00:00:01: Wie Trauer aus einer extrovertierten Person eine introvertierte Person macht, wie Trauer sich in Form von Wut zeigen kann.
00:00:10: Das erfährst du heute in dieser Interviewfolge.
00:00:14: Stefanie wird dir auch berichten, wie sie während des Workshops bei mir ganz besondere Erinnerungen gesammelt hat und es ist einer von mehreren Tipps die sie für dich heute hier dabei hat, lautet es ist okay und warum es ok ist zu trauern.
00:00:38: Die Trauer da sein zu lassen das erfährst du jetzt in dieser Folge.
00:00:53: Hallo und herzlich willkommen bei Bewegtrauern-Bewusstsein für alle, die in der Trauerfeststecken mehr über Trauer und Trauern erfahren wollen.
00:01:00: Und die wieder ein erfülltes Leben mit der Traur führen möchten!
00:01:05: Ich bin Dr.
00:01:05: Tanja Pfister selbst Witwe und Weise und ich begleite Trauerende durch meinen neuen körperbasierten Weg.
00:01:12: Schön dass du da bist.
00:01:13: Ich wünsche dir angenehmes zu hören ja und ich freue mich heute Ganz besonders.
00:01:19: Mein Herz geht auf, denn heute ist hier bei mir Stephanie Finkeler zu Gast!
00:01:24: Sie ist interkulturelle Expertin und berät- und begleitet Expatfamilien.
00:01:29: da werden wir nachher noch drauf kommen was das denn genau ist.
00:01:31: also sie begleitet Expatfamily vor während und nach dem Auslandsaufenthalt Und für mich ist sie eine Frau die Offenheit Neugier Warmherzigkeit und ganz viel Mut in sich vereint.
00:01:49: Und das werdet ihr hier heute auch erleben, denn sie wird über sehr persönliche Verlusterfahrungen sprechen.
00:01:59: Herzlich willkommen Stefanie!
00:02:01: Ja liebe Tanya vielen liebendank dass du mich eingeladen hast in dein Podcast.
00:02:07: uns verbindet mittlerweile eine Freundschaft und von daher ist es für im Podcast da zu sein und ja auch an deine Audience nach draußen.
00:02:19: Ich freue mich, dass ich vielleicht euch heute auch was erzählen kann.
00:02:22: Danke!
00:02:24: Ja genau du hast schon gesagt wir sind befreundet und wir haben uns über ein Buchcoaching kennengelernt das habe ich hier auch in meinem Buch erwähnt, dass sich mir Hilfe geholt hab um mein Buch zu schreiben und irgendwann in diesem Coaching da ging es dann darum einen Buddy einen Buddy zu finden innerhalb der Gruppe.
00:02:47: Und ich habe viel zu spät davon erfahren, weil irgendwie manchmal bin ich ja auch nicht so gut organisiert beziehungsweise da war ich unterwegs mit meinen Kindern in den Ferien und hab das nur am Rande mitbekommen und irgendwie habe ich mir dann gedacht oh mit wem aus der Gruppel möchte ich denn gerne Buddy sein?
00:03:04: und dann bis sofort du mir Ja, aufgeploppt vor meinen Augen gewesen.
00:03:09: und dann habe ich dir eine WhatsApp geschrieben.
00:03:11: Ich war gestern nicht dabei aber möchtest du mein Buddy sein?
00:03:14: Und dann hast du geantwortet ja ich hab auch noch kein Buddy!
00:03:19: Da ist wieder so etwas passiert was sich dem Menschen gerne mitgeben möchte wenn wir vertrauen Wenn wir nach außen gehen.
00:03:29: mit unserem Wunsch wird er natürlich nicht immer ganz oft erfüllt werden.
00:03:37: Ja, und da haben wir uns sehr gut kennengelernt.
00:03:40: Wir haben parallel unsere Bücher geschrieben.
00:03:44: Du Deins?
00:03:45: Ich meine es!
00:03:45: Wir waren jeden Tag im Austausch über unsere Büche und darüber hinweg ist dann eben unsere Freundschaft entstanden weil wir irgendwann nicht mehr nur über die Bücher gesprochen haben sondern halt auch warum wir vielleicht heute nicht geschafft haben am Buch weiterzuschreiben oder warum's heute besonders gut geglückt ist.
00:04:01: und da gehört ja auch immer das Leben neben dem Buch schreiben mit dazu.
00:04:06: Und bei mir war es dann Ende ... ... ja, so weit das mein Buch schon beim Verlag war und auch schon gedruckt war.
00:04:20: Das sollte dann im Februar rauskommen.
00:04:22: Da hast du mich ganz nah begleitet, Stefanie.
00:04:25: Du warst noch im September im Urlaub ... ... und dann bist du zurückgekommen und da war plötzlich ... Alles anders.
00:04:38: Das kann man so sagen, genau.
00:04:40: Also Ende Oktober kam ein Anruf, dass mein Papa ins Krankenhaus gekommen ist.
00:04:46: Wir haben am Anfang Rückenschmerzen vermutet also es war eigentlich was harmloses.
00:04:52: Meine Eltern wohnen vierhundert Kilometer entfernt.
00:04:54: das heißt ich habe mich sonntags morgens direkt ins Auto gesetzt bin dort hingefahren und ja kam dort an und mein Papa war auf intensiv.
00:05:04: Also einen Umstand den ich so erst überhaupt nicht verstehen konnte.
00:05:07: Aber er hatte wohl massive Luftprobleme, musste dann auf intensiv bleiben und was dann gefolgt ist waren drei Wochen im Krankenhaus wo man sagen muss das ja innerhalb von drei Tagen nicht mehr aufstehen konnte dass die Ärzte nicht rausgefunden haben was mit ihm nicht stimmt und dass er tatsächlich innerhalb von sechs Wochen verstorben ist Das heißt also von einem Menschen der vorher kein Pflegegrad nichts hatte.
00:05:33: Zum Tod war das einfach extrem überraschend.
00:05:37: Ich hab ihn da aber ganz eng begleitend dürfen, also das war für mich ganz wichtig dass ich diese Zeit auch mit ihm haben konnte.
00:05:44: wir haben noch über viele Dinge uns austauschen können Aber der Verlust war riesig weil mein Papa einfach immer eine ganz große Rolle in meinem Leben gespielt hat und was das Ganze wirklich erschwert hat oder noch so ein Ein anderen Aspekt mit reingebracht hat war eben, dass meine Mutter Dement ist.
00:06:07: Sie auch noch zu Hause gelebt hat und mein Papa ihr Stützfeiler war.
00:06:12: Und nachdem er dann verstorben ist sie die Welt überhaupt nicht mehr verstanden hat.
00:06:17: Es war vorher schon sehr schwierig für sich Dinge zu greifen aber durch den Verlust ist sie komplett entklitten.
00:06:24: anders kann man das nicht sagen ja?
00:06:27: Dadurch... war ich ein halbes Jahr komplett in meinem alten Elternhaus.
00:06:32: Ich habe erst den Papa begleitet, in den Tod und dann eben meine Mutter gepflegt bzw.
00:06:40: habe dann auch eine Einrichtung für sie gesorgt weil es einfach nicht mehr ging.
00:06:44: ja also das war ne sehr sehr schwierige Zeit.
00:06:49: Ja, ich kann mich sehr gut daran erinnern wie du mir geschrieben hast.
00:06:52: Mein Papa ist im Krankenhaus und dann irgendwann... Ich bin gerade beim Hörgerät der Akustik also da kamen so ganz normale Dinge zwischen um nochmal nach den Hörgäräten für mein Papa zu schauen und eine Woche später ging es ihm wieder so schlecht und kurz darauf ist er gestorben während du ja noch geschaut hast für einen Pflegeplatz, weil es jetzt nicht mehr ganz so fit wird.
00:07:18: Aber niemand ist ja davon aus ... Es war gar nicht abzusehen, dass er so schnell sterben
00:07:22: wird.".
00:07:23: Das stimmt!
00:07:24: Das war eine ganz große Überraschung.
00:07:26: Ja
00:07:27: und du bist ja ein Einzelkind?
00:07:31: Und hast mal zu mir gesagt, dass du ne sehr enge Verbindung zu deinem Vater hattest.
00:07:40: Und in dem Moment wo du dich eigentlich darüber austauschen wolltest über den Verlust von deinem Papa.
00:07:48: Und da deine Mutter ja eine entscheidende Rolle spielen könnte, ist deine Mutter... Ich mach jetzt mit der Hand hier so ne Bewegung falls du zuhörst, die hat sich sozusagen auch weg entfernt sowohl von deinim Vater als auch von dir und da warst du doppelt allein gelassen.
00:08:10: Ja ich glaube das war dieses.
00:08:11: normalerweise wenn ein geliebter Mensch stirbt hat man die Familie, die einen auffängt.
00:08:18: Ja?
00:08:18: Ich habe meine kleine Familie ... ich hab auch noch ein Onkel der mir sehr nahe steht und natürlich haben die auch alle versucht mich zu unterstützen und auch die Freunde.
00:08:30: aber meine Mutter war eben diejenige neben meinem Onkel, die meinen Papa so lange kannte und mich auch solange kannte also die unser Leben kannten.
00:08:40: Und dieses Austauschen dieser Erinnerung sind ja so wichtig Und das ging mit meiner Mutter nicht.
00:08:47: Sie hat nicht verstanden, dass der Papa gestorben ist?
00:08:49: Sie hat auch das immer wieder für sich widererlebt, was ich ganz schlimm fand und dann konnte ich einfach mit ihr ja nicht darüber sprechen!
00:08:58: Ich konnte nicht sagen Mensch, Mama weißt du noch wie wir das und das gemacht haben.
00:09:02: Das hat es mir persönlich schon sehr schwer gemacht, dass das nicht möglich war.
00:09:08: Zum anderen einfach diese Sorge um sie... Wie geht es jetzt weiter mit ihr, weil das war ganz schnell klar.
00:09:15: Sie wird nicht alleine leben
00:09:16: können.".
00:09:17: Das ging nicht.
00:09:18: ja, weil sie auch ... Ja, das normale Leben war einfach nicht mehr möglich und ich glaube durch den ganzen Stress war sich auch irgendwann aggressiv und hat mich noch zusätzlich wirklich weggeschubst.
00:09:33: also sie hat mich nicht erkannt manchmal und sie war zum Teil so wirklich dass sie auch körperlich mich weggeschubst hat.
00:09:43: Und das ist ja eigentlich der Moment, wo man so denkt hier wir wollen uns beide stützen und zum Armen.
00:09:49: Ja!
00:09:49: Das ging einfach.
00:09:51: Es ging nicht.
00:09:52: Also du bist da voll trauer zu deiner Mutter gekommen ins Haus und sie hat dich gar nicht erkannt und gesagt was machen Sie hier?
00:10:01: Nicht nur dass es war hau ab.
00:10:04: Du hast hier nichts zu suchen.
00:10:08: eine sehr, sehr schwere Phase.
00:10:13: Und ich glaube auch in Trauern ist da fast nicht möglich.
00:10:17: Also diesen Trauerprozess zulassen zu dem Zeitpunkt konnte ich gar nicht weil das alles überlagert wurde durch die Sorge für meine Mutter.
00:10:28: Durch die Sorgung deine Mutter wie geht es weiter?
00:10:30: Du wohnst vierhundert Kilometer entfernt.
00:10:32: wenn du kommst erkennt sie dich nicht oder schiebt dich weg und das macht's natürlich sehr schwierig.
00:10:40: Du hast ja da vorher schon mein Buch gelesen, hat das schon ein bisschen ... du warst ja ganz hautnah dabei bei dem ganzen Prozess wie ich meinen Buch geschrieben habe.
00:10:55: Und da zeigt sich aber dann doch wieder eines auch wenn wir so einen Buch vorablesen und dann selber in der Trauer ankommen man kann sich nicht darauf vorbereiten auf diesen Schmerz
00:11:08: Das stimmt, man kann sich nicht darauf vorbereiten.
00:11:11: Aber so rückblickend würde ich sagen das mir dein Buch ganz viel gegeben hat.
00:11:16: Also ich hatte ja das große Privileg dass ich das Manuskript schon lesen durfte also wirklich eng dabei war und Ich habe auch immer gesagt es ist ein buch was jeder lesen müsste weil da so viel Wissen über das thematrauer steckt bestimmte Themen die wir so einfach nicht kennen Und mich hat das sehr fasziniert.
00:11:38: Ich habe dann ja nicht am Anfang, aber ich hab danach irgendwann verstanden dass das eine Unruhe oder auch eine Wut in mir mit meiner Trauer zusammenhängt und das hätte ich ohne dein Buch nicht verstanden.
00:11:57: Also das muss ich ganz klar sagen Ja!
00:11:58: Das ist nicht, dass es in dem Moment sofort klick macht und diese Verbindung zum Buch da ist.
00:12:04: Aber ich bin mir ziemlich sicher Ganze kam eigentlich erst.
00:12:11: Das kommt im Nachhinein, dass man darüber reflektiert, ja?
00:12:14: Dass ich sagen kann, ich habe durch dein Buch und die Gespräche mit dir verstanden das ich in einem Trauerprozess war und deswegen Dinge nicht so machen konnte wie ich das gewohnt war.
00:12:27: Möchte da als Beispiel nennen... Ich konnte letztes Jahr, also Papa ist Ende vierundzwanzig gestorben, in fünfundzwundzig nachdem ich ab April wieder zu Hause war, trotzdem nicht normal funktionieren.
00:12:42: Ich hatte Schwierigkeiten unter Menschen zu gehen also in größeren Gruppen vor allem wenn ich Leute nicht gekannt habe was für mich sehr sehr ungewöhnlich ist weil ich eigentlich eher ein extravertierter Mensch bin.
00:12:54: und ich war introvertiert.
00:12:56: ganz klar Und ich hab letztes Jahr mit gehadert dass sich meine Buchveröffentlichung verzögert Und auch da kann ich jetzt sagen, es war gut.
00:13:09: Weil ich viele Dinge, die ich jetzt machen kann letztes Jahr nicht geschafft hätte und das war die Trauer.
00:13:16: Das waren nicht irgendeine Veränderungen von mir sonst sondern es war der Trauerprozess und deswegen bin ich da Tanja einfach dankbar für ihr Buch und auch für ihren Workshop.
00:13:28: Wäre es nicht, ob wir da vielleicht nochmal kurz drauf zu sprechen
00:13:31: können?
00:13:31: Ja, können wir gleich darauf zu sprechen kommen und zwar weil du gesagt hast, ich konnte das dann einordnen dass es mein Trauerprozess ist diese Wut die da kommt.
00:13:42: Weil sonst könnte man ja ... Du warst ja wieder in deiner Familie Und dann zeigt sich Wut auch im Zusammenleben mit den Menschen.
00:13:52: oder Ja, man verändert sich so wie du sagst Ich bin eigentlich extrovertiert und gehe nach außen und plötzlich bin ich introvertiert.
00:14:00: Da sind natürlich die Menschen im Umfeld auch irritiert.
00:14:03: Was ist denn los mit der Stefanie?
00:14:05: Und dann kann es ja auch passieren, dass man anfängt an sich selber zu zweifeln und sich denkt was ist denn da los ich bin ja gar nicht mehr ich.
00:14:15: Dann denkt man vielleicht ist das jetzt das Alter oder was man alles sicher bei überlegt sind die Harmonie kriege ich eine Depression weil es mir ein Buch nicht vorankommt und so und wenn man da mal inne heil hält und erkennt achso das ist ja meine Trauer und man gibt ihr den Raum.
00:14:32: Und das hast du ja dann gemacht und hast den Druck rausgenommen, weil ich sage es ja hier auch immer wieder die Trauer ist unglaublich anstrengend.
00:14:43: Und wir wissen beide so ein Buch herauszubringen also erst mal zu schreiben aber da kommt er doch ganz viel mehr dann.
00:14:51: Das ist auch wahnsinnig anstrendend und da bin ich sehr froh dass du da nicht so streng mit dir warst, sondern gesagt hast, nee das ist jetzt einfach nicht die Zeit dafür.
00:15:03: Jetzt geht es erstmal um meine Mutter, die gut zu versorgen, das alles gut abzuschließen auch mein Elternhaus in der Art... Also das Haus gibt's ja noch aber nicht mehr so wie bevor ihr nach Island aufgebrochen seid.
00:15:21: Da konntest du einfach dahin fahren deine Eltern besuchen Und das geht ja jetzt nicht mehr.
00:15:26: Sie sind beide nicht mehr da, dein Vater ist gestorben und mit deiner Mutter kannst du nicht mehr
00:15:33: sprechen.".
00:15:34: Was würdest Du denn sagen?
00:15:39: Das ist auch eine Trauer wenn wir Menschen gegenüber sitzen der zwar körperlich noch anwesend ist, mit dem wir aber eben so wie Du vorhin geschildert hast keine Erinnerungen mehr austauschen können.
00:15:51: Was ist denn der Unterschied zwischen diesen beiden Formen von Trauern?
00:15:56: Nimmst du das wahr?
00:15:59: Also die Trauer, wenn ein Mensch verstorben ist.
00:16:03: Also mein Papa wie er gegangen ist... Das ist einfach sehr endgültig!
00:16:08: Da ist einfach klar ich werde mit ihm in physischer Form keine Zeit mehr miteinander verbringen können.
00:16:14: ja und meiner Mutter ist es so.
00:16:18: aber das hat auch gedauert.
00:16:19: also das war nicht von Anfang an so.
00:16:21: am Anfang war das schon eher so.
00:16:22: dieser der Verlust hat überwogen dass sich Jedes Mal, wenn ich auch bei ihr war so raus bin und gedacht hab, boah.
00:16:30: Das ist nicht mehr meine Mama ... Der Verlust hat man einfach gespürt ja?
00:16:36: Und ich habe dann immer mal wieder gesagt, eigentlich hab ich beide Eltern gleichzeitig verloren.
00:16:43: Jetzt ein gutes Jahr später sehe ich es tatsächlich ein bisschen anders.
00:16:48: Weil die Zeit, wenn Ich dort bin mit ihr sehr genieße, einfach dieses Die Hand halten Sie in den Arm nehmen Ich sag nicht mehr Mama zu ihr, ich spreche sie mit ihrem Vornamen an.
00:16:59: Weil da ein bisschen eine Reaktion kommt ja und es hat nichts mit dem zu tun wie unser Verhältnis früher war.
00:17:05: aber ich habe so das Gefühl ich kann dann noch irgendwas festhalten.
00:17:09: deswegen ist es für mich anders diese Form von Trauer Und die is im Moment auch Ein bisschen so on hold dass sich jetzt so denken also ist noch da.
00:17:20: ich genießt die Zeit noch auch wenn es nicht mehr ist wie früher.
00:17:24: Ich weiß nicht, ob das so verständlich ist.
00:17:26: Ja
00:17:28: ich kann das sehr gut nachempfinden weil mein Mann hat ja auch eine Gehirnerkrankung und der konnte dann auch ganz viele ... Der konnte ja auch nicht mehr sprechen.
00:17:39: Im Gegensatz zu deiner Mutter hat er uns ja.
00:17:41: aber und das beschreibe ich ja auch in meinem Buch Hat er uns bis zuletzt erkannt Weil er ja Arzt war und wusste Wir destrinieren kann, dass er, indem er immer wieder und immer wieder unsere Namen sagt.
00:17:53: Vergisster uns nicht!
00:17:59: Und ich weiß wie man da halt einen Menschen gegenüber sitzt... ...und dessen anderer Mensch ist.
00:18:08: Also ich habe es tatsächlich so ähnlich erfahren.
00:18:11: Ich hab mich ja... Du bist sehr offen, also bin ich heute auch sehr offen.
00:18:17: Ich habe mich zu irgendeinem Moment von meinem Mann als Ehemann verabschiedet, weil ich einfach gemerkt habe das ist für mich zu schmerzhaft.
00:18:31: Natürlich war ich jeden Tag bei ihm und in Verbindung mit ihm aber auf... Ich selber hatte eine andere Erwartung an ihn.
00:18:39: vielleicht ist auch das was du jetzt wir verändern die Erwartungen an die kranken Menschen und plötzlich Indem wir diese Erwartungen von früher, du bist meine Mutter.
00:18:53: Du bist mein Ehemann, wenn wir das gehen lassen können... Das ist ja nicht so einfach!
00:19:00: Und dann sagen sie, dass ich ein Mensch bin, der mir unglaublich wichtig ist für mich und die unglaubliche Beziehung noch da sein kann, damit wieder ganz viel entstehen kann.
00:19:13: Auf jeden Fall.
00:19:15: Mich hat es selber überrascht Aber es ist schön.
00:19:18: Es ist einfach jetzt auch ein schönes Gefühl und ich hoffe, dass wir das noch länger haben, ja?
00:19:24: Ja, danke, dass du
00:19:26: auch das mit deinem Mann beschrieben hast, weil das mir jetzt auch nochmal zeigt... Dass das auch möglich ist, dieses schon die eine Rolle ein bisschen ablegen, dass man dieses Bild wegnimmt was hier schon stark ist, also ob's eben der Ehemann ist und was in dieser Ehe war oder eben diese Mutter-Tochterbeziehung.
00:19:47: Es ist jetzt so, dass ich hingehe und so denke.
00:19:51: Ich gebe ihr Energie für ihre nächsten Schritte und genieße einfach das wir zusammen sein können.
00:20:00: Und manchmal wenn sie nur schläft dann sitze ich da manchmal eine Stunde anderthalb einfach nur da.
00:20:06: Mein Mann hat ja einen ganz wichtigen Satz zu mir gesagt als er noch sprechen konnte aber es kaum gemacht hat.
00:20:13: Wir haben hier zusammen gewohnt und die beiden Kinder, er saß einfach nur da.
00:20:18: Da hab ich irgendwann mal voll Ungeduld gesagt ... Jetzt sag halt endlich mal was antwortet mir doch mal!
00:20:26: Dann hat er mich angeschaut.
00:20:27: Ich glaub, der hatte alle seine Energie zusammengenommen und hat zu mir gesagt ... Tanja, ich antworte dir immer.
00:20:34: Ich antwarte dir jedes Mal.
00:20:36: Nur hörst du meine Antwort nicht?
00:20:40: Und da kommen jetzt auch wieder die Tränen.
00:20:44: Ja, das tut einfach unglaublich weh, wenn die Menschen sich nicht mehr ausdrücken können.
00:20:48: Wenn sie da in den Möglichkeiten einfach fehlen, die körperlichen das zu machen und dass sie aber doch noch in der Verbindung mit uns sind.
00:20:58: Und ich glaube, das war auch dieser Satz, der mich über diese schweren Jahre waren es ja bei mir und am Ende ganz schwere Wochen und Tage, die mich darüber hinweg... getrüstet haben und wo ich ja mir immer gedacht habe, er antwortete mir jedes mal.
00:21:17: Ich höre es nur nicht oder du antwortest mir jedes Mal nur höre ich's nicht und dadurch konnte ich auch immer in der Kommunikation mit ihm
00:21:26: bleiben.".
00:21:29: Ja,
00:21:30: Stefanie!
00:21:31: Du hast vorhin gesagt, ich hab gemerkt da ist diese Wut.
00:21:37: Worauf warst du denn wütend?
00:21:41: Das kann ich dir gar nicht genau sagen.
00:21:43: Also ich bin eigentlich niemand, der schnell wütend ist oder dieses Gefühl Wut, dass das so präsent ist.
00:21:50: Ich bin nachts wach geworden und habe Wut verspürt.
00:21:53: Nicht jetzt auf Personen – das kann ich gar nicht sagen!
00:21:56: Es waren die Umstände.
00:21:58: Wieso hänge ich da jetzt in so einer Situation fest?
00:22:02: Warum muss ich mich um alles alleine kümmern?
00:22:05: Und darum, weil es gab natürlich auch und gibt es immer noch bürokratische Hörden, die mit dem Tod zusammenhängen... Mit dem Tod und gleichzeitig eben die Mutter, die hochgradig dement ist und nicht mehr für sich entscheiden kann diese Konflikte.
00:22:20: Das hat eine Wut in mir verursacht, die ich so nicht kannte.
00:22:24: ja und das war tatsächlich Anfang diesen Jahres ganz extrem also eigentlich nach dem ersten Todestag vom Papa.
00:22:33: Und dann kam dein Workshop Angebot.
00:22:37: Und dann habe ich mir so gedacht, weil du hattest mir das letztes Jahr auch schon mal angeboten.
00:22:41: Dass sich an dem Workshop teilnehmen kann und es hat letztes jahr nicht gepasst also es hat sich nicht richtig angefühlt.
00:22:47: Also diese Bereitschaft war für mich glaube ich nicht da nicht dazu öffnen oder zu fühlen.
00:22:54: Das könnte mir gut tun.
00:22:56: Also das hat gebraucht wie gesagt über ein ja hat es gebrauchen.
00:23:01: und dann hab ich aber gedacht Das ist jetzt was, das gönne ich mir.
00:23:06: Ich fahre da jetzt hin und mache die drei Tage und lasse mich darauf ein, was immer
00:23:11: kommt.".
00:23:12: Also ganz offen mit viel Vertrauen in das, was du anbietest ja?
00:23:20: Und ich glaube, was ich so genossen habe war dass ich mich um nichts kümmern musste!
00:23:27: Papa, seit dem Zeitpunkt wo der Papa ins Krankenhaus kam war es immer go-go-go.
00:23:32: Das organisieren, jenes organisieren sich hier drum kümmern den nächsten Brief beantworten und das war jetzt einfach was wo ich gehen lassen konnte.
00:23:40: Wo ich
00:23:42: mich auf dich,
00:23:43: auf deine Techniken eingelassen habe ob dass die Pilates Sachen waren, ob das die Yogasachen waren.
00:23:49: The Soul Motion hat mir extrem viel gebracht, das Tanzen ja... Und ich war um meinem Papa so nah, das kann man eigentlich gar nicht beschreiben.
00:24:01: Du hattest letztes Jahr zu mir gesagt, hol dir ein Erinnerungsbüchlein, schreib Erinnerungen auf die kommen.
00:24:08: und ich habe das gemacht und ich hab ein paar Erinnerung aufgeschrieben.
00:24:11: aber in diesem Wochenende habe ich dreimal so viele Sachen aufgeschieben ja?
00:24:18: Und danach war für mich eine Erleichterung da.
00:24:20: also einfach so ne... Ich hab meine Unbeschwertheit wieder zurück.
00:24:24: Das können viele vielleicht gar nicht nachvollziehen Aber für mich war es extrem wertvoll und ich konnte jetzt einfach die nächsten Schritte für mich gehen und mich auf mein Buch konzentrieren, auf die Veröffentlichung.
00:24:37: Und ich merke, ich bin einfach wieder... Ich selbst!
00:24:42: Ja vielen Dank dass du jetzt von dir aus auch dem Workshop zu sprechen gekommen bist.
00:24:47: Da haben wir ja hier so viele Themen.
00:24:48: Ich hätte das vielleicht fast vergessen aber Es ist so schön wie du das beschreibst was passieren kann wenn wir uns erlauben, mal aus dem... Ich muss funktionieren.
00:25:05: Das muss ich noch erledigen!
00:25:06: Es waren ja bestimmt zu dem Zeitpunkt wo du zum Workshop gekommen bist auch viele Dinge die eigentlich immer dringend sind.
00:25:14: Das sind ja immer so viele wichtige Sachen, die wir machen müssen für Behörden und so.
00:25:20: Die macht ja auch immer Druck und das man sich dann Trotzdem, obwohl da der Druck von außen ist und die vielen Aufgaben sind mal die Erlaubnis nimmt.
00:25:30: Ich klingte mich da jetzt mal für drei Tage aus, zweieinhalb sind sie aber mit An- und Abreise.
00:25:36: Sind es dann meistens drei oder vielleicht sogar vier?
00:25:39: Und ja schön wie du das gerade beschrieben hast, ich muss mich um nichts kümmern weil ich bin ja da also Tanja ist ja da!
00:25:48: Ich mache dann die Übungen mit den Menschen und alle dürfen einfach schauen Passt die Übung zu mir oder passt sie nicht?
00:25:55: Da ist ja auch kein Zwang dahinter, sondern einfach nur einen sich ausprobieren im Trauer mal begegnen.
00:26:04: Und da hast du dich halt komplett drauf eingelassen.
00:26:07: Also da ist ja wieder das was ich in meinem ersten Satz gesagt habe dass du einfach sehr offen bist und mutig und es braucht man natürlich auch sich auf dem Weg zu machen und so sagen okay ich gehe jetzt hier in ein Workshop mit Menschen, die ich nicht kenne und zeig mich da mit meiner Trauer.
00:26:30: Und schön dass du sagst und danach habe ich mich viel leichter gefühlt auch weil halt diese Verbindung mit dem Menschen oder dem Wesen das nicht mehr da ist mal so intensiv aufnehmen können in einer Umgebung wo es halt auch keine Wertungen gibt wenn mir mal kurz weinen müssen oder vielleicht nicht mitmachen und stattdessen kurz auf die Seite legen möchten.
00:26:58: Ja, vielen Dank, dass du das erwähnt hast!
00:27:01: Also wenn Du hier zuhörst und Interesse hast an meinem Workshop der nächste findet im November statt dann schau unten in die Shonots und melde dich an.
00:27:12: ich freue mich, wenn Du auch dazu kommst.
00:27:16: Das andere große Verlustthema was sich zuerst gar nicht so sehr anhört vielleicht aber woverluste schon auch vielen taucht ja in deinem Buch auf.
00:27:31: Weltweit zu Hause, Expert Family Life.
00:27:34: Expert Family life so heißt ein Buch das ich ja als eine der ersten lesen durfte.
00:27:39: Ich war da ja hautnah dabei beim Entdehungsprozess und da bist du auch sehr offen mit vielen Themen oben in dem Buch.
00:27:49: Du schilderst da Herausforderungen, aber vielleicht magst du den Zuhörerinnen nochmal ganz kurz erklären?
00:27:56: Was ist denn eine Expert-Family?
00:27:59: Also Experts werden eigentlich beschrieben Menschen die im Ausland leben und arbeiten für einen bestimmten Zeitraum.
00:28:07: also es nicht so unbedingt dieses Auswandern was man langdantläufig davon versteht sondern das ist wirklich dass man durch dem Beruf durch eine Firma entsandt wird, in einem Land ist für eine bestimmte Zeit.
00:28:20: Dann vielleicht in das nächste Land geht und irgendwann auch wieder zurückgeht in die Heimat.
00:28:27: Und bei uns waren es eben verschiedene Stationen und wir haben das mit kleinen Kindern tatsächlich angefangen.
00:28:34: Wir waren dann neun Jahre im Ausland.
00:28:36: Es waren fünf verschiedene Länder und
00:28:40: dieses
00:28:40: Gehen von einem Ort zum anderen Das ist eben auch immer wieder ein Verlust.
00:28:46: Das ist das Loslassen von Freundschaften an den Orten, kann ich sagen habe nicht immer so festgehangen.
00:28:54: Es kam ein bisschen darauf an wo wir gelebt haben aber ich hab tatsächlich die Verbindung zur Australien zu dem Land und zum Kontinent.
00:29:02: Das war für mich eine Erfahrung auch zu den Menschen dort die wir kennengelernt haben.
00:29:07: Die war so intensiv dass habe ich vorher noch nie erlebt.
00:29:10: ja Also zum einen war ich wirklich am Boden zerstört, da wegzugehen.
00:29:15: Ich habe bei den Abschiedsfeiern glaube ich nur geweint.
00:29:18: Ich konnte fast nicht reden.
00:29:19: es war einfach ganz schlimm und dann aber eben halt auch dieser Moment wie wir das erste Mal wieder nach Australien geflogen sind.
00:29:31: Dann habe ich mit dem Flugzeug diesen Kontinent erreicht haben.
00:29:35: Das habe ich gespürt Das hört sich verrückt an.
00:29:38: Aber ich habe gespürt, dass wir ankommen und für mich war das, ich komme zu Hause
00:29:42: an.".
00:29:43: Ja?
00:29:44: Und wenn man so ein starkes Gefühl hat dann kannst du dir natürlich vorstellen, wenn es wieder in die andere Richtung geht... ...dann ist es ja Verlust!
00:29:51: Dann ist es die Trauer und ich kann's heute auch manchmal gar nicht greifen wo das herkommt.
00:30:00: aber Gefühle sind nun mal.
00:30:03: Ja, ich glaube schon.
00:30:06: Man kann es ein bisschen einordnen.
00:30:08: Ihr habt da einfach eine sehr intensive Zeit als Familie erlebt und ich denke nur an diese Geschichte... Also das Buch handelt jetzt ja nicht von Trauer sondern vom Leben einer Familie in fünf verschiedenen Ländern Und zuerst war der ja glaube ich in Holland, dann in Spanien.
00:30:28: Ich habe beim Lesen schon so ein leichter Abschiedsschmerz von Spanier gespürt, weil ich glaub dir hat das eigentlich ganz gut gefallen diese spanische Lebensart doch auch bisschen unterschiedlich ist von der zu den Holländern.
00:30:42: und danach Australien – ich war ja selber mal ein halbes Jahr in Australien, es ist auch was uns verbindet, uns beide – da geht ja alles etwas langsamer in Australiens Und manches wird halt auch lockerer genommen.
00:30:54: und du schilderst ja in deinem Buch zum Beispiel einmal diese Geschichte an Weihnachten, wo du dir so sehr einen Christbaum wünscht wie wir hier im Bayern sagen.
00:31:06: Einen echten Tannenbaum und es gab weit und breit keinen Tannenboom!
00:31:12: Dann endet das in einem Plastikbaum?
00:31:16: Den habt ihr bis heute, wie ich weiß.
00:31:19: Genau.
00:31:19: Von dem können wir uns nicht mehr trennen, ja?
00:31:22: Ich meine ... Wenn du mir das damals erzählt hättest, hätte ich gesagt natürlich sobald wir wieder irgendwo sind wo es echte Weihnachtsbäume gibt kaufen wir einen Echten.
00:31:32: und nein unser Weihnachtsbaum begleitet uns seit ... ... sechsundzwanzig Jahren tatsächlich Und kommt jedes Weihnachten wieder aus der Kiste.
00:31:43: Wir lachen immer wieder drüber Ja
00:31:47: Jetzt lacht ihr drüber.
00:31:48: Ich kann mir vorstellen, in dem Moment bei den ersten Weihnachten auf der anderen Seite der Erdkugel und du wünscht dir ein schönes Weihnacht mit deiner Familie und wenigstens den Weihnachtsbaum, weil Schnee gibt es da natürlich nicht!
00:32:02: Und dann klappt das nicht?
00:32:04: Da ist ja auch ein bisschen trauer dabei
00:32:06: oder?!
00:32:08: Also ich glaube, es war mehr die Ungläubigkeit am Anfang.
00:32:11: Weil man angerufen hat und gesagt hat wir müssen uns entscheiden zwischen einem dreißig Zentimeter echten kleinen Bäumchen oder eben einen Meter siebzig-achtzig für den künstlichen und mit zwei kleinen Kindern.
00:32:23: Die Kinder waren damals zweiundvier oder noch kleiner?
00:32:27: Ich glaub da kann sich jeder vorstellen dass man nicht neben so ein kleines Bäume stellen möchte ja.
00:32:33: Aber natürlich ist auch Trauer dabei wenn wenn man so an Traditionen nicht festhalten kann, wobei wir das oft versucht haben.
00:32:43: Also unsere Tradition schon ein bisschen mit Einfließen zu lassen.
00:32:48: aber es ist ein bisschen eine geben und nehmen glaube ich auch das Annehmen von neuen Dingen Das ist schön.
00:32:56: und ja mein Buch ist glaube ich sehr positiv Und das ist Deins eben auch.
00:33:01: Deins zeigt ja auch Perspektiven auf wie man gut vorangehen kann.
00:33:07: Und ich glaube, das ist immer das was wir so in den Mittelpunkt stellen sollten und da sind wir uns auch beide sehr ähnlich dass wir nicht so verharren In dem hier und jetzt und wenn es halt gerade mal nicht läuft dann gucken wir Was kann der nächste Schritt sein?
00:33:22: Wo können wir uns Hilfe holen?
00:33:23: Ich glaube da sind wie uns auch ähnlich ja Dass wir gucken wer kann uns unterstützen auf diesem Weg auf diesen nächsten Stück des Weges?
00:33:33: Ja Und von daher, ja ich bin unheimlich froh das wir beide uns kennengelernt haben und auch dass ich dein Buch lesend durfte.
00:33:45: Dass ich es habe und ich wünsche mir, dass ganz viele Menschen es lesen weil es so viel Wissen einfach auch birgt.
00:33:53: Ich glaube nicht nur für die Menschen die selber im Traueprozess feststecken sondern auch für das Umfeld.
00:33:58: Weil man einfach lernt wie man besser damit umgehen kann.
00:34:02: Stimmt, gell?
00:34:03: Weil du hast dir das Buch gelesen zu einer Zeit wo es eigentlich keine Trauer gab in deinem Leben.
00:34:08: Genau
00:34:10: und ich nicht
00:34:11: erwartet hätte dass es so schnell auf mich zukommt.
00:34:19: Ja Stephanie jetzt würde ich ganz gerne noch ein paar Sachen zu deinem Buch sagen.
00:34:24: also das ist ja ganz neu erschienen das heißt Expert Family Life.
00:34:28: Ich kann allen empfehlen so ähnlich wie du alle könntest lesen auch die die nicht Planen ins Ausland zu gehen, weil es eben ein sehr, sehr persönliches Buch ist.
00:34:39: Wo man das miterleben kann.
00:34:40: was bedeutet das denn wenn ich von Spanien mit meinen Möbeln noch aus Deutschland nach Australien reise und warum das auch wichtig ist dass da vielleicht die eigenen Möbeln mit kommen Und gleichzeitig eben diese Hürden und solche Stolpersteine wie mit dem Christbaum, das ist ja nur eine Sache.
00:35:05: Also da läuft er auch immer mal wieder was schief.
00:35:08: So wie du sagst in einem Buch kann man eben auch sehen, wie man damit umgehen kann und wie man sich selbst mit nem Plastikbaum so sehr anfreundet, dass er einen weiterhin durchs Leben begleitet.
00:35:20: Sehr nachhaltig ist es dann.
00:35:29: welche Chancen im Leben einfach sind.
00:35:31: Und ich finde, das schilderst du in deinem Buch sehr gut die Chancens sehen und auch ergreifen.
00:35:37: Das ist ja auch was wir in der Trauer auch machen dürfen wenn sich Chancengabenmöglichkeiten, wenn wir uns Hilfe suchen so wie du gesagt hast dass wir halt vielleicht auch verschiedene Dinge ausprobieren und schauen.
00:35:52: wo führt mich denn mein Weg jetzt hin?
00:35:55: Wie geht es weiter?
00:35:58: Du wirst jetzt in der nächsten Seite ein paar Lesungen haben.
00:36:01: Es gibt eine Website von dir, die werde ich auf jeden Fall verlinken.
00:36:08: oder gibt es noch einen weiteren Weg wie die Menschen dich erreichen können?
00:36:12: Also im Moment ist es tatsächlich die Website.
00:36:14: an Social Media arbeite ich.
00:36:16: das ist nicht so ganz mein Favorit.
00:36:18: da habe ich jetzt so ein bisschen gebraucht die ersten Schritte.
00:36:20: deswegen würde ich das gerne noch im Moment ein bisschen zurückhalten.
00:36:24: aber wenn das dann soweit ist Dann kann man die der Webseite sichtbar sein und vielleicht kannst du ja dann auch mal kurz eine Verlinkung irgendwie starten.
00:36:34: Absolut, absolut!
00:36:37: Ja also wenn wir es unser Gespräch jetzt heute kurz zusammenfassen wollen normalerweise mache ich mir da immer Notizen.
00:36:45: Ich würde das jetzt aber einfach so aus dem Bauch heraus sagen was ich jetzt nochmal für mich mitnehme Aus unserem Gespräch Heute ist Das ein Abschied Und zwar durch einen Verlust, durch Tod schneller da sein kann als man sich das manchmal vorstellt und man steckt da mittendrin.
00:37:04: Dass es dann manchmal nicht bei einem Verluste bleibt sondern vielleicht sogar noch ein zweiter der von außen für die anderen Menschen gar nicht so offensichtlich ist aber auch mit dazukommt.
00:37:18: Wenn wir da mitten in dieser Verarbeitung von dem Verluster stecken dass dann manchmal aufgrund Der Herausforderungen des Lebens, gar keine Zeit bleibt die Trauer wirklich wahrzunehmen.
00:37:31: Sehr einzuordnen und zu spüren.
00:37:35: Und du hast gesagt es hilft einfach sich dann Unterstützung zu holen.
00:37:40: und was ich auch wahrgenommen habe aus dem Gespräch mit dir Es hilft auch wenn wir langsam machen auch so ein wichtiges Projekt wie einem Buch.
00:37:51: Und wir beide wissen das ja, ich sag mein drittes Kind, mit dir vielleicht auch.
00:37:58: Kann so'n Buch sein?
00:37:59: Wie so ein drittdes Kind und dritt des Baby.
00:38:02: Dass man einfach sagt nee jetzt ist nicht die Zeit ums auf die Welt zu bringen, darf noch bisschen ruhen.
00:38:07: Jetzt kümmere ich mich erst mal hier um die Verarbeitung von meinem Verlust.
00:38:15: Möchtest du da noch was ergänzen
00:38:17: Stefanie?".
00:38:20: Ich glaube, ich habe das so empfunden dass ich gar keine große Wahl hatte.
00:38:24: Also bewusst mich zu entscheiden, dass ich jetzt bestimmte Dinge nicht mache.
00:38:32: Ich glaube ,dass mein Körper beziehungsweise irgendwas in mir signalisiert hat.
00:38:37: die Energie ist endlich es funktioniert einfach nicht.
00:38:41: ja persönlich glaube ich trotzdem, dass sich diese Signale wahrscheinlich ohne dein Buch nicht wahrgenommen hätte oder dieses mich mit Trauer zu beschäftigen.
00:38:53: Ja, ich hätte das vorher anders hätte ich das wahrscheinlich nicht wahrgenommen.
00:38:56: Ich hätte wahrscheinlich gedacht gut, ich bin überfordert was auch immer und hätte mich nicht drauf
00:39:01: eingelassen.".
00:39:02: Und so... Auch wenn wir haben ja viel gesprochen in den Gesprächen war für mich dann auch irgendwo klar Das ist okay!
00:39:11: Es ist ok dass es jetzt mal nicht weitergeht.
00:39:15: Dass sich auch mal innehalten muss oder dass ich mich auf eine Sache konzentrieren muss und immer in dem Moment wo ich dann auch entschieden habe, das andere muss jetzt warten.
00:39:27: War das eine Riesen-Erleichterung?
00:39:30: Aber ich kann nicht behaupten, dass ich da alleine unbedingt so draufgekommen
00:39:34: wäre.".
00:39:36: Was würdest du trauernden Deitz für ein Tipp mitgeben?
00:39:40: Wie kann man das
00:39:42: schaffen?
00:39:44: Dass sie sich mit dir austauschen!
00:39:46: Das hat mir extrem viel gebracht.
00:39:50: Nein, ich glaube, dass man sich bewusst sein muss... wie viel man leistet, also zum einen einfach mit diesem Verlust als solchen irgendwo leben lernen ja zurechtkommen.
00:40:05: Dann eben das Ganze was an Bürokratie und so weiter auf einwartet und das normale Leben dass man auch hat ob das jetzt der Beruf ist die Familie was auch immer, dass man sich das klar macht, dass zu diesem Zeitpunkt viele Bälle sind, die wir jonglieren, in der Luft halten Und dass das extrem anstrengend ist.
00:40:26: und wenn dann mal ein Ball fällt, dann sollten wir ihn vielleicht einfach auch mal liegen lassen.
00:40:31: Und man denken okay den heb ich eben erst dann und dann wieder auf.
00:40:36: Das wäre vielleicht so mein Rad von meinen letzten anderthalb Jahren.
00:40:42: Ja vielen Dank das kann nicht nur so unterstreichen.
00:40:46: ja und damit komme ich zum Ende von der heutigen sehr offenen mutigen Folge zusammen mit Stefanie und ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche hier im Podcast wieder hören oder auf YouTube wiedersehen.
00:41:01: Bis dahin herzliche und bewegte Grüße deine Tanja und
00:41:07: eure Stefanie!
00:41:08: Und wenn dich das gerade beschäftigt
00:41:12: und
00:41:12: du dir Unterstützung suchst für dich in deiner Trauer dann komm doch am fünftzehnten Oktober in mein brandneues Live-Evidence.
00:41:22: Es ist ganz neu, es heißt allein gelassen mit dem Schmerz wenn da nur die Trauer.
00:41:29: und du sind am Donnerstag, fünfzehnte Oktober.
00:41:33: Da gibt's eben endlich wieder ein live-Ebinar mit mir.
00:41:36: sei dabei.
00:41:37: um neunzehn Uhr gehts los!
00:41:38: Und Du findest alle Infos und den Link zur Veranstaltung in den Shownotes.
00:41:45: Ja, und wenn dir mein Podcast gefallen hat oder hilfreich für dich war dann lass gerne eine Bewertung oder einen Kommentar da.
00:41:52: Damit hilfst du mir weil ich dann weiß wovon Du Dir mehr wünscht.
00:41:55: aber vor allem Hilfst so anderen Trauerenden die sich auch Orientierung in ihrer Trauer wünschen.
00:42:02: Und wenn du mehr über mich um meine Arbeit wissen möchtest findest du mehr Informationen auf meiner Webseite www.doktor-tania-fister.de.
00:42:10: Da kannst du auch meinen wöchentlichen Newsletter abonnieren Und du findest mich auf den sozialen Medien bei Facebook, LinkedIn und Instagram.
00:42:22: Und die Stefanie findest Du über Ihre Webseite und die verlinke ich hier unten!