bewegt trauern. bewusst sein. Der Trauerpodcast.

bewegt trauern. bewusst sein. Der Trauerpodcast.

Transkript

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00:00:00: Manchmal wünschen wir uns einfach die Trauer zu dämpfen, sie zu betäuben.

00:00:04: Warum es keine gute Idee ist das mithilfe von Alkohol zu machen?

00:00:08: Das hat mir Rike Kuhlmann erklärt als ich letztes Jahr hier bei mir im Podcast zu Gast war!

00:00:15: Heute wiederhole ich diese spannende Folge für dich weil sie die von euch am viert meisten gehörte Interviewfolge vom Jahr Alkohol und Medikamentenmissbrauch, die schleichen sich oft langsam in unser Leben.

00:00:31: Und manchmal wird aus dem Problem Löser im Alkohl- und dem Medikament irgendwann selbst das Problem.

00:00:39: Es gibt Kriterien anhand derer du erkennen kannst ob es sich vielleicht lohnt mal genauer auf deinen Konsum zu achten.

00:00:47: und macht dir keine Sorge denn Rike hat auch Ideen wie's uns gelingen kann unseren Konsum zurück in unbedenkliche Gefühle zu lenken.

00:01:05: Hallo und herzlich willkommen bei Bewegtrauern.

00:01:08: Bewusstsein für alle, die in der Trauerfest stecken mehr über Trauer- und Trauern erfahren möchten um wieder ein erfülltes Leben mit ihrer Trauer führen wollen.

00:01:21: Ich bin Dr.

00:01:22: Tanja Pfister selbst Witwe und Weise Und ich begleite Trauende durch meinen neuen Körperbasierten Weg.

00:01:31: Schön, dass du da bist.

00:01:32: Ich wünsch dir

00:01:33: angenehmes

00:01:34: Zuhören.

00:01:35: Trauer betäubend!

00:01:36: So habe ich die heutige Podcast-Folge genannt und heute bin ich nicht allein.

00:01:42: Heute ist bei mir zu Gast Rike Kullmann.

00:01:46: Rike is Absinenzcoach.

00:01:48: ja sie hilft Menschen dabei beispielsweise von Alkoholen Nikotin oder anderen Substanzen wieder wegzukommen, wieder loszukommen.

00:01:59: Und traur ist auch etwas ein Gefühl, von dem die Menschen wegkommen können.

00:02:06: Ein schweres Gefühl, das wir eben oft kaum aushalten können und deshalb greifen immer wieder Menschen in der Trauer zu Schlaf oder Beruhigungsmitteln oder auch so Alkohol.

00:02:20: Ja, Rike!

00:02:20: Wir beide, du und ich, wir kennen uns ja schon eine Weile und zwar bist du ja vor... Ich weiß gar nicht mehr genau so vor circa einem Jahr auf mich zugekommen Mit der Bitte, ob wir uns nicht mal austauschen können.

00:02:32: Weil dir in deinem Coaching

00:02:34: aufgefallen

00:02:35: ist das Trauer ein Grund sein könnte warum die Menschen zu dir kommen und sich gleichzeitig schwer tun mit dem Missbrauch von Substanzen.

00:02:47: Und damals haben wir dann schon ein längeres Gespräch geführt und wir sind dann gemeinsam zur Erkenntnis gekommen dass trauende vor allen Dingen mit zwei Substanzenden Thema haben, und zwar sind es Medikamente und Alkohol.

00:03:02: Und da würde ich jetzt gleich gerne einsteigen – und zwar bei den Medikamenten in der Trauer.

00:03:09: Wie erkenne ich denn wenn ich jetzt Trauere- und Medikamente nehme?

00:03:14: Wie erkanne ich dann dass ich zu viel konsumiere?

00:03:16: Genau ja grundsätzlich ist es so das eine zu viel Missbrauch beziehungsweise dann natürlich auch Abhängigkeit nach sich zieht und Ärzte denken da meist gar nicht so drüber nach.

00:03:32: Dann haben die den Patienten Vorsicht, der sagt menschlich trauer.

00:03:35: so ich kann schlecht schlafen, ich kann mich schlecht beruhigen meine Gedanken schlecht zur Ruhe bringen einfach leider auch eine Pille zu verschreiben, die es halt leichter macht.

00:03:46: Aber gerade bei Medikamenten ist es auch so dass sich relativ schnell eine Toleranz aufbaut also auch relativ schnell einer Abhängigkeit bildet.

00:03:54: Grundsätzlich bei allen substanzgebundenen Abhängigkeiten hat man eigentlich eine klare Definition, wonach der Arzt bzw.

00:04:03: der Therapeut dann vorgeht und diagnostiziert.

00:04:07: Und zwar wird gesagt, eine Abhängigkeit liegt dann vor wenn innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt sind.

00:04:17: Das ist einmal der starke Wunsch zu konsumieren.

00:04:20: Dahinter steckt auch so ein bisschen der Gedanke ich kann mich nur mit der Pille und dem Alkohol so fühlen wie ich mich fühlen möchte So zur Ruhe kommen, so schlafen können, so gut gelaunt sein Wenn es außerhalb der Trauer ist Wie ich das möchte also der Starke Wunscht zu Konsumieren.

00:04:37: Dann der zweite Punkt ist der Kontrollverlust bezüglich Beginn, Beendigung oder Menge des Konsums.

00:04:43: Ach ja ich nehme die Medikamente jetzt sechs Wochen und dann soll es mir wohl besser gehen?

00:04:47: Dann soll ich wieder alleine einschlafen und nach sechs Wochen merkt man dann ach nee das passt nicht da nehme ich die doch noch mal ein bisschen weiter.

00:04:56: Oder man sagt sich eigentlich nehm eine Tablette abends das muss reichen zum Einschlaven das muss Reichen um die Gedanken zur Ruhe zu bringen oder ein Glas Wein oder wie auch immer.

00:05:06: dann spürt man aber, nee das reicht doch nicht ich nehme noch mal ein bisschen mehr.

00:05:10: Also dass man so seine eigenen Kontrollmechanismen nicht einhält sondern darüber hinausgeht.

00:05:17: Ein klassisches Beispiel war ein Kumpel von mir, der aufgehörter zu rauchen und dann gesagt hat ach nee

00:05:24: ich

00:05:24: rauch doch wieder aber nur am Wochenende.

00:05:27: Und nach ein paar Wochen war dann Christi Himmelfahrt, Freitagsbrückentag und dann hat er Donnerstag-Freitag, Samstagssonntag geraucht und dann hatte er Urlaub.

00:05:35: das ist ja so wie die Wochenende und da hat er den ganzen Urlaub geraucht tatsächlich im Alltag leider relativ schnell.

00:05:51: Der dritte Punkt ist Toleranz nachweis, das heißt der Körper gewöhnt sich einfach an die Substanz baut eine Tolerance zu der Substanz auf und man braucht mehr um den gewünschten Rauschgrad zu erhalten.

00:06:03: also ich kann wirklich nur einschlafen wenn nicht eine Tablette nehme sondern dann irgendwann anderthalb oder zwei.

00:06:09: Genauso ist es mit Beruhigungsmitteln auch, mit Schmerzmitteln.

00:06:13: Wenn wir bei Medikamenten dann mal so die drei Arten, die abhängig machen komplett machen und beim Alkohol natürlich auch.

00:06:20: Ach ja von einem Glas Wein werde ich gar nicht mehr so geduselt, sag' ich jetzt mal wie's früher war, da brauche ich noch ein zweites oder ich steige von Bier auf Wein um weil das mehr Prozente hat oder so.

00:06:32: Der vierte Punkt Verlust anderer Interessen.

00:06:38: Also man könnte zum Beispiel mit anderen Leuten rausgehen, reden sich so irgendwie ablenken aber es ist vielleicht da zu Hause zu sein eine Tablette zu nehmen und dann zur Ruhe zu kommen sich ins Bett zu legen.

00:06:51: sowas zb wobei man da natürlich im Gebiet Trauer auch unterscheiden muss Wosenrückzug aufgrund der Trauer und Wosen Rückzug auf Grund des Konsums.

00:07:00: gerade bei Alkohol ist es dann häufig so dass die Leute sich sehr schnell zurückziehen weil ja auch keiner sehen soll, wie viel man dann wirklich konsumiert.

00:07:09: oder man sagt sich ich habe jetzt eine Tablette genommen.

00:07:11: Ich kann nicht mehr fahren, dann bleibe ich dann zu Hause weil ich mich gar nicht mehr trauer am Straßenverkehr teilzunehmen was dann ja auch richtig ist und dadurch auch andere Interessen verloren gehen.

00:07:22: einfach so.

00:07:23: das war Punkt vier.

00:07:25: Punkt fünf ist anhaltender Konsum trotz Nachweis schädlicher Folgen.

00:07:30: Schädliche Folgen sind alles soziale, ich ziehe mich mehr zurück, verliere Freundschaften dadurch.

00:07:36: Menschen sprechen mich darauf an dass sich so anders bin das ich gar nicht mehr nüchtern bin beim Alkohol vielleicht.

00:07:42: auch.

00:07:43: Das sind so soziale Folgen.

00:07:45: Ich kriege mein Berufsleben nicht mehr so hin wie ich möchte.

00:07:48: ich habe vielleicht von den Schlaf-Tabletten überhangen kommen morgens nicht vernünftig aus dem Bett und gehe dann völlig geräter zur Arbeit, kommt zu spät zur Arbeit.

00:07:56: Lass mich auch mal häufiger krank schreiben weil es irgendwie so alles so anstrengend ist.

00:08:02: Die Leistungsfähigkeit auf der Arbeit ist nicht mehr so gegeben wie früher.

00:08:07: Nachweise schädlicher Folgen sind zum Beispiel auch Führerscheinverlust oder Teilnahme am Straßenverkehr, obwohl noch Rausch vorhanden ist.

00:08:16: Egal ob jetzt durch Medikamente oder durch Alkohol – das sind alles so schädliche Folgen die sehr schnell entstehen.

00:08:23: und wenn dann anhaltender Substanzkonsum ist, ist dieses Kriterium auch erfüllt.

00:08:28: Und das letzte Kriteriums sind Entzugserscheinnungen bei Reduktion der Menge oder bei kompletten Absätzen der Substanz.

00:08:36: Also ich nehme keine Schlafmittel mehr und kann dann in der ersten Zeit noch schlechter schlafen, weil einfach ein Entzug da ist.

00:08:44: Beim Alkohol ist es das gängige Zittern der Tremor-Muskelanspannung die man hat.

00:08:49: Innere Unruhe, Schlafstörungen, Schwitzen sind so typische Entzugserscheinungen.

00:08:54: Und was leider sowohl bei Medikamenten als auch bei Alkohl im Entzug sein kann, sind Kampfanfälle die wirklich auch tödlich verlaufen können, also ein Entzug von Alkohol oder auch von Medikamenten sollte bestmöglich mit ärztlicher Unterstützung gemacht werden.

00:09:11: Also dann wird insgesamt sechs Kriterien und wenn drei davon in den letzten zwölf Monaten erfüllt sind, dann ist eine Abhängigkeit vorhanden.

00:09:19: Kriterie nochmal zusammengefasst ist der starke Wunsch Kontrollverlust bezüglich Beginnbeendigung Maintoleranz Aufbau nach der Substanz, Verlust anderer Interessen, schädliche Folgen und weiterer Konsum oder auch Entzugserscheinung.

00:09:36: Drei davon reichen eine Abhängigkeit oder das Abhängigkeitssyndrom zu haben.

00:09:43: und wenn man da mal bei sich ehrlich guckt, dass geht relativ schnell!

00:09:47: Und es ist leider gar nicht so schwer abhängig zu werden deswegen sind die Zahlen auch relativ hoch.

00:09:56: Und was ich auch immer wieder erlebe, ist dass vielleicht eine Abhängigkeit früher schon mal da war.

00:10:01: Die Menschen abstehend leben zufrieden abstehnend leben und dann kommt ein Todesfall die Trauer kommt und dann gibt es Rückfälle.

00:10:08: das passiert auch leider sehr sehr häufig.

00:10:10: Genau da kann ich mich erinnern damals darüber gesprochen und dass es dann eben teilweise noch schwieriger ist wenn man zum zweiten Mal wieder auskommen möchte.

00:10:21: Ja, also ich habe mir diese Punkte hier so ein bisschen mitgeschrieben und ja.

00:10:25: Also ich kann mir das gut vorstellen, dass wenn man in der Trauer ist, ist man eh schon oft zurückgezogen.

00:10:31: Da hast du auch gesagt, dass man das vielleicht teilweise gar nicht so gut erkennen kann, liegt es jetzt an dem Missbrauch oder an den Konsumverhalten oder an der Traur?

00:10:41: Das schaukelt sich vielleicht dann sozusagen auch gegenseitig auf.

00:10:45: oder dieser Wunsch nach der Substanz in Verbindung mit der Substanz nach einer Entspannung oder nach dem Wunsch endlich mal schlafen zu können, ohne diese schweren Gebanken.

00:10:57: Oder auch dieser Verlust an Interessen... den haben wir ja in der Trauer auch schon!

00:11:05: Also da wird es schon schwierig das dann wirklich zu erkennen.

00:11:11: Trotzdem würde ich dir wenn du jetzt hier zuhörst und du das... die Ricke hat das ja schön aufgezählt, diese sechs Punkte, du kannst ja auch noch mal zurückspulen und dir die nochmal anhören.

00:11:23: Und wenn Du bemerkst so wie sie gerade gesagt hat, wenn drei dieser auf dich zutreffen dann sei wachsam und beobachte Dich!

00:11:32: Das wäre jetzt mein Rat so.

00:11:36: Ich sehe es aber schon tatsächlich schwierig mit diesem dass man sich zu rückzieht und nicht mehr rausgeht.

00:11:46: Wenn man dann schon zu Hause ist, dann vielleicht sagt okay, dann mache ich mir jetzt wenigstens eine Flasche Wein auf und trinkt da einen Schluck.

00:11:51: Das ist die Flaschen eh schon fast leer.

00:11:53: Dann kriege ich doch das zweite Glas auch noch oder das dritte?

00:11:58: Ja, es... Die Grenzen sind glaube ich fließen.

00:12:01: wir dürfen aber da wachsam sein weil so wie du das gesagt hast gerade eben wenn wir dann wirklich süchtig sind und nicht weiß ich das jetzt gerade gehört habe bei dem Entzug sind Krampfanfälle möglich und verbreitet, wir können daran sogar sterben.

00:12:21: Ja da muss ich schlucken vor allen Dingen dann wenn ich daran denke wieke dass ja gerade Trauerenden ganz häufig und gar nicht so selten eben

00:12:35: vom

00:12:35: Hausarzt Beruhigungs- oder Schlafmittel verschrieben werden Dann denke ich doch als Trauern der Da müssen die doch gut sein diese Mittel.

00:12:45: Was meinst du denn dazu?

00:12:47: Genau!

00:12:47: Kurzfristig ja, langfristig nein.

00:12:50: Nicht länger als drei Wochen auf gar keinen Fall.

00:12:53: Das ist so eine Regel die... die ich von Ärzten eigentlich immer so höre, nicht länger als drei Wochen.

00:13:00: Weil dann fängt an sich eine Toleranz aufzubauen und auch neuronale Verknüpfungen zu entstehen, die halt sagen Ich brauche diese Substanz um mich so zu fühlen wie ich mich fühlen möchte Und ich kann es gar nicht mehr anders kriegen weil mit der Substanz geht das ganz schnell und einfach

00:13:16: Also nicht länger aus.

00:13:17: drei wochen heißt dann Drei Wochen lang jeden Tag oder drei Wochen lang Jeden zweiten oder dritten Tag

00:13:23: Bestmöglich so wenig wie möglich.

00:13:26: Also ja, aber es ist halt wirklich ein Mittel was kurzfristig einen in die Spur bringen kann.

00:13:32: Beruhigungsmittel, Schlafmittel zum Beispiel auch.

00:13:35: Aber wo's wirklich darum geht sind auch wieder auf natürliche Art und Weise... Entspannung in die Gedanken bringen zu können, auf natürliche Weise in den Schlaf zu kommen.

00:13:45: Die Schlafritualer anzupassen.

00:13:47: Genau beim Alkohol dauert es meist schon ein bisschen länger bis man abhängig wird aber bei Medikamenten gerade wenn sie dann täglich genommen werden geht das wirklich relativ schnell?

00:13:55: Ja

00:13:55: es geht super schnell.

00:13:56: ich schreibe da drüber auch immer im Buch.

00:13:58: Ich habe ja auch meiner Doktorarbeit des Thema medikamentensucht und deshalb hab Ich bin ich selbst ja super vorsichtig, was Medikamente anbelangt.

00:14:08: Weil ich eben auch verstanden habe die Medikamentensucht ist die stille Sucht.

00:14:13: Die wird nicht so sehr bemerkt im Außen.

00:14:16: und was sagst du denn Lieke?

00:14:19: Weil ich höre das immer mal wieder naja ich hab da solche Beruhigungsmittel und ich nehme sie dann schon hin und wieder aber nur wenn ich sie halt wirklich brauche geht sowas denn funktioniert das?

00:14:32: Oder ist es so ähnlich wie bei den Zigaretten, die du vorhin gesagt hast oder dass man dann ab und zu mal eine raucht und nicht dabei bleibt.

00:14:42: Also wenn keine Abhängigkeit da ist, dann geht es natürlich in Krisensituationen auch, wenn die Gedanken gar nicht zur Ruhe kommen sich medikamentöse Unterstützung zu holen.

00:14:52: Wenn schonmal eine Abhängigkei da war, dann auf gar keinen Fall weil da sage ich immer Einmal ist einmal zu viel, weil dann die Rückfallkette in dem Sinne greift und es nicht bei diesem einmaligen Konsum bleibt.

00:15:05: Sondern man sagt sich, guck mal jetzt ging's ja einmal gut!

00:15:08: Und die nächsten zwei Wochen habe ich wieder nichts genommen?

00:15:10: Dann kann ich das ja wieder machen und irgendwann werden schleichend die Abstände zwischen dem Konsum weniger und der Konsum an sich mehr und man ist schnell wieder in der täglichen Schleife drin.

00:15:21: Also wenn schon Mal eine Grundabhängigkeit bestanden hat in der Vergangenheit, auf jeden Fall nicht zurückgreifen sollte, sondern von Anfang an nach anderen Mitteln und Wegen suchen sollte.

00:15:33: Wenn keine Abhängigkeit da war kann man natürlich ärztlich verordnet Medikamente bei Bedarf in einer geringen Anzahl an geringer Tagen nehmen.

00:15:45: Ich bin immer derjenige der Rätsel sehr vorsichtig damit Besser ist, du brauchst es gar nicht so und lernst welche natürlichen Wege dir zur Entspannung helfen.

00:15:56: Absolut!

00:15:57: Also das versuche ich ja auch immer in meinen Coachings dass wir dann so tiefen Entspanungsübungen machen um zu Ruhe zu kommen um in den Schlaf zu finden.

00:16:05: also die Menschen die bei mir im Coaching sind sie wissen auch dass ich da von den Medikamenten gar nicht viel halte und ich finde es jetzt auch schön dass du dies nochmal so betont hast.

00:16:17: Einmal kann oft einmal zu viel sein und dass es gut ist, sich eben andere Mittel und Wege zu suchen.

00:16:23: Zu Ruhe zu kommen weil meistens nehmen wir ja deshalb die Medikamente um zur Ruhe zukommen, um zu schlafen.

00:16:29: Ja trotzdem ist das ja wie so ein bisschen zum Schleichen der Prozess von diesem wie ich gerade gezeigt habe naja dann nehme ich mal was und dann dann kann es sich so püerpür einschleichen Abhängigkeit, die wir jetzt erkennen können mit drei dieser sechs Punkte Greifen, die du vorhin genannt hast.

00:16:54: Wie unterstützt denn du die Menschen, Rike?

00:16:57: Wenn sie sagen ja ich bei mir liegt eine Medikamentenabhängigkeit vor und Sie schaffen es dann zu dir zu kommen was immer sehr viel Mut erfordert so wie es mit der Trauer zu mir zu kommen kann ich mir gut vorstellen, dass auch sehr viel Mut verlangt zu sagen.

00:17:17: Ich habe hier eine Abhängigkeit und vielleicht die Menschen darin zu unterstützen und ein bisschen Mut mitzugeben.

00:17:24: Vielleicht hilft es wenn du mal kurz so erklärst

00:17:28: wie

00:17:29: du den Menschen hilfst diesen Medikamenten dann?

00:17:33: zu reduzieren und im besten Fall sogar wieder ganz loszuwerden.

00:17:37: Genau, also grundsätzlich erst mal die Beratung bei mir findet natürlich vertraulich statt und wir können jederzeit.

00:17:44: ich habe zwar auch eine Gruppe wo man dann teilnehmen kann wenn die Abstinen schon da ist um sie zu stabilisieren Aber Erstkontakt oder so finden in der Regel immer im Eins zu Eins statt, also wirklich ein sehr diskreter Rahmen und alles was mir gesagt wird bleibt natürlich auch bei mir.

00:18:00: Das ist eine Grundvoraussetzung bei mir in meiner Beratungspraxis einfach, sodass wir gut miteinander arbeiten können.

00:18:07: Und wenn es darum geht, dass derjenige noch konsumiert und erst mal guckt wie komme ich darunter?

00:18:12: Rate ich immer dazu zu Hause auch mit dem Arzt zu sprechen.

00:18:16: Mit dem Hausarzt oder mit dem, der die Medikamente auf verschrieben hat um zu sagen Ey!

00:18:21: Ich merke einfach, wie gesagt Toleranz hat sich aufgebaut.

00:18:25: Ich habe hier die und die Kriterien, die ich erfülle Und ich muss davon runter und dann mit dem Arzt auf jeden Fall erst mal eine Strategie zu besprechen weil der kennt natürlich den Patienten am besten Was Entgiftung angeht?

00:18:38: Ich bin kein Arzt!

00:18:40: Ich bin halt Sozialpädagogin und Sozialtherapeutin Mit dem Schwerpunkt Zuchtkrankenhilfe.

00:18:45: Da ist es so dass ich was den Entzug angehe geht Erst mal Ratschläge geben kann, welcher Arzt ist ein guter Ansprechpartner?

00:18:53: Stationär, ambulant.

00:18:55: Wie sieht's da aus?

00:18:56: Aber das dann mit dem Arzt zu besprechen, ist der richtige Weg.

00:18:59: Bei mir geht es darum langfristig eine zufriedene Abstinenz aufzubauen und zu halten Ja, wie ich eben schon sagte natürlich umgehensweisen mit seinen Themen zu finden.

00:19:11: Hat jemand konsumiert aus Stress?

00:19:13: Aus Trauer?

00:19:14: Aus Überforderung?

00:19:16: Hilflosigkeit?

00:19:17: Wut also gerade da auch mit Emotionen anders umzugehen wieder Dinge ins Leben zu bringen die Lebensfreude geben.

00:19:24: Also das was ich immer drüber stelle ist wirklich Lebenszufriedenheit.

00:19:28: Mir hat auch schon mal Damals in einer ambulanten Suchtberatung war das noch tatsächlich nicht in meiner Praxis, sondern ambulant.

00:19:36: In der Sucht Beratung wo ich gearbeitet habe.

00:19:38: mit dem hab ich ein halbes Jahr Therapie gemacht Und der sagte dann irgendwie, wir reden doch hier gar nicht von Alkohol.

00:19:43: Ich dachte es ist eine Alkoltherapie und wieso wird denn so viel nicht über Alkohl geredet?

00:19:49: Da habe ich gesagt naja weil's einfach darum geht Lebenszufriedenheit mehr ins Leben zu holen.

00:19:54: Es geht darum dass es morgen besser geht als heute und das es übermorgen noch ein Stückchen besser geht.

00:19:59: Und da schaue ich mit meinen Klienten ja sehr individuell hin.

00:20:05: was braucht er oder diejenige?

00:20:08: Was hilft schnell auf natürlich Art und Weise, dass man einfach wieder besser zufrieden ist.

00:20:14: Ja spannend!

00:20:15: Du hast jetzt gerade gesagt, dass wir... Man kann zum Hausarzt gehen um mit dem drüber sprechen.

00:20:21: den kennt man schon lange.

00:20:22: der kennt uns als Patienten auch schon lang wenn wir sowas formulieren und uns Hilfe suchen und sagen ich habe hier eine Abhängigkeit.

00:20:35: Ich kann mir vorstellen, dass das mit einer oder immer mal wieder auch mit dem Gefühl der Scham verbunden ist und dann vielleicht gerade bei den Menschen die uns schon gut kennen vielleicht schwer fehlt.

00:20:49: Was würdest denn du dem Menschen raten wenn sie bemerken ja Sie nehmen zu viele Medikamente ein?

00:20:56: was wäre denn so ein erster kleiner Schritt?

00:21:00: die man machen kann.

00:21:01: Tatsächlich

00:21:02: rate ich immer als ersten Schritt wirklich zum Hausarzt zu gehen, weil das ja der professionelle ist, der damit auch am besten umgehen kann.

00:21:11: eine Entgiftung gehört einfach in ärztlicher Hand, in ärzliche Beratung.

00:21:15: da selber kann man sich natürlich immer überlegen Was waren wir an welcher Stelle und wo?

00:21:22: kann ich mal was anderes probieren?

00:21:24: Muss sich jeden Abend etwas nehmen?

00:21:26: oder kann ich schon mal probieren auch auf andere Art und Weise in so einen entspannten Zustand zu kommen, dass ich einschlafen kann.

00:21:32: Dass meine Gedanken weniger werden?

00:21:34: aber wie gesagt gerade dadurch das eine Entgiftung sehr gefährlich werden kann von Medikamenten ist es immer gut den Arzt mit ins Boot zu holen.

00:21:41: Ja und ich denke auch Wir dürfen Mit der Scham zum Arzt, ihn und uns noch mal dran erinnern.

00:21:49: Er ist ja deshalb Arzt geworden.

00:21:50: Er kennt ja die Beipackzettel auch.

00:21:52: Er weiß ja dass die Medikamente Suchtpotenzial haben und süchtig machen können Und da ist er dafür da oder sie Die Ärztin ist dafür Da uns zu unterstützen Dass wir auch ohne die medikamenten gutes lieben Führen Können.

00:22:07: also was für diese diese Scham loslassen.

00:22:10: Und jetzt fällt mir noch ein zweites Gefühl ein, wenn ich Medikamenten süchtig bin und merke okay Ich brauche einfach dieses Mittel runterzukommen um gut zu schlafen Haben die Menschen dann nicht auch eine große Angst davor diesen Rettungsanker loszulassen?

00:22:32: Absolut!

00:22:33: Weil da ja oft noch gar nicht genau eine andere Lösung ist.

00:22:38: Mit dem Medikamenten klappt es gut, aber wie kriege ich das denn ohnehin?

00:22:41: Oder mit dem Glas Wein klappt das gut den Feierabend irgendwie zu überbrücken!

00:22:45: Aber wie krieg' ich es dann

00:22:47: ohnehin?".

00:22:48: Da gibt es leider kein Komplettanleitung auf dem Dienervierblatt, sondern das ist immer was sehr Individuelles.

00:22:56: da auch hinzugucken und zu schauen wie entspanne ich mich.

00:22:59: Hilft mir eher einen Spaziergang am Abend oder hilft's mir eher ein Buch zu lesen?

00:23:04: Oder mich nochmal richtig auszupowern?

00:23:07: Hilft Wein!

00:23:08: Ich bin immer ein totaler Freund vom Wein und loslassen ja auch mit den Tränen etwas auszuschwemmen Gefühle auszuschwemmen Oh ja, dadurch auch so ein bisschen die Angst zu verlieren.

00:23:22: Zu lernen.

00:23:22: es gibt ganz viele andere Wege und ich darf rein strategisch einfach auch gucken welcher Weg oder welche Wege passend zu mir.

00:23:31: was passt gut zu mir?

00:23:32: Und was passt gar nicht gut zu mehr?

00:23:34: Ich bräuchte zum Beispiel eine traurenden Frau, die ADHS halt nie sagen, leichte ich hier noch mal in Spannungsübungen.

00:23:42: Die ist viel zu hibbelig und aufgekratzt und für sie ist das nichts sondern dann wäre es eher so dass sich raten würde ey macht ihr ein Podcast-Hörbuch wie auch immer irgendwas in Ohren gespazieren lasst den Körper ein bisschen für dich arbeiten und lenkt dich dabei mit irgendwelchen anderen Sachen ab.

00:23:59: also das sind schon wirklich auch individuelle Geschichten die helfen können.

00:24:04: Das was ich mitgeben kann immer mehrere Lösungen, um an das Ziel zu kommen.

00:24:09: Substanzkonsum ist eine Lösung aber es garantiert nicht die Lösung, dass es nie.

00:24:16: Es gibt immer andere und mehrere.

00:24:19: und das was ich nach achtzehn Jahren Berufserfahrung sagen kann wir finden die.

00:24:26: Wenn der, der die Substanzmittel zurücklassen will sich wirklich auf die Suche macht dann werden andere Wege gefunden und es wartet eine große Ruhe und Zufriedenheit wenn man in einer zufriedenen Abstinenz gelandet ist.

00:24:45: Das ist auch meine Erfahrung.

00:24:46: also das ist auch mit Grund warum ich diese Arbeit auch nach zwei Jahrzehnten jeden Tag immer noch lieber weil wirklich mag zu sehen wie die Menschen aufblühen, wie die menschen zur Ruhe kommen.

00:25:02: Wie sich wieder Persönlichkeit entwickelt, die völlig verloren gegangen ist und wieder Farbe ins Leben kommt und ja einfach Lebenszufriedenheit.

00:25:13: Ja das kenne ich auch von den Menschen die zu mir ins Coaching kommen.

00:25:17: also da haben wir ja so eine ähnliche Erfahrung gelb und deshalb ist es ja auch so ne schöne Arbeit die wir machen du und Ich Und ich fand es jetzt ja so eine, zu einer ermunternde oder wie kann man sagen?

00:25:36: Ja.

00:25:36: Ich habe zum Gefühl wie so eine erweiterte Sicht.

00:25:39: wenn man sich das also wenn du jetzt hier zuhörst und merkst ich nehmen zu viel Medikamente der Konsum ist zuviel.

00:25:49: Es ist schon ein Missbrauch dass du dich an dessen erinnerst was die Rike gerade gesagt hat Ein Weg, um in die Ruhe zu finden.

00:26:00: Ein Weg.

00:26:01: Weißens dann die Trauer wegzuschieben oder zu verdrängen.

00:26:05: aber es gibt ja viele andere Wege auch noch.

00:26:09: und so wie ich's auch bei mir im Coaching immer sage probier einfach aus und lass dich nicht entmutigen wenn du dann merkst Du gehst jetzt beispielsweise von den Medikamenten weg und probierst deine Entspannung aus.

00:26:22: Und hast dann vielleicht ADHS und merkt, es ist ja gar nichts für mich nicht gleich wieder zu den Medikannten greifen sondern mal schauen was gibt's denn da noch?

00:26:31: Da bin ich an deiner Seite und die Rieke ist dann auch an der Seite und unterstützt sich weiter und kann dir helfen dem Blick auch zu weiten!

00:26:40: Jetzt haben wir durch den Blick zu weichen... überhaupt all die anderen Möglichkeiten zu sehen und zu erkennen, denn die sind ja da noch.

00:26:49: manchmal sehen wir sie nicht mehr.

00:26:51: Ja also die Medikamentensucht ist ja diese stille Sucht... nach außen gar nicht so bemerkt wird.

00:26:59: Alkohol dagegen würde ich sagen, das ist diese akzeptierte Sucht.

00:27:03: Das ist ja im Gegenteil oft sogar so dass es nicht akzeptiert wird.

00:27:08: nichts zu trinken kann einem in manchen Gesellschaften passieren und Alkohl in der Trauer.

00:27:16: generell wirkt er auch sehr entspannend und ist natürlich auch einfach und verführerisch denn ich trinke einfach Ein Glas Wein und schon fühle ich mich entspannter, das ist ja bekannt.

00:27:28: Wo ist denn deiner Meinung nach die Grenze?

00:27:33: Wie viel Alkoholkonsum ist normal?

00:27:36: Und was ist dann von zuviel?

00:27:38: Ja also grundsätzlich Was das Thema Abhängigkeit angeht, sind es dieselben Kriterien wie ich eben schon genannt habe.

00:27:46: Wenn man merkt, ich kann mich nur mit Alkohol so fühlen, wie ich mich fühlen möchte ist da schon was wo da alleine schon die Alarmglocken klingen sollten.

00:27:56: Ich kann mich nun noch mit Alkol entspannen auch wenn vielleicht gar kein Kontrollverlust oder keine Toleranz nachweist da ist, ist das schon sehr gefährlich.

00:28:04: also man sollte dann schon sehen dass man restmöglich noch andere Sachen ins Leben die einen entspannen können, die einen schlafen lassen und ja einfach auch mal den Kopf ausschalten lassen.

00:28:18: Auch wenn das schwerer ist natürlich es einfacher Medikament zu nehmen oder Glas Wein zu trinken gab früher tatsächlich eine Einschätzung von der Weltgesundheitsorganisation, die gesagt hat wenn man zwei Trinkfreie Tage hat und Frauen nur ein Stangrass Glas Alkohol trinken.

00:28:37: Also ein Glas Wein, ein Glas Bier, einen Pünktchen Schnaps oder so.

00:28:40: Und bei Männern ist es die doppelte Dosis weil Männer der Alkool einfach anders verstoffwechselnd dann wäre das Risiko Armakonsum.

00:28:49: Spannenderweise sind sie vor letztes Jahr von dieser eigenen Einschätzung zurückgegangen und sagen mittlerweile jeder Alkoholkonsum ist riskant, weil Alkokonsum einfach ... wir nehmen Gift zu uns.

00:29:02: Das muss man einfach mal ganz klar so sagen.

00:29:04: Alkohl ist ein Nervengift und das wirkt im ganzen Körper negativ.

00:29:10: Ob es die Nervenzellen halt lahmlich, sodass man irgendwie das Gefühl von Entspannung im Rausch hat?

00:29:18: Aber auch andere gesundheitliche Sachen sind da, die sehr negativ entstehen.

00:29:23: Krebserkrankungen sind wesentlich häufiger.

00:29:26: Nervenschädigungen sowohl im Gehirn als auch oft in den Beinen sind Langzeitfolgen.

00:29:32: Die inneren Organe werden alle geschädigt durch Alkohol, die Speiseröhre der Magen und die Leber natürlich als zentrales Entgiftungsorgan.

00:29:42: Der Darm.

00:29:43: also überall wo der Alkool durch muss hinterlässt er einfach Schäden Und dementsprechend wird mittlerweile von der Weltgesundheitsorganisation jeder Alkohol-Konsum als riskant angesehen.

00:29:59: Meine Erfahrung ist halt auch, eine Toleranz aufzubauen und Alkohl als was Selbstverständliches im Leben zu sehen geht leider ganz schnell.

00:30:12: immer mehr und mehr wird, geht leider auch ganz schnell.

00:30:16: Auch da ist vielen Leuten überhaupt nicht bewusst wie gefährlich der Konsum ist den sie betreiben und ich rate dazu wirklich vielleicht zu besonderen Anlässen in geselliger Runde mal zusammen anzustoßen aber sonst eher auch alkoholfrei zu leben.

00:30:35: Ja!

00:30:36: Ich habe das auch mitbekommen.

00:30:37: dass der Alkohol Alkohol-Konsum jetzt generell als schädlich anerkannt ist oder so angesehen wird.

00:30:46: Kommt aber noch nicht ganz in der Gesellschaft an, aber man hört immer mehr darüber.

00:30:51: Aber selbst wenn man in den Medien davon hört und auch wenn die Menschen uns hier zuhören... Das ist ja nochmal etwas anderes als wenn ich dann irgendwo bin und dann kommt jemand und sagt komm trink mein Gläschen das tut dir gut!

00:31:06: Oder was man dann auch immer wieder hört Trink doch mal einen Schluck und dann wirst du jetzt schon locker.

00:31:11: Also gerade wenn wir ja trauern, dann sind wir vielleicht auch nicht ganz so locker, wenn wir irgendwo hinkommen und dann hört man solche Sprüche... Wie können wir denn mit solchen Aufforderungen umgehen?

00:31:24: Hast Du da einen Tipp?

00:31:26: Ja!

00:31:26: Ein schlichtes Nein Danke heute möchte ich nicht.

00:31:29: Also grundsätzlich muss man sich gar nicht erklären, wenn man nicht konsumieren möchte.

00:31:35: Sondern es reicht wirklich ein schlichtes Nein Danke!

00:31:37: Wenn die Leute vehement werden kann man auch ruhig mal kritisch erwähnen dass das gar nicht so nett ist jetzt so vehement zu werden.

00:31:45: Man kann ja schließlich selber entscheiden was man trinken möchte.

00:31:49: und meine Erfahrung ist auch je klarer und ehrlicher man mit dem Thema umgeht Klarer und ehrlicher ist auch die Reaktion auf der anderen Seite.

00:32:01: Wenn ich mir irgendwelche Ausreden überlege, mich winde und das komisch finde dann ist es oft so dass er das Gegenüber gar nicht ernst wird und dementsprechend immer weiter stichelt.

00:32:15: Ach komm jetzt windet dich doch nicht so einer geht doch ne ne ne wenn man aber ein klares Auftreten hat und sagt nein danke ich möchte nicht ist das schon mal was anderes, es ist einfach klarer.

00:32:26: und wenn man vielleicht dazu sagt du in letzter Zeit etwas einfach ein bisschen viel.

00:32:30: Du weißt ja ich trauere mir geht's nicht gut Ich möchte nicht so viel konsumieren, weil es mir damit nicht gut geht oder weil mir das nicht gut tut.

00:32:39: Weil das eine gefährliche Sache ist.

00:32:42: Dann ist es eher so dass das Gegenüber oft auch ins Nachdenken kommt wenn auch ein problematischer Alkohol-Konsum in der Vergangenheit vorlag und man sich zu einer Abstinenz entschieden hat und auch sagt du ich lebe jetzt abstinent weil ich einfach merke es geht mir besser Wenn ich einmal anfange, dann schlägt es vielleicht doch wieder um.

00:33:01: Das traue ich mich gar nicht so!

00:33:03: Dann ist es oft auch so dass

00:33:05: tiefgreifende

00:33:05: Gespräche entstehen können zu oh ja das habe ich bei meinem Bruder schon erlebt oder menschlich selber kennen das aus der Vergangenheit auch.

00:33:13: oder wie auch immer.

00:33:14: was ich Gott sei Dank immer wieder erlebe.

00:33:17: Dass es auch heute schon nochmal etwas ganz anderes als es noch vor fünfzehn oder zwanzig Jahren war ist Verständnis und Offenheit.

00:33:27: Also nicht zu trinken wird mittlerweile auch schon ganz anders toleriert als noch vor zwanzig Jahren zum Beispiel, als ich angefangen bin in der Suchthilfe.

00:33:34: Ja es wird anders tolerierter aber ich merke schon einen Unterschied beispielsweise zu Nikotin da ist ja irgendwie vollkommen klein unserer Gesellschaft das an bestimmten Orten nicht mehr geraucht wird aber getrunken wird nach wie vor.

00:33:51: Ich finde es aber schön diesen Satz dann zu sagen Nein danke und dieses nein Danke, das wird ich jetzt noch als Tipp mitgeben.

00:33:59: Dieses Nein Danke zu sagen zu der Person die einen vielleicht auffordert oder mehrmals auffordert, dass man ganz klar sagt Nein Danke und gleichzeitig dieses Nein Danke auch zu sich selbst.

00:34:11: Nein Danke!

00:34:12: Ich möchte, dass es mir gut geht und ich möchte hier keine giftige Substanz reinziehen.

00:34:19: zu formulieren.

00:34:20: Und trotzdem ist ja eben das Anziehen der im Alkohol und auch an dem Medikament, wir haben da vorhin schon drüber gesprochen dass der Konsum halt so einfach ist und die Wirkung ja so schnell einsetzt.

00:34:33: wie gesagt wir nehmen Tablette Glas Wasser dazu oder vielleicht sogar den Alkuhl noch dazu die Mischung und schwuppt die Bub setzt die Wirkungen ein.

00:34:43: also ich trinke einen Gäschen schon sieht sich die Welt anders aus.

00:34:46: Ich nehme eine Tablette.

00:34:49: Warum sollte man denn jetzt dennoch auf diesen einfachen Weg verzichten?

00:34:53: Ich weiß, wir haben da schon drüber gesprochen.

00:34:55: Aber ich glaube, man kann es schon noch mal hören!

00:34:58: Ja, ründetlich ist der einfachste Weg nicht immer der beste Weg und das ist was halt kurzfristig gut funktioniert aber langfristig wirklich weitreichende Schäden nach sich zieht sowohl in der psychischen als auch in der körperlichen Gesundheit Gerade wenn wir beim Thema Trauer bleiben, die Gefühle können nicht bewältigt werden.

00:35:23: Wenn sie jeden Tag zugedrückt werden oder überschüttet werden runtergeschluckt werden mit Medikamenten und Alkohol sondern die Gefühl können nur bearbeitet und damit auch irgendwann zum Abschluss zum zufriedenstellenden Abschluss gebracht werden, wenn das Ganze klar passiert.

00:35:41: Und ich bin der festen Überzeugung dass Substanzkonsum Trauer verlängert, weil die Trauer immer da ist.

00:35:50: Weil die Trauern nicht abschließend bearbeitet werden kann und weil dieses Gefühl einfach in einem feststeckt und dann statt das zu bearbeiten und dann irgendwann ziehen zu lassen wird es halt immer wieder durch eine Einnahme von Substanzen ja in einem Verknotet sag ich jetzt mal.

00:36:10: Oder abgeschwächt, weil wir brauchen ja um ein Gefühl zu verarbeiten.

00:36:14: So wie du sagst, wir müssen es im vollen Bewusstsein einfach mal spüren und einfach mal da sein lassen.

00:36:20: Wir müssen das erstmal wahrnehmen.

00:36:21: wenn wir natürlich irgendwie so ein Nebel sind wodurch auch immer dann können wir sehr gar nicht wirklich wahr nehmen.

00:36:29: Wir merken dann zwar wie eine Untergruppe rauschen.

00:36:31: Da ist meine Trauer, ich fühle mich nicht

00:36:33: gut.

00:36:33: Das

00:36:34: geht ja darum die Emotionen zuzulassen, die Ost zu halten.

00:36:40: Was ich habe immer gerne dieses Bild von der Welle, das schreibe ich auch in meinem Buch drüber.

00:36:45: es geht darum wenn wir eine Emotion, wenn sie kommt dass wir die erst mal kommen lassen und meistens auch teilweise ohne Substanz mit Missbrauch drücken die Menschen das weg und dann bleibt man aber auf zum Anspannungsniveau die ganze Zeit über.

00:37:01: Und auch wenn wir jetzt Alkohol nehmen oder Medikamente, wir bleiben dann auf diesem Anspanungs-Niveau das aber durch die Substanz erscheint es uns niedriger ist bleibt aber eigentlich gleich und dadurch hat die Trauer nie die Möglichkeit wirklich abzugehen, abzulaufen.

00:37:20: anders eben wenn wir das zulassen und die Welle steigt und steigt.

00:37:23: Und irgendwann kommt sie an ihren Höhepunkt gehen.

00:37:29: Und wir nehmen uns dann selbst die Möglichkeit, die Trauer gehen zu lassen indem wir sie immer auf so einem erträglichen Niveau halten.

00:37:39: So ist es ja und man muss auch davon ausgehen wenn man Trauer mit Substanz betäubt hat dass die natürlich erst mal sehr stark durchkommt wenn man die Substanz auch weglässt.

00:37:49: und dann dieser Berg das ist ein sehr schönes Bild die es erstmal stärker wird die die Trauern an sich bevor sie dann bearbeitet.

00:38:00: und ja, wenn wieder Berg abgeht.

00:38:03: Und den Berg bearbeitet hat genau.

00:38:06: Ja wie so oft verstehen wir im Kopf was los ist?

00:38:11: Was wir tun können, was wir machen wollen.

00:38:14: aber so Gewohnheiten die mal etabliert sind Wie eben das Gläschen oder das zweite oder das dritte am Abend oder die Tablette schnell zu nehmen Wenn wir die mal Etablierte haben ganz schwer das wieder zu ändern.

00:38:29: Wie gehst du denn da genau mit den Menschen vor, die zu dir kommen?

00:38:33: Also grundsätzlich rate ich dazu auch wirklich einen Cut zu setzen also langsames Ausschleichen Zuhause alleine darate ich generell nicht zu, weil das einfach ein langer Weg der Qual ist.

00:38:48: Während man wenn man dann sagt so jetzt gebe es dran Jetzt ist hundertprozent abstinenz.

00:38:54: Das begleite ich mit dem arzt vielleicht auch mit einer stationellen Entgiftung um die entzugserscheinungen abzumildern wie gefahr der krampfanfälle wirklich gering zu halten und dann nahtlos an die Entgiftung oder schon während der entgiftungen finden Gespräche statt, um sich stabilisieren zu können und den Alltag konsumfrei zu gestalten.

00:39:16: Die Zusammenarbeit mit mir läuft auch in der Regel wirklich ein halbes Jahr damit man lange Zeit hat die neuen Gewohnheiten, zu finden.

00:39:26: erstmal, weil wie du es eben gesagt hast ist wirklich ein Ausprobieren.

00:39:30: Ach ja ich probiere mal das.

00:39:32: Ach nee, Stricken funktioniert nicht da keine Ahnung gehe ich vielleicht Videospiele spielen oder in Wald oder reden oder wie auch immer.

00:39:39: also seins zu finden dauert natürlich erst einmal eine Zeit lang und dass dann auch wirklich als Normale Alltagsgewohnheit in den Alltag reinzubringen, dauert natürlich auch nochmal.

00:39:52: In der Regel drei Monate bis irgend ein neues Verhalten alltäglich wird und in dieser Zeit eine Begleitung können, Anspruch zu nehmen.

00:40:02: Macht durchaus Sinn um sich immer wieder rück zu versichern, um Ängste, Sorgen nöte zu besprechen und Wortschritte zu besprechen, um zu gucken.

00:40:11: jetzt bin ich gerade auf dem falschen Weg gelandet.

00:40:13: das hilft überhaupt nicht.

00:40:14: was kann ich denn stattdessen machen noch mal neue Ideen zu finden und Zuversicht zu behalten und ja Rückfälle einfach zu vermeiden weil man zu früh wieder ins Straucheln Gerät ohne neue Gewohnheiten wirklich etabliert zu haben.

00:40:31: Ich mache das mit Einzelgesprächen, ich habe einen online Kurs den man sich kaufen kann um dann auch wirklich alles theoretisch vom Kopf her erst mal verstehen zu können, aber auch mit vielen Übungen die mit an die Emotionen gehen, an Emotionsverarbeitung gehen.

00:40:49: Bei mir in der Zusammenarbeit gibt es auch immer Coachingbriefe, die man einmal pro Woche per E-Mail geschickt bekommt.

00:40:56: das heißt es ist wirklich eine Herangehensweise von allen Seiten um an dem Thema zu arbeiten sowohl mental als auch emotional da einfach weiterzukommen und dran zu bleiben.

00:41:10: Ja,

00:41:10: das klingt gut!

00:41:11: Also das hört sich so an als wenn die Menschen, wenn sie sich einmal entscheiden mit dir zusammenzuarbeiten dann bist du ein halbes Jahr an der Seite Und die Menschen sind nicht allein.

00:41:23: Sie können mit dir gemeinsam es einzüben.

00:41:27: So wie du vorhin gesagt hast Es gibt eben Nicht nur die eine Lösung vom Substanz Missbrauch sondern es gibt viele verschiedene Lösungen um die zu sehen.

00:41:37: Ja, ich werde auf jeden Fall in den Show Notes hier unten deine Kontaktdaten, deine Website und so weiter einpflegen, sodass du wenn du jetzt wo hörst und mit der Rike in Kontakt kommen magst oder bisschen mehr über sie erfahren magst noch dann kannst du da in die Show Notes schauen und den Kontakt mit Rike aufnehmen.

00:42:03: hören und zuschauen am Ende immer noch so mein Learning aus der Folge mit.

00:42:09: Ich habe jetzt heute hier für mich gelernt erstens, dass es sechs Punkte gibt und von diesen sechs Punkten wenn drei auf mich zutreffen

00:42:19: dann

00:42:20: liegt eine Abhängigkeit vor und dann sollte ich aktiv werden.

00:42:24: Dann nehme ich mit für mich was ich gerade schon gesagt hab Substanz missbrauch ist eine Lösung.

00:42:31: Es gibt aber ganz viele andere, die vor einigen viel, viel gesünder sind und dann habe ich eben gerade auch noch mitgenommen aus dem was du grade gesagt hast, hol dir Unterstützung, hole dir Hilfe gerne bei Rike oder wenn es jetzt nur um die Trauer geht bei mir damit das eben kein langer Weg der Qual ist, durch den wir uns alleine durchkämpfen.

00:43:04: Sondern es gibt Unterstützung und du darfst dir Unterstützung holen damit eben... Und das ist der vierte Punkt, den ich für mich mitnehme dass wieder diese große Ruhe und Zufriedenheit zurück ins Leben kommt die Lebensfreude.

00:43:21: Und Du hast es vorhin so schön gesagt Rike denn die wartet auf uns!

00:43:24: Die ist da!

00:43:28: und wieder da sind.

00:43:29: Möchtest du

00:43:30: vielleicht auch noch ein oder zwei Sätze den Hörerinnen mitgeben?

00:43:35: Ja, ich fand die Zusammenfassung auf jeden Fall schon mal sehr gut.

00:43:38: Grundsätzlich das was sich immer mitgebe ist reden hilft bleibt damit nicht alleine!

00:43:44: Das macht keinen Sinn.

00:43:46: es ist so schön die Sachen besprechen zu können und endlich Schritte wirklich große Sprünge weiterzukommen und in die Zufriedenheit zu gehen.

00:43:57: Du musst nicht leiden, gönne dir Zufredenheit und Leichtigkeit im

00:44:01: Leben.".

00:44:02: Ja das ist doch ein schönes Schlusswort!

00:44:05: Gönne Dir Zufrydenheit und leichtigkeit im Leben.

00:44:10: Liebe Rike vielen Dank dass du hier bei mir im Podcast warst und wie gesagt ihr könnt gerne mit Rike Kontakt aufnehmen.

00:44:20: Ich komme jetzt langsam zum Ende von dieser Folge und freue mich, wenn wir uns nächste Woche hier im Podcast wieder hören oder auf YouTube wiedersehen.

00:44:30: Bis dahin herzliche und bewegte Grüße deine Tanja!

00:44:36: Und vielen Dank, dass ich hier sein durfte.

00:44:38: Ich grüße auch alle von der Rieke!

00:44:40: Wenn dir mein Podcast gefallen hat oder hilfreich für dich war dann lass gerne eine Bewertung oder einen Kommentar da.

00:44:47: damit hilfst du mir weil ich dann weiß wovon Du Dir mehr wünscht.

00:44:51: aber vor allem Hilfst Du anderen Trauerenden die sich auch Orientierung in ihrer Trauer wünschen.

00:44:59: wenn Du mehr über mich und meine Arbeit wissen möchtest findest Du mehr Informationen auf meiner Webseite www.doktor-tania-fister.de Und dort kannst du auch meinen wöchentlichen Newsletter abonnieren.

00:45:14: und wenn du auf Social Media unterwegs bist, plant sie mich auch bei LinkedIn Facebook und Instagram.

Über diesen Podcast

Du hast einen geliebten Menschen verloren und fühlst dich von deiner Trauer überwältigt? Du suchst nach Wegen, deinen Schmerz zu verarbeiten und wieder zu dir selbst zu finden? Dann bist du hier genau richtig!

In diesem Podcast teile ich meine persönliche Geschichte und zeige dir, wie ich es geschafft habe, meine Trauer zu bewältigen und wieder Lebensfreude zu finden. Gemeinsam entdecken wir, wie Bewegung, Achtsamkeit und verschiedene Körpertechniken uns dabei unterstützen können, unsere Gefühle anzunehmen, zu verstehen und loszulassen.

Ich lade dich ein, auf eine Reise zu dir selbst zu gehen. Eine Reise, auf der du lernst, deine Trauer als Teil deines Lebens anzunehmen und daraus Kraft zu schöpfen. Denn auch nach einem Verlust kann das Leben wieder bunt und erfüllend sein.

Lass uns gemeinsam den Weg aus der Trauer finden und ein neues Kapitel aufschlagen. Ich freue mich auf dich!

von und mit Dr. Tanja Pfister

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