag!

00:29:34: Ich kann endlich wieder tanzen gehen.

00:29:35: Das war ein cooler Effekt, weil alle anderen natürlich morgen ist Montag

00:29:47: beschrieben hast und wie ich es ja auch kenne.

00:29:48: Wir kommen da zu so einer gorgeous Movement-Klasse, wir wollen's ja immer gut machen.

00:29:56: Wir wollen mitmachen, die anderen das von uns erwarten.

00:30:01: Und jetzt ist da plötzlich ein Lehrer oder einen Kursleiter, die erwarten gar nix!

00:30:06: Die sagen einfach mach mal!

00:30:07: Ja wie?

00:30:08: Mach mal mein eigener Tanz.

00:30:09: Ich kenn meinen eigenen Tanz gar nicht.

00:30:13: Was soll ich jetzt machen?

00:30:14: Also so ein Gefühl, das merke ja ganz oft haben die Menschen auch wenn sie ... mit zur Emotion starten.

00:30:23: Und da gibt's natürlich Mittel und Wege, wie man die Menschen dahin führen kann.

00:30:27: aber tatsächlich ist es so dass viele von uns das einfach verlernt haben natürlich weil wir auch in der Schule lernen.

00:30:33: ich habe doch das Beispiel vor.

00:30:35: meiner Tochter hat ja meine ganze Emotion aus Bildung mitbekommen und hab immer viel zu Hause auch getanzt mit Musik und so und die Kinder damals immer mitgemacht.

00:30:45: und dann in der dritten Klasse war das glaube ich.

00:30:47: dann gab's Tanzunterricht Das war innen regulären Unterricht mit einverbogen.

00:30:53: Ab jetzt jeden Dienstag, dritte und vierte Stunde tanzen.

00:30:57: Und dann war der erste Dienstag mit Tanzen.

00:31:00: Sie ist voller Freude in die Schule gegangen und da kam sie zurück und hat überhaupt nichts erzählt.

00:31:04: Dann sage ich, wie war es denn?

00:31:07: Wie war denn die Tanzstunde?

00:31:09: Dann sie sagt Mama!

00:31:11: Das war überhaupt kein Tanzen, was wir da gemacht haben.

00:31:13: Wir mussten alle das Gleiche machen!

00:31:17: Wir musten alle vorwärts gehen und drückwärz gehen... Und dann ich musste dann so lachen uns hat es gar nicht verstanden.

00:31:24: Und dass ist halt eben dieser Unterschied von dem was du was wir machen.

00:31:29: Du mit Azul Ich mit Zoll Motion Dass wir eben nicht mehr das machen Was alle machen sondern Schritt für Schritt in dem Tanz Lernen Auf unserem Körper zu hören, was will er denn jetzt machen?

00:31:42: Willer sich überhaupt bewegen oder lieber hinlegen.

00:31:45: Und das ist ja auch ein Tanz wenn ich einfach zur Musik mich hinlege und zuhöre oder die Bewegungen von anderen kopiere und mich vor allen Dingen einfach mal ausprobiere.

00:31:57: Was tut mir denn jetzt in dem Moment Und das ist eben das Schöne, was ich auch finde.

00:32:03: So wie du es beschrieben hast, dass wir vom Tanzboden mit ins Leben nehmen, wenn wir das mal auf der Tanzfläche erlebt

00:32:10: haben

00:32:12: Wenn ich nur auf mich höre Auf meine Impulse in meinem Körper und dem Folge Wie gut sich das anfühlt dann fällt uns natürlich auch leichter Das in unser Leben auch mitzunehmen.

00:32:26: auch noch einen ganz wichtigen Aspekt im Tanz finde, weil jetzt klingt es immer so als ob das einfach nur dieses Gefühle und so weiter ist.

00:32:35: Was ich schon auch erlebt habe im Tanz ist dass ich wirklich auch an tieferen Themen gearbeitet hab.

00:32:42: deshalb habe ich eben gesagt ich habe im Prinzip die Tode meiner Eltern auf dem Tanzboden verarbeitet Weil wir dann zum Beispiel auch mal intensivere Workshops machen wo ich z.B.

00:32:51: sechs Tage hatte ich ein Workshop wo wir sogenannte Three Portals of Healing.

00:32:58: Hier ist der Workshop also drei Portale zur Heilung, wo wir einerseits unser Verhältnis zu unserer Mutter und seinem Vater aber dann auch zu so einer göttlichen Unterstützung angeschaut haben weil wir die ja auch oft kappen als Kind und da haben ich auch so wahnsinnig viele Sachen verarbeitet.

00:33:15: und was mich da halt am Tanz immer so fasziniert dass sich sogar irgendwann mal an ein transgenerationales Trauma herangekommen bin im Tanzen Das kann jetzt natürlich auch Angst machen, so oh Gott das will ich gar nicht.

00:33:28: Aber das zeigt einem der Körper ja auch nur dann in dem Moment ist meine Erfahrung wenn er wirklich bereit dazu ist und das fand ich halt auch total faszinierend und in dem moment wusste ich worum es geht.

00:33:41: aber oft ist es so dass mein Körper auch Dinge im Tanz verarbeitet wo ich gar keine gar keine, gar nicht weiß was da eigentlich.

00:33:48: Also ob ich da auch keine Gedanken oder Erinnerungen oder so zuhabe.

00:33:51: und trotzdem glaube ich aber das ist total wichtig ist dass mein Körper in der die Möglichkeit hat das loszulassen, das zu transformieren, das verändern.

00:34:00: und ich glaub' dass wir davon alle sehr viel in unserem Körper gespeichert haben.

00:34:05: Und was meine Erfahrung halt ist Ich hab immer dieses Bild Wir haben viele Dinge die wir halt in unserem Körper gespeicher haben So wie ich eben erzählt habe von der Scheide meiner Eltern, wo ich all diese Wut und Traurigkeit und so.

00:34:18: Und wir sind ja im Prinzip permanent damit beschäftigt uns, ich sag mal zusammen zu reißen.

00:34:22: und das ist wie so als ob wir permanent damit beschäftigt sind alle möglichen Bälle unter Wasser zu halten und uns ist es oft gar nicht so bewusst.

00:34:29: und weil wir das ja schon unser ganzes Leben so organisieren immer dieses runterdrücken und uns auch oft gar Manchmal merken wir, irgendwie bin ich doch irgendwie ganz schön erschöpft und oft müde.

00:34:41: Ja könnte sein dass du ganz schön viel in dir runter organisierst und wegorganisierst Und so der Tanz ist auch die Möglichkeit so ein Ball nach dem nächsten hochkommen zu lassen und plötzlich habe ich viel mehr.

00:34:53: Du hast eben gesagt bei dir geht es um dieses erfüllt sein.

00:34:57: Ja, genau!

00:34:58: Wir können dann wieder erfüllt sein.

00:34:59: Wir können wieder lebendig sein weil wir nicht mehr so beschäftigt sind mit der ganze Zeit diese ganzen Sachen wegzudrücken.

00:35:05: und das ist auch so.

00:35:06: was bei mir ganz stark im Tanz passiert ist so die ganzen Bälle die wir permanent unbewusst weggedrücken, weggorganisieren dass sie wieder wegkommen und da kann

00:35:14: man wieder spielerisch sein.

00:35:21: Entschuldigung, ich wollte nur sagen da kann da halt spielergisch ausprobieren Hochlasse.

00:35:30: Bei Tanz müssen jetzt ja nicht alle Bälle auf einmal hoch ploppen, das kann man dann schon steuern.

00:35:37: wo will ich denn jetzt da mal hingehen?

00:35:40: Wofür ist hier Raum?

00:35:42: und auch passiert es dann halt auch in dem Miteinander mit den anderen Tänzern.

00:35:49: Ja, also keine Sorge.

00:35:50: Wenn du nicht tanzt und musst jetzt nicht tanzen, es lohnt sich aber immer... Also wenn's bei dir in der Nähe irgendwo conscious movement gibt oder vielleicht machen ja Theresa und ich auch mal wieder gemeinsam Workshop haben wir mal eine Zeit lang gemacht, ja?

00:36:03: Vielleicht machen das mal wieder dann probier das einfach mal aus!

00:36:08: Das Wichtige für dich zu wissen ist, dass du kannst nichts falsch machen.

00:36:12: Und das ist doch wunderbar Theresa, auf deiner Webseite, die ich ja auch in den Show Notes verlinken werde.

00:36:19: Also wenn ihr mehr über Theresa wissen wollt dann schaut unbedingt in die Show Notes.

00:36:22: weiter wäre ich alle wichtigen Links für euch bereithalten und du hast auf deine Webseiten ein wundervolles

00:36:30: Zitat

00:36:31: von dem Karl Honoré Und du hast es sogar hervorgehoben und das lautet... Ich lese es jetzt mal vor In einer Welt, die süchtig nach Geschwindigkeit ist, ist Langsamkeit eine Superkraft.

00:36:49: Diese Superkraft in deinem Leben und in deiner Arbeit.

00:36:52: Also

00:36:53: ich sag mal so von der Grund her, ich habe gesagt ja bei einer Unternehmensberatung gearbeitet bin natürlich auch ein Mensch mit einer hohen Geschwindigkeit und ich hab aber halt immer mehr gemerkt dass das auch wie eine Überleben Strategie von mir ist immer in diesem Funktionieren und noch tun und so weiter und sofort sein.

00:37:11: Das wiederum führt dir aber auch dazu, dass ich meine eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr so spüre.

00:37:16: Dass ich gar nichts mitkriege was brauche ich eigentlich wirklich?

00:37:19: oder wenn ich spüre ich brauch bräuchte eigentlich das ist mir dann auch nicht erlaube mir dafür Zeit zu nehmen und so weiter.

00:37:25: also gerade Menschen.

00:37:26: es gibt ja viele Menschen die eigentlich sich gerne mehr Zeit für Selbstvorsorge nehmen wollen und immer wieder daran scheitern Und das heißt meiner Wahrnehmung nach auch weil des Nervensystems das nicht zulässt Und wie ich das umsetze in meinem Leben, dass sich mehr Langsamkeit zulässe.

00:37:43: Es ist tatsächlich so man könnte jetzt denken ah ich habe mich vor drei Jahren selbstständig gemacht aber Ja, meine Selbstständigkeit ist eigentlich mein Weg wirklich noch mehr in die Langsamkeit zu gehen.

00:37:54: Weil mir diese Selbstständlichkeit den Rahmen gibt das überhaupt machen zu können.

00:37:59: Als ich früher noch in der Automobilbranche gearbeitet habe da bin ich jeden Morgen um fünf Uhr aufgestanden dann hatte ich viel Verantwortung weil ich oft Projektleitungen gemacht hab bzw auch viele Workshops und Trainings gegeben habe.

00:38:15: Das heißt ich war oft moderierend vor Gruppen Und dann bist du natürlich viel irgendwie auch immer mit dem Außen beschäftigt.

00:38:22: Ich habe halt dann auch immer durchgezogen, da kommen ja immer viele Anfragen wenn du das auch noch gut machst und so und dann hast du irgendwie immer einen super vollen Kalender und rennst eigentlich immer nur deinem Kalender hinterher.

00:38:32: Das war meine Realität!

00:38:35: Auch immer nicht so leicht sich das einzugestehen, weil mein Job hat mir schon auch Spaß gemacht.

00:38:42: Er hat mir auch viel Freude gemacht und ich habe es super gerne gemacht.

00:38:45: aber irgendwie habe ich immer mehr gemerkt dass ich mir eigentlich ein Nervensystem freundlicheres Leben wünschen würde.

00:38:51: So nenne ich das mal!

00:38:53: Ich hab halt gewusst okay wenn ich mich jetzt selbstständig mache dann besteht die Gefahr Weil das Problem ist am Nervensystem, wenn es das ganze Leben lang so funktioniert hat.

00:39:03: Immer auf High-Speed mit hundertdreißig über die Autobahn... Also ich würde sagen und sich war's bei mir nicht, dass sind andere, die noch krasser unterwegs sind, die laufen dann auch immer Ratton und so.

00:39:12: aber ich sag mal, ich war in meinem Leben lang immer mit hundert dreißig auf der Autobahn unterwegs.

00:39:17: Und wenn du dann plötzlich sagst ach!

00:39:19: Ich werd dir selbstständig, ist die große Gefahr, dass du dann mit Hundertdreizig weiter machst.

00:39:24: und diese Gefahr war mir sehr bewusst weil ich halt verstanden hatte, dass das am Ende eine Überlebensstrategie meines Nervensystems war.

00:39:32: Und so habe ich sehr bewusst gesagt und ich möchte mir nicht mein eigenes nächstes Hamsterrad aufbauen.

00:39:39: Das ist für mich auch immer noch ein Prozess.

00:39:41: Ich hab immer noch Tage wo ich dann irgendwann da sitze und der Geschey soll, dass sie nicht genug gemacht und du müsstest doch mehr usw.

00:39:48: Und trotzdem, wenn ich heute auf mein Leben schaue, dann würde ich trotzdem sagen, dass ich wirklich ein nervensystemfreundliches Leben mir inzwischen aufgebaut habe.

00:39:56: Das heißt... Ich schlafe genug!

00:40:01: Aufs Essen hab' ich vorher auch schon geachtet.

00:40:02: aber dadurch das ich halt mehr zu Hause bin, zumindest wenn ich jetzt nicht im Training bin, dann koche ich halt immer selber schau, bewege mich mehr als ich früher noch in Angestellt war.

00:40:17: Habe ich mich einfach auch weniger bewegt weil mir einfach Bewegung unter den Attacks wichtig ist und so lebe ich für mich mehr und mehr die Langsamkeit und wo mir das halt vor allem wichtig also mal aufgefallen ist.

00:40:29: Das finde ich immer super spannend.

00:40:33: Ich hatte irgendwann mal auch einen Workshop geplant und wusste so, okay ich habe voll viel zu tun.

00:40:39: Und dann saß ich an meinem Schreibtisch und war so voll in diesen Dingen und ich hab immer mehr gemerkt wie dieses Ich muss in mir aufstieg.

00:40:46: Dieses jetzt muss sich aber noch weitermachen und ich musste es jetzt durchziehen und ich bin eigentlich schon hinten dran und jetzt kann ich auf gar keinen Fall eine Pause machen.

00:40:55: So und dann weil ich so inzwischen so viel über meinen Nervensystem weiß wusste Okay, diese Gedanken haben auch was mit meinem aktuellen Nervensystemzustand zu tun.

00:41:04: Und dann habe ich gesagt zur Träse jetzt machst du das rechte Pause.

00:41:07: so dann bin ich weil wir lernen ja auch nur etwas Neues und unser Nerven System lernt nur was neues wenn wir auch mal neue Muster ausprobieren.

00:41:16: also hab ich gedacht okay jetzt machst du das recht eine Pause.

00:41:18: da bin ich spazieren gegangen Und hab gemerkt, boah ich bin voll in meinem Film immer noch.

00:41:24: Ist das alles ganz dramatisch ist und ich die es alles nicht schaffe?

00:41:28: Und mein Nervensystem war immer noch im Drama pur... ...und dann habe ich halt ja gut Therese, da machen wir heute einen besonders langen Spaziergang!

00:41:36: So, da habe ich ein besonders langes Spazieregang gemacht und als ich nach Hause kam dachte ich, hm wo ist eigentlich das

00:41:42: Problem?!

00:41:43: Du machst jetzt heute noch das, dass und das, das schaffst du gut und den Rest machst du morgen so.

00:41:48: Und dann fand ich das so krass, weil das mir auch bewusst hat wie krass unsere Gedanken halt abhängig sind von dem Nervensystem Zustand in dem wir sind.

00:41:58: Was da plötzlich möglich ist wenn man da ein bisschen umswitzt.

00:42:02: Genau!

00:42:03: Und sich Langsamkeit erlaubt, sich Spazier gehen erlaubte.

00:42:06: Ja

00:42:07: also wir sind da ja glaube ich schon ähnlich.

00:42:08: Ich bin ja früh aufsteherin und ich habe ja früher die Morgenstunden immer genutzt um schon mal loszulegen weil dann hab' ich um neun Uhr wenn meine Kollegen zur Arbeit kam hat ich faktisch so viel gearbeitet wie die am ganzen Tag.

00:42:21: Und ich habe das tatsächlich auch durch Soul Motion gelernt, weil da war bei meiner Leadership Prüfung.

00:42:27: Da sollten wir uns heute mit einer Facette von Soul Motion besonders beschäftigen.

00:42:31: Wir durften es auswählen und dann habe ich gedacht Ich nehme die größte Herausforderung präsente Pause.

00:42:37: Dann hab' ich mich ein halbes Jahr jeden Tag mit meinen Pausen beschäftigt.

00:42:43: Und tatsächlich, ich würde auch sagen Das hilft mir Bis heute, weil ich fange ja schon morgens mit einer Pause an.

00:42:49: Ich stehe auf und leg mich erst mal auf den Boden.

00:42:53: Und mach's hier bei Niedra?

00:42:55: Nee, nee, nee!

00:42:56: Ich mache da wirklich eine Verbindung mit mir um meinem Körper.

00:43:00: Da mache ich den Morgengruß, dann mache ich Gymnastik... Dann kümmere ich mich um meine Kinder und dann gehe ich laufen Und dann flüstere ich und dann fange ich an mit meiner Arbeit.

00:43:15: Bei mir war das eben anders als bei dir.

00:43:19: Ich bin auch aus dem Grund selbstständig, weil ich genau so in den Tag starten will.

00:43:25: Ja!

00:43:25: Dass niemand sagt so... Und jetzt um sieben Uhr dreißig ist dein erster Termin?

00:43:29: Weil da habe ich den Termin mit mir selbst.

00:43:31: Wenn ich all das gemacht hab ... Ohne Zeitdruck, dann kann ich auch am Abend länger arbeiten.

00:43:38: Ganz entspannt weil ich mich ja schon gut um mich gekümmert habe.

00:43:41: aber ich achte tatsächlich auch bei meinen Coachings immer auf die Pausen zwischen den einzelnen Terminen weil ich auch gemerkt hatte es braucht eine Pause dazwischen.

00:43:51: und das wichtige halt auch mit dem guten Gewissen.

00:43:54: die Pause.

00:43:55: Ja da sind wir ja schon beim nächsten.

00:43:57: dein Podcast du hast ja auch selber im Podcast wo hier auch schon mal zu Gast war Der heißt Ruhe, Paul.

00:44:03: Das passt ja gut zur Pause und in einer deiner Podcast folgen.

00:44:09: Und das passt jetzt auch gut zu dem Thema Pause

00:44:13: da...

00:44:15: Also beschreibst ja in deinem Podcast generell, wie es dir mit deiner Selbstständigkeit zugeht und bist da sehr offen auch in dem was du über dich berichtest.

00:44:22: Über das Nervensystem deine persönlichen Erfahrungen und eine Deine Erfolgen.

00:44:27: die habe ich ganz besonders gern gehört weil das wäre jetzt für mich beispielsweise noch eine große Herausforderung und fand es super spannend.

00:44:34: die Folge heißt weniger Scrawl mehr Leben.

00:44:38: mein Jahr fast ohne Social Media Theresa, wie kam es dazu?

00:44:42: Ja

00:44:43: also dazu muss ich sagen... Ich bin ja von meiner Generation her jemand, der im Prinzip schon so angefangen hat mit Social Media mehr und mehr.

00:44:51: Ich aufzuwachsen ist jetzt falsch aber in meinem Studium gab es damals dieses Studio VZ das vielleicht der ein oder anderen noch kennt.

00:44:58: Sie hat dann zu meinen Vz drüber gewechselt und dann gab's irgendwann Facebook und ich würde sagen... ...ich hatte schon mal eine Phase wo ich auch super viel in Facebook rum gescrawlt und gelesen und dann gar nicht mehr davon weggekommen bin.

00:45:09: Ich würd' sagen dass war so um zwölftausend fünfzehn sechzehn so rum also natürlich nicht von weggekommen, aber viel zu viel Zeit darauf erbracht.

00:45:18: Wir kennen diesen Effekt alle und irgendwann ist es dann aber weg gewesen.

00:45:22: also ich weiß dass sich dann auch mich gar nicht mehr dafür interessiert habe war gar keine Zeit mehr auf Social Media verbracht.

00:45:30: Ich weiß gar nicht so genau, wie das eigentlich passiert ist oder was es irgendwann passiert.

00:45:34: und dann kam irgendwann dieses Idee auch mit mehr Selbstständigkeit und so, dann habe ich irgendwann gedacht weil meine Schwester so viel auf LinkedIn gemacht hat und auch erzählt hat, dann hab' ich mal auf LinkedIn einen Profil eröffnet.

00:45:46: aber irgendwie habe ich gemerkt, ich bin irgendwie gefühlt habe ich Social Media durch Und als ich dann mich selbstständig machen wollte, wusste ich ja okay jetzt muss ich ja aber vielleicht doch und alle reden immer davon dass man Instagram machen muss und bla bla bla.

00:45:59: Dann habe ich mir ein Instagram Account gemacht das war zwei tausend zwanzig und hab dann auch anderthalb Jahre ungefähr regelmäßig gepostet.

00:46:11: Ich muss aber sagen, dass mich das immer auch so ein bisschen unter Druck gesetzt hat.

00:46:14: Vor allem am Anfang war ich ja noch bei BMW angestellt.

00:46:16: Das heißt, ich habe halt neben meinem Job diese Sachen noch gemacht und irgendwann war ich voll selbstständig.

00:46:22: Da hat es mir auch immer mal in Phasen Spaß gemacht.

00:46:25: Und trotzdem gab's immer wieder Phasend wo es mich auch sehr unter Druck besetzt hat oder vielleicht hat es mich gar nicht so sehr unterdruck gesetzt, aber dann kamen so wenig Likes und dann kam so wenig das... ...und dann hab' ich irgendwie gemerkt, boah krass was das alles mit meinem Nervensystem macht!

00:46:40: Also ich war ständig wieder in dieser Scham drin, ich fühl mich nicht richtig und ich müsste es alles anders machen.

00:46:46: Und vor allem was ich halt immer mehr gemerkt habe ist dass ich auch mal wie meine eigene... also ich bin ja eh diejenige die sich schwer tut sein ihre eigenen Bedürfnisse zu verstehen und ich wusste ja am Anfang meiner Selbstständigkeit okay das ganze Marketing Game das muss ich irgendwie erstmal verstehen.

00:47:02: Also hab ich alles was ich gefühlt habe auch erst einmal verdrängt weil ich dachte Die anderen wissen es ja besser als ich, weil ich ja keine Marketing-Expertin bin.

00:47:14: Und habe da sehr viel auch über mein eigenes Gefühl drüber gegangen und hab versucht usw.

00:47:20: Und irgendwann habe ich aber mehr und mehr gemerkt dass sich auch ein Wertethema habe, weil Ich einfach immer mehr gemärkt habe selbst wenn ich jetzt nicht Creator auf Instagram bin sondern einfach nur Konsument.

00:47:32: wie krass einfach... Die ganzen Algorithmen, so wie Marketing funktioniert.

00:47:39: Dass einfach nur das Nervensystem nutzt und dich bewusst abhängig macht und dass die Algorithme halt so sind, dass du nicht loskommst!

00:47:49: Und dann hatte ich irgendwann immer mehr auch ein Wertkonflikt weil ich gesagt habe hey ich bin irgendwie Nerven System Coach und gleichzeitig mache hier Werbung auf einer Plattform der dich süchtig macht.

00:48:00: also irgendwie fand ich es immer schräger Und hab dann irgendwann für mich entschieden, dass ich das nicht mehr möchte.

00:48:07: Dass ich wirklich lieber einen Podcast habe, ein Newsletter schreibe als so dieses Schnellschnell weil ich hab das Gefühl die Welt ist eh schon so schnell süchtig nach Geschwindigkeit.

00:48:18: Also ich einfach das Gefühl hatte ne auch in meinem Content möchte ich gerne Langsamkeit und Dann habe Ich diesen radikalen Schritt gemacht und habe erst.

00:48:27: also erst habe ich nicht mehr gepostet und ein halbes Jahr später habe ich meinen Account gelöscht.

00:48:31: also Instagram Auch LinkedIn findet man mich noch, aber ich poste da aktuell gar nichts.

00:48:38: Also wenn ihr Theresa finden wollt dann geht auf ihre Website hört ihr hört euch ihren Podcast an.

00:48:44: also ich gehe ein bisschen anderen Weg.

00:48:47: Ich selber bin ja Social Media möchte es eigentlich auch nicht so gerne zu viel Platz in meinem Leben haben Aber ich persönlich möchte halt die Menschen erreichen Und wie Sie vielleicht aus dem Schnelllebigen so ein bisschen rausholen und in die Langsamkeit bringen.

00:49:03: Aber ich finde das wirklich bewundernswert, um die Folge in deinem Podcast wirklich spannend mal anzuhören.

00:49:11: Theresa, du hast auch mal gesagt lange dachte ich dass das System sei Schulterran, dass ich funktioniere und mich anpasse.

00:49:20: Das machte mich ohnmächtig.

00:49:21: heute weiß ich.

00:49:23: Und das find' ich ebenso spannend.

00:49:25: für Trauerende ist jetzt mein Eindruck Veränderung beginnt nicht im Außen, sondern damit mit mir selbst verbunden zu bleiben.

00:49:35: Es geht darum in Verbindung zu kommen – mit uns selbst und andere mit dem Leben.

00:49:40: Und genau darum geht es ja eben in der Trauer, wenn wir sagen wollen, Trauerarbeit auch.

00:49:46: Würdest du sagen dass du erst dann mit deiner Trauer in Verbindungen gekommen bist als du die Verbindung zur dir selbst wieder entdeckt hattest?

00:49:56: Also nachdem du angefangen hast, erst wieder zu sprechen bei dem Tod eines Vaters und dann.

00:50:00: Ich würde schon sagen dass eine gewisse Art von Verbindung immer notwendig ist um überhaupt zu spüren.

00:50:06: also so lange wir noch am funktionieren sind haben wir ja auch das ist ja auch vom Nervensystem hier wieder so.

00:50:12: wenn wir funktionieren dann meint er auch unser System ich muss jetzt hier funktionieren um sicher zu sein und indem mich die verbindungen wieder zu mir finde Und erlaube kann ich dann auch überhaupt den Zugang zu meinen Gefühlen finden.

00:50:27: In dem Moment ist das Trauer ja auch ein weiter Begriff, ne?

00:50:30: Weil innerhalb der Trauer haben wir ja nicht nur Traurigkeit sondern auch Wut und was weiß ich nicht alles ohne Macht!

00:50:38: Da ist ja auch sehr, sehr viel.

00:50:39: Und ich glaube schon dass wenn wir den Zugang zu uns finden das es so der Schlüssel ist um überhaupt die Gefühle zu fühlen und zu spüren und zu erlauben und dann halt am Ende auch wo wir jetzt auch schon viel darüber gesprochen haben die Bedürfnisse wieder mehr wahrzunehmen.

00:50:56: Es ist schon ein bisschen länger her, aber es war super spannend.

00:50:59: Ich habe einen Nervensystem Coaching gemacht für eine Frau, die gerade in einer akuten Trauerphase um ihren Hund war.

00:51:05: Also der war wirklich erst ein paar Tage vorher gestorben und dann hab ich einen Nervensystem Coaching mit ihr gemacht.

00:51:13: Nach dem Coaching sagt, Theresa ich glaube jetzt nehme ich mir erst mal eine heiße Badewanne weil ich habe eigentlich auch schon seit drei Tagen nicht geduscht.

00:51:20: Und dann hab' ich mich so gefreut weil ich mir dachte so ja sie nimmt erstmal wahr dass ihr total kalt ist was ja auch typisch ist in der Trauer.

00:51:28: Sie nimmt wahr das sie irgendwie gerne sich mal wieder um sich kümmern würde und fand ich halt so schön, weil sie durch diese Session überhaupt wieder mehr in Kontakt mit sich gekommen ist.

00:51:38: und dann war es möglich dass ihr sagt jetzt nehme ich mir eine heiße Badewanne und kümmere mich mal wieder auch um mich.

00:51:45: Ja darum geht's wirklich das wir da in die Verbindung wieder kommen und den Spüren was brauche ich denn jetzt?

00:51:50: Was tut man denn jetzt gut neben dem Schmerz der vielleicht da ist?

00:51:54: Neben der Trauer oder wie wir auch gelernt haben Trauer kann stark mit Charme verbunden sein.

00:52:01: Was tut mir denn jetzt in dem Moment wirklich gut?

00:52:07: Eine Sache, die ich auch noch spannend fand über der Recherche und meiner Vorbereitung auf das Gespräch hier.

00:52:16: Du sagst ja nicht nur in Ruhe kommen und Verbindung zu sich selbst, sondern du sagst sogar – da lache ich so ein bisschen weil eine der ersten Körperübungen, Mache, die heißt Baum.

00:52:29: Bei mir der Baum.

00:52:31: und du sagst in meinem nächsten Leben werde ich einen Baum?

00:52:34: Woher weißt Du das, Herr Rieser?

00:52:39: Das ist irgendwie eigentlich gar nichts was ich so richtig so sagen würde, dass weiß ich, dass es irgendwie etwas was ich irgendwann mal gesagt habe.

00:52:47: Ich hab irgendwie so ein...ich weiß noch nicht mehr welchen Baum aber ich liebe Bäume schon immer und ich liebe vor allem wirklich Bäume die so eine Weisheit tragen einfach so eine Größe haben.

00:52:59: letzte Woche, weil ich mit meinem Mann wandern.

00:53:00: Da habe ich auch wieder ein paar Bäume gesehen und wenn nicht diese Bäume sehen dann geht zu meinen Herz auf.

00:53:05: Und ich glaube irgendwann habe ich das mal so gesagt und dann hab' ich irgendwie in meinem nächsten Leben werd', ich baum'.

00:53:10: Also das war einfach so.

00:53:11: in dem Moment so einen spontaner Ausspruch von mir.

00:53:14: und ja, die finde ich immer noch einen schönen Gedanken, auch wenn alle mich immer angucken, weil man so aus Karma sicht und so denkt man ja immer, dass wäre ein totaler Abstieg.

00:53:24: aber ich finde es gar nicht!

00:53:26: Ja, wirklich?

00:53:27: Wer denkt das, dass das Abstieg ist?

00:53:31: Na aus Kamersicht.

00:53:32: Aus Kamers Sicht muss man doch irgendwie erleuchtet werden und ist man als Armer also weniger wert als Mensch und diese ganzen Sachen.

00:53:39: Ach so!

00:53:42: Ja, also ich weiß nicht ob der Baum weniger wert ist.

00:53:45: Ich habe mir das gerade letztens gedacht als ich da auch beim Spaziergang unterwegs war.

00:53:50: Da stand so ein uralter Baum und wenn man sich überlegt was der Baum schon alles gesehen hat wie viele Menschen vielleicht da schon unter dem Baum saßen und gelacht haben aber vielleicht auch geweint haben und der Baum ist immer noch

00:54:04: da.

00:54:04: Die Vögel, die darauf genistet haben.

00:54:07: Das ist eigentlich eine schöne Vorstellung.

00:54:11: Tereza, bevor wir heute mit dem Gespräch angefangen haben hast du mir nochmal ganz kurz erzählt auch das vor Kurzem von ein paar Monaten dein Stiefvater verstorben ist und da haben wir uns ganz kurz drüber unterhalten was da so alles auf einen zukommt.

00:54:30: Und an Bürokratie usw.

00:54:34: Auch wie kann uns die Arbeit mit dem Nervensystem unterstützen?

00:54:40: wenn uns die ganzen Anforderungen von außen überfordern.

00:54:46: vielleicht erstmal sehr fordern und dann möglicherweise überfordern.

00:54:50: Also erst mal muss ich sagen, ich finde das für alle Trauerende einfach krass was da alles kommt.

00:54:55: also Hintergrund ist einfach mein Stiefvater keine eigenen Kinder und dadurch dass meine Mutter ja schon gestorben ist es landet das ganze Thema jetzt bei meinen Geschwistern und mir letzten Endes auch das Erbe, aber trotzdem damit die ganzen Rechte und Pflichten die man damit eingeht.

00:55:14: Und ich merke halt einerseits tut es mir extrem gut und da habe ich aber Glück, dass das so ist.

00:55:21: Dass sich mit meinen Geschwistern in einem mega guten Kontakt sind.

00:55:24: Das heißt, das ist erst mal ein total guter Faktor, wer wir uns permanent auch wenn irgendwas korrigulieren können also wenn ich in der Überforderung lande kann ja meine Schwester irgendwie was übernehmen usw.

00:55:35: Das heisst Wir sind da immer im guten Kontakt, dass wir uns stärkenorientiert aufstellen.

00:55:43: Ich höre von so vielen Trauerenden auch oder gerade bei Geschwistern, dass das halt nicht so leicht funktioniert.

00:55:50: Weil halt vielleicht Konflikte da sind.

00:55:52: Da muss ich sagen habe ich wirklich Glück.

00:55:54: aber trotzdem wenn man daraus lernen will, vielleicht gibt es ja Menschen die du in deinem Umfeld hast, die dir bei den ganzen administrativen Sachen wirklich auch wie helfen können wo du weißt okay?

00:56:05: Ich hab jemanden der kennt sich gut mit Steuern aus und wenn dann Brief vom Finanzamt kommt, dann guckt er sich mit mir den Finanzamtsbrief an.

00:56:13: also Ich glaube, da kann wirklich so dieses – und das erlauben wir uns ja auch oft nicht – Hilfe zuholen.

00:56:18: Aber das möchte ich auch sagen aus nervensystems Sicht haben wir ja….

00:56:21: Das habe ich selber noch gar nicht vor so langer Zeit gelernt weil man sagt ja immer im Nervensystem gibt es diese klassischen Kampfflucht also Fliefheit, Freeze

00:56:31: usw.,

00:56:32: das sind unsere Überlebenstrategien.

00:56:34: aber auch eine Möglichkeit des Überlebens fürs Nervenystem ist die Hilfe von außen.

00:56:41: Und mir hat es total,

00:56:43: das ist absolut und da ist natürlich der Sympathikus erstmal.

00:56:48: Er muss erstmal aktiv werden, um die Hilfe aktiv zu holen.

00:56:51: Und das dürfen wir uns halt... Das ist eben statt kämpfen oder davon rennen sich Hilfe holen!

00:56:56: Das ist die dritte Möglichkeit und

00:57:00: das will ich einfach noch mal benennen damit halt wirklich Menschen sich wirklich erlauben die Hilfe weil ich weiß gerade wenn wir ein Trauer sind es ist ja oft total schwer sich auch noch Hilfe zu holn.

00:57:10: Das ist ja auch oft gar nicht möglich.

00:57:12: und vielleicht aber als Idee das ist auch etwas was uns helfen kann Vielleicht hilft der Gedanke.

00:57:19: Und was mir schon auch hilft, also ich habe tatsächlich gestern erst wieder ein Brief bekommen wo ich gemerkt hab ich hab den nicht kapiert das waren irgendwie neun Seiten und dreimal noch einen Seepatre zwischendrin.

00:57:29: und dann dachte ich so was wollen sie denn jetzt eigentlich?

00:57:31: ist es nur ein Bescheid oder muss sich irgendwas tun?

00:57:33: So!

00:57:36: Ich habe aber gemerkt ich kam wirklich wenn ich aufs Nervensystem geschaut habe bei einer Überforderung Und das Problem ist ja, dass wenn wir aus einem Nervensystem Sicht in so einer Überforderung sind, dann können wir auch nicht mehr so gut nachdenken.

00:57:49: Das heißt, wir können vielleicht die Informationen auch nicht so gut aufnehmen und ich habe mir vorgenommen, die nächsten Tage, wenn ich mich entspannt fühle, das nochmal anzugucken weil ich glaube, dass sich dann auch viel besser verstehe was da eigentlich steht und was da zu tun ist also sich wirklich auch zu gucken.

00:58:04: Wenn ich eh schon spüre, dass ich in so eine Überforderungen bin oder in der Angst oder Wut, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch die Informationen, die vielleicht sogar eigentlich da wären gar nicht richtig aufnehmen kann.

00:58:16: Genau

00:58:16: und das ist wirklich... Das finde ich auch ein super, super Tipp!

00:58:19: Und es schließt ja wieder zu dem an was wir vorhin gesagt haben mal eine Pause zu machen zur Ruhe zu kommen.

00:58:25: Und klar, ich weiß schon manchmal sind da solche Fristen gesetzt von irgendwelchen Ämtern oder Versicherung oder so.

00:58:33: man muss jetzt innerhalb einer bestimmten Zeit antworten aber das ist in der Regel nicht innerhalb von vierundzwanzig Stunden Das ist auch nicht innerhalb der nächsten zehn Minuten, sondern wenn wir... und deshalb finde ich das Beispiel von dir sehr hilfreich.

00:58:50: Wir können uns auch Zeit lassen, Dinge zu beantworten.

00:58:53: Ja natürlich ist es nicht gut wie wenn wir's ganz nach hinten schieben und uns erst in ein halben Jahr wieder anschauen aber eben bewusst, bewusstes Anschauen Und da ist es eben auch wieder wichtig, hinzuspüren.

00:59:05: So wie du es gesagt hast und wir merken das überfordert mich jetzt total ich kann mich ja gar nicht darauf konzentrieren dann kannst eben so viel besser sein das beiseite zu legen sich auszudrungen vielleicht ein spaziergang zu machen so wie du's vorhin auch geschildert hast und den dann noch ein bisschen länger und vielleicht noch ein bißchen länger zu machen sodass dass wir uns wieder nähern und wieder stärken und uns dann um diese Themen

00:59:31: kümmern.

00:59:31: Ja und was ich auch noch sagen kann, ich habe wirklich auch gute Erfahrungen gemacht anzurufen bei den Behörden oder so.

00:59:37: Und ich weiß noch, ich hatte im November glaube ich mal da musste ich zwei Telefonate führen und ich hab die so prokrastiniert eine mit dem Finanzamt und eine mit einem Amtsgericht und tatsächlich noch ein Dritten so.

00:59:50: und ich habe die drei so pro-krastiniert weil Sie sagten, wenn ich bei den Behörden anrufe.

00:59:57: Dann habe ich da angerufen und die waren alle so freundlich.

01:00:00: Ich meine das ist natürlich nicht garantiert aber ich hab echt so gute Erfahrungen gemacht.

01:00:04: Und ich hab denen das dann auch immer mal gespiegelt.

01:00:07: also ich weiß noch dass ich kürzlich ein Gespräch mit einer vom Amtsgericht hatte und ich hat mich echt bei ihr bedankt dass sie immer so freündlich ist und sich immer Zeit nimmt weil ich das nicht selbstverständlich finde und habe ja auch gesagt dass ich am Anfang immer Schiss hatte anzurufen und dass es inzwischen überhaupt gar nicht mehr so ist hat sich so gefreut, die hat gesagt ach das ist ja so schön auch mal so ein Feedback zu bekommen.

01:00:26: Und ich mir denke ja und wenn ihr solche Erfahrungen macht den Menschen das auch spiegeln damit vielleicht andere Trauerende mehr und mehr diese Erfahrung machen können.

01:00:37: Ja absolut!

01:00:39: Theresa ich schau auf die Uhr.

01:00:40: wir haben schon gar nicht schön lang gesprochen.

01:00:42: Ich würde jetzt nochmal ganz kurz zusammenfassen was ich jetzt für mich und vielleicht auch für unsere Zuhörerinnen mitgenommen habe.

01:00:50: Also was mir jetzt ganz besonders in Erinnerung bleibt von unserem Gespräch ist, dass die Trauer intensiv mit Scham verbunden sein kann und der Trauer dadurch natürlich auch im Weg steht Und das auf der anderen Seite die Verbindung zu uns selbst uns eben den Zugang genau vielleicht auch zu dieser Scham und auch zu unserer Trauer unterstützen kann und da helfen kann.

01:01:22: Und wenn wir Unterstützung sind, dass du auch allen redest, wir dürfen uns aktiv um Unterstützung kümmern!

01:01:33: Wir dürfen uns die holen und für...um uns gut, um uns in unserer Trauer zu kümmern.

01:01:41: Und was ich auch gelernt habe, wenn wir selbstständig uns machen.

01:01:47: Und manchmal, wenn wir auch in die Selbstständigkeit gezwungen werden jetzt ein geliebtes Wesen verlieren vorher waren wir vielleicht ein Team aus zwei plötzlich bin ich hier alleine da bin ja auch mehr oder weniger selbstständig für alle Themen verantwortlich dass wir uns auch da den Raum für die Langsamkeit nehmen dürfen.

01:02:07: und noch eine Sache habe ich gelernt heute das ist vielleicht für alle Eltern wichtig die da heute zuhören Als du ein Kind warst, Theresa und eigentlich eine Trauer hätte da sein

01:02:23: dürfen.

01:02:24: Wo wir sie vielleicht als Kind eben auch mal wünschen in den Arm genommen haben um getröstet zu werden?

01:02:28: Da gab es das in der Form nicht!

01:02:30: Und dann bist du in der Schockstarre verfallen.

01:02:34: also dass wir da vielleicht wenn wir Kinder haben drauf achten wie die wie's denen denen auch so geht und dass wird er nicht erst dann viele viele Jahre warten um Bis dann der nächste Trauerfall kommt, um anzufangen zu reden.

01:02:49: Wie geht's mehr eigentlich?

01:02:52: Und dann auf den übernächsten Trauerfalls zu warten.

01:02:55: um zu sagen, jetzt schaue ich da mal hin.

01:02:57: Was fühle ich überhaupt?

01:02:58: Das nehme ich so mit.

01:02:59: Möchtest du gerne noch was ergänzen,

01:03:01: Theresa?".

01:03:02: Ja, was sich vielleicht ergänzten möchte, weil er sagt wir sollten uns dann die Langsamkeit nehmen und genau das ist halt oft wirklich nicht möglich und dass es im Nervensystem bedingt.

01:03:12: Also das Nervenystem verhindert dann im Prinzip, weil's meint... Es ist nicht sicher wenn ich mir eine Pause nehme.

01:03:18: Das heißt, wenn du da auch irgendwie spürst für dich, fällt es aber so schwer diese Langsamheit zu nehmen, dann kann das wirklich ein Schlüssel

01:03:25: sein.".

01:03:25: dass du dich mit deinem eigenen Nervensystem mal noch tiefer beschäftigst, verstehst wie das funktioniert und so weiter.

01:03:31: Weil das ist für mich zumindest der Schlüssel gewesen, dass ich auch nochmal neben all dem Verarbeiten von der Trauer, die ja bei mir jetzt schon etwas her ist aber da sich noch einmal mehr Lebendigkeit in meinem Leben fühle.

01:03:47: Auch mal mehr Lebändigkeit weil du dich Intellektuell vom Verstand her beschäftigt hast und das dann in deinem Körper umgesetzt hast.

01:03:55: Ja, das finde ich auch sehr wichtig.

01:03:57: bei manchen Menschen gelingt es ja in die Ruhe zu kommen indem wir die ruhe einfach mal erfahren und sie wirklich zulassen können.

01:04:06: aber klar es gibt Menschen da lebe ich ja auch immer wieder dass wie so eine barriere die ruhen.

01:04:13: Es kann einfach gar nicht funktionieren.

01:04:14: Das finde ich noch mal ganz, ganz wichtig!

01:04:16: Ja, ich würde dann jetzt langsam zum Ende kommen von dieser Folge und ich freue mich wenn wir uns nächste Woche hier im Podcast wieder hören oder auf YouTube wieder sehen.

01:04:26: Bis dahin herzliche und bewegte Grüße deine Tanja und

01:04:32: Theresa.

01:04:34: Und wenn dir mein Podcast gefallen hat und er hilfreich für dich war, dann das gerne.

01:04:37: eine Bewertung oder ein Kommentar da.

01:04:40: Damit hilfst du mir weil ich dann weiß wovon du dir mehr wünscht.

01:04:43: aber vor allem hilf so anderen Trauerenden die sich auch Orientierung in ihrer Trauern wünschen.

01:04:48: Wenn du mehr über mich um meine Arbeit wissen möchtest findest du mehr Informationen auf meiner Webseite www.doctaminus Tanja-Pfister.de und da kannst du dir auch meinen wöchentlichen Newsletter holen, die Webseite von Theresa packe ich dir in die Show Notes.

01:05:03: Theresa hat auch einen Newsletter.

01:05:05: den kannst du ja auch holen.

01:05:06: der ist auch sehr empfehlenswert

01:05:08: und

01:05:08: Theresa findest du nicht mehr.

01:05:10: aber mich findest Du noch auf den sozialen Medien und auch dauerhaft bei Instagram Facebook und LinkedIn.

Über diesen Podcast

Du hast einen geliebten Menschen verloren und fühlst dich von deiner Trauer überwältigt? Du suchst nach Wegen, deinen Schmerz zu verarbeiten und wieder zu dir selbst zu finden? Dann bist du hier genau richtig!

In diesem Podcast teile ich meine persönliche Geschichte und zeige dir, wie ich es geschafft habe, meine Trauer zu bewältigen und wieder Lebensfreude zu finden. Gemeinsam entdecken wir, wie Bewegung, Achtsamkeit und verschiedene Körpertechniken uns dabei unterstützen können, unsere Gefühle anzunehmen, zu verstehen und loszulassen.

Ich lade dich ein, auf eine Reise zu dir selbst zu gehen. Eine Reise, auf der du lernst, deine Trauer als Teil deines Lebens anzunehmen und daraus Kraft zu schöpfen. Denn auch nach einem Verlust kann das Leben wieder bunt und erfüllend sein.

Lass uns gemeinsam den Weg aus der Trauer finden und ein neues Kapitel aufschlagen. Ich freue mich auf dich!

von und mit Dr. Tanja Pfister

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